U-Bahn München Blog

11. April 2012

Machbarkeitsstudie Erweiterung U-Bahnhof Sendlinger Tor

Autor: Boris Merath — Abgelegt unter: Störungen und Bauarbeiten,U-Bahnhöfe — 16:39

Aufgrund von Schäden am Bauwerk sowie Kapazitätsengpässen im zentralen Umsteigebereich soll der Bahnhof Sendlinger Tor saniert und umfassend durch neue Treppenanlagen erweitert werden. In einem Pressegespräch gab die MVG heute die Ergebnisse einer Machbarkeitsstudie zur Kapazitätserweiterung bekannt.

Der U-Bahnhof Sendlinger Tor ist mit fünf U-Bahn-Linien, 145000 Fahrgästen, die dort täglich Ein-, Aus- und Umsteigen und 1350 Zugabfahrten täglich einer der am stärksten belasteten Bahnhöfe des Münchner U-Bahnnetzes. Nach der Eröffnung 1971 wurde der Bahnhof 1980 zum Kreuzungsbahnhof zwischen der Strecke der U3/6 und der Strecke der U1/2/7 erweitert – seit dieser Erweiterung haben sich die Fahrgastzahlen mehr als verdreifacht. Damit erfüllt der Bahnhof nicht mehr die Anforderungen, die durch die hohe Belastung an ihn gestellt werden. Gleichzeitig sind durch den Streusalzeinsatz an der Oberfläche Schäden an der Bauwerkssubstanz entstanden, die ohnehin eine umfassende Sanierung des Bahnhofs nötig machen. In diesem Rahmen ist auch eine Verbesserung der Barrierefreiheit sowie des Brandschutzes nötig.
Bei dieser Gelegenheit sollen daher die Umsteigebeziehungen zwischen den beiden U-Bahn-Strecken optimiert sowie die Fahrgastströme über zusätzliche Verbindungen von der U1/2-Ebene zum Sperrengeschoss beziehungsweise zur Oberfläche entzerrt werden.

Dies soll mit drei Maßnahmen erfolgen:

  • Abbruch von Betriebsräumen auf Ebene der U1/2 für mehr Platz im Gang zwischen den beiden Bahnsteigen
  • Anderung der Anordnung und Erhöhung der Zahl der Treppen und Rolltreppen zwischen dem Bahnsteig der U1/2 und dem Bahnsteig der U3/6
  • Bau einer neuen Treppenanlage vom Nordende des U1/2-Bahnsteigs zum Sperrengeschoss sowie einer weiteren Treppenanlage vom Südende des Bahnsteigs direkt an die Oberfläche

Umbau Sendlinger Tor - Fotomontage Planung Rolltreppenanlage auf Ebene der U1/2
Quelle: SWM/MVG

Außerdem wird das Sperrengeschoss vollständig neu gestaltet und die Verkaufsflächen werden neu angeordnet und erweitert.

Die Detailplanungen werden nun einige Jahren in Anspruch nehmen, unter anderem ist wegen dem großen Umfang der Bauarbeiten ein Planfeststellungsverfahren nötig. Damit ist ein Baubeginn frühestens im Jahr 2015 möglich, und die Bauarbeiten werden wegen der hohen Komplexität voraussichtlich mindestens vier Jahre dauern. Für den Bau werden Kosten in der Höhe von 80 Millionen Euro erwartet, die voraussichtlich im wesentlichen von den Stadtwerken getragen werden müssen.

Erweiterung der Leistungsfähigkeit und Entzerrung der Fahrgastströme

Am Sendlinger Tor gibt es zwei besonders problematische Bereiche: Einmal auf der Ebene der U1/2 vor den Rolltreppen die zur U3/6 hinaufführen, und zum anderen am anderen Ende dieser Rolltreppen auf Ebene der U3/6. Hier überkreuzen sich die Wege der umsteigenden Fahrgäste von unten nach oben mit denen von oben nach unten, und auf Ebene der U1/2 müssen sogar die Fahrgäste, die zur Oberfläche möchten, ebenfalls an der Engstelle vorbei.

Ideal wäre hier natürlich eine Verbreiterung des Bahnsteigs der U3/6, oder aber sogar Bahnsteige auf beiden Seiten des Gleises. Allerdings ist der Bahnsteig zwischen den Kellern der Nachbarhäuser eingezwängt, so dass dies nicht möglich ist.

„Der Bypass“

Auf der Ebene der U1/2 befinden sich neben dem Durchgang zwischen den beiden Bahnsteigen eine Vielzahl von Betriebsräumen. Ein großer Teil der Betriebsräume kann an andere Orte verlagert werden, nur einige wenige technische Anlagen müssen zwingend an dieser Stelle verbleiben. Da die technischen Anlagen im Rahmen der Sanierung sowieso erneuert werden müssen, ist diese Verlagerung ohne großen zusätzlichen Aufwand möglich.

Auf diese Art wird der Verbindungsgang zwischen den beiden Bahnsteigen deutlich verbreitert und Platz für neue Fahrgastströme geschaffen.

„Der Treppen-Dreh“

Das Freiwenden der Flächen von den Betriebsräumen ermöglicht eine verbesserte Anordnung der Treppen zwischen U1/2 und U3/6. Bisher führen auf der einen Seite zwei Rolltreppen nach oben und eine nach unten, auf der anderen Seite ist eine Rolltreppe durch eine Festtreppe ersetzt. Künftig sollen von jedem Bahnsteig der U1/2 je zwei Rolltreppen direkt nach oben zum U3/6-Bahnsteig führen. Die Treppen nach unten dagegen werden gedreht angeordnet. Das verlängert zwar die Wege beim Umstieg von der U3/6 zur U1/2, entzerrt allerdings die Fahrgastströme und ermöglicht eine Erhöhung der Treppenzahl, so dass künftig von der U3/6 zu jedem Bahnsteig der U1/2 je zwei Treppen nach unten führen sollen:
Überblick über den Umbau am Sendlinger Tor Überblick über die Umbaumaßnahmen
Quelle: SWM/MVG

Durch die Drehung werden die Treppen so angeordnet, dass die Fahrgäste von der U3/6 die Rolltreppen erreichen können, ohne die von unten kommenden Fahrgastströme zu überkreuzen.
Dabei sollen möglichst viele der acht Treppen als Rolltreppen ausgeführt werden, da nur auf diese Art dafür gesorgt werden kann, dass alle Treppen nur in eine Richtung genutzt werden. Allerdings muss noch abgeklärt werden, in wie weit ein Teil der Treppen aus Brandschutzgründen als Festtreppen ausgeführt werden muss.

Da die Abgänge von der U3/6 zur U1/2 sich über einen Teil des Bahnsteiges verteilen, erhofft sich die MVG außerdem eine bessere Verteilung der Fahrgäste über die ganze Zuglänge und damit eine Beschleunigung der Umsteigevorgänge bei den Zügen der U3/6.

„Die neuen Ausgänge“

Als zusätzliche Entlastung des zentralen Treppenbereichs der U1/2-Ebene sollen die Bahnsteige über zwei weitere Treppenanlagen angebunden werden.

Nördliche Treppenanlage

Vom nördlichen Ende des Bahnsteigs soll eine Festtreppe und zwei Rolltreppen direkt in das Sperrengeschoss führen. Die Festtreppe trifft dabei direkt am Aufgang beim Sendlinger Tor an das bestehende Sperrengeschoss, die beiden Rolltreppen dagegen links neben den bestehenden Aufgängen von der U1/2.
Im oberen Bereich des dafür nötigen Bauschachtes soll ein Teil der Technikräume, die sich bisher auf der U1/2-Ebene befunden haben, untergebracht werden.

Zugang Blumenstraße

Am Südende des Bahnsteigs wird ein neuer Zugang direkt an die Oberfläche errichtet. Dieser soll ungefähr im Bereich der S-Kurve an der Blumenstraße an die Oberfläche treten – die genaue Lage muss noch mit der Stadt München abgestimmt werden, da hier die Verschwenkung der Straße schon seit einiger Zeit im Gespräch ist.


Umbau Sendlinger Tor auf einer größeren Karte anzeigen

  • Blau: Möglicher Bereich für den neuen direkten Zugang zur U1/2 von der Blumenstraße aus.
  • Rot: Bereich für einen möglichen Startschacht für die neue Verbindung vom nördlichen Ende des U1/2-Bahnsteigs zum Sperrengeschoss.

Weitere Umbauten

Bauwerkssanierungen

Einer der Gründe für die Umbauten sind Bauwerksschäden durch Korrosion, die durch Streusalze ausgelöst wurde. Dafür müssen an vielen Stellen Bauwerksteile und Fugen freigelegt und saniert werden. Teilweise muss dazu auch die Decke des U-Bahn-Bauwerks von oben freigelegt werden.

In diesem Rahmen soll auch die architektonische Gestaltung und das Beleuchtungskonzept erneuert und modernisiert werden. Die Planungen dazu werden allerdings erst zu einen späteren Zeitpunkt durchgeführt – die Gestaltung auf den Computersimulationen ist nur zur Veranschaulichung, und sagt nichts uber das endgültige Gestaltungskonzept aus.

Außerdem sollen auch alle technischen Anlagen, die inzwischen in die Jahre gekommen sind, erneuert werden.

Barrierefreie Erschließung

Im Rahmen des Umbaus soll auch die barrierefreie Erschließung verbessert werden. Dazu wird direkt am Sendlinger Tor ein neuer Aufzug zum Sperrengeschoss eingebaut – Gehbehinderte und Personen mit Kinderwagen müssen hier also die Sonnenstraße nicht mehr überqueren, um zur U-Bahn zu gelangen.
Außerdem wird, wie bei anderen Bahnhofssanierungen auch schon, der Bahnsteig um 5 cm erhöht, um so einen beinahe ebenen Einstieg in die Züge zu ermöglichen.

Brandschutz

Aber auch der Brandschutz wird an die heutigen Standards angepasst. Ein wichtiges Thema sind dabei die Fluchtwege, die dank der beiden zusätzlichen Bahnsteigzugänge deutlich verbessert werden.

Umbau Sperrengeschoss

Die Raumaufteilung des Sperrengeschoss soll überarbeitet werden. Dabei soll die Zahl der Einzelhandelsflächen deutlich erhöht werden, was zum einen für den Fahrgast verbesserte Einkaufsmöglichkeiten, zum anderen aber auch erhöhte Einnahmen zur Kostenreduzierung des U-Bahn-Betriebes bringen soll. Insbesondere soll dabei der große Bereich hinter dem Infopoint der MVG, der bisher nur von wenigen Fahrgästen genutzt wird, zur Ladenfläche umgebaut werden.
Darüber hinaus soll die bestehende Treppe mit schmaler Rampe in der Mitte des Sperrengeschosses durch eine langgezogene Rampe, die über die gesamte Breite des Sperrengeschosses geht, ersetzt werden. Die Einzelhandelsflächen in diesem Bereich werden etwas verbreitert, dafür entfallen aber die Warenauslagen, die bisher den Durchgang stark verschmälern.

Zeitplan und Kosten

Nächste Woche soll der Bauausschuß des Stadtrats der Stadt München über die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie informiert werden.
Die Machbarkeitsstudie gibt nur die groben Rahmenbedingungen für den Umbau vor – diese Rahmenbedingungen müssen jetzt detaillierte Baupläne umgesetzt werden. Aufgrund der Bauarbeiten an der Oberfläche sowie des neuen Zugangs an der Blumenstraße ist sogar ein Planfeststellungsverfahren nötig. Auch der Bauablauf wird kompliziert – der U-Bahnhof muss trotz der beengten Platzverhältnisse natürlich jederzeit weiterhin für die Fahrgäste nutzbar sein. All dies braucht seine Zeit, so dass ein Baubeginn frühestens 2015 möglich ist, und die Bauarbeiten mindestens vier Jahre dauern werden, eine Fertigstellung ist damit frühestens 2019 denkbar.
Die Baukosten von 80 Millionen Euro werden die Stadtwerke München wohl größtenteils selber bezahlen müssen, allerdings sollen Zuschüsse nach dem Gemeindeverkehrs- und Finanzierungsgesetz für Verbesserungen bei der barrierefreien Zugänglichkeit sowie für den zusätzlichen Zugang von der Blumenstraße aus beantragt werden. Zum Vergleich: Die Bauarbeiten an der Münchner Freiheit, wo ebenfalls der Beton saniert sowie die Wandverkleidungen und die Technik erneuert wurden, allerdings keine neuen Zugänge errichtet wurden, haben ca. 20 Millionen Euro gekostet.

Die beiden Treppenhäuser zu dem Bahnsteig der U1/2 hinab werden wahrscheinlich in einer offenen Baugrube errichtet werden müssen, genauere Details muss aber erst die Detailplanung zeigen. Wahrscheinlich muss dafür die Sonnenstraße zeitweise um mindestens eine Fahrspur reduziert werden. Außerdem muss ein Teil der Sanierung der Fugen und des Betons von der Oberfläche aus erfolgen – da das Bauwerk direkt unter der Straße, die im Winter mit Salz gestreut wird, besonders angegriffen ist, sind auch hier Einschränkungen im Oberflächenverkehr sehr wahrscheinlich.

Quelle & weitere Informationen

Pressemitteilung der SWM und MVG vom 11.4.2012
Animation zur Verdeutlichung der Umbaumaßnahmen
O-Töne von Herbert König, Vorsitzender der MVG-Geschäftsführung und Gunnar Heipp, Leiter Strategische Planungsprojekte

24. März 2012

SEV auf U2 und U3 im Bereich Scheidplatz während der Osterferien

Autor: Florian Schütz — Abgelegt unter: Betrieb,Störungen und Bauarbeiten — 16:29

Da am Scheidplatz das Stellwerk der U-Bahn nach 40 Jahren Betrieb erneuert werden muss, verkehren U2 und U3 in den Osterferien nur eingeschränkt.

Zeitgleich finden auf den betroffenen Abschnitten zudem größere Gleisbauarbeiten statt, bei dem u.a. die Weichen zwischen U2 und U3 am Scheidplatz getauscht werden.

U2

U2 Fahrplanänderungen zwischen Königsplatz und Feldmoching:

Auf diesem Abschnitt kommt es generell zu Fahrzeitverlängerungen von bis zu 5 Minuten. Stadteinwärts fahren die Züge teilweise auch einige Minuten früher als gewohnt ab.

Am Montag und Dienstag, den 2. und 3. April, fährt die U2 in diesem Abschnitt zur Hauptverkehrszeit statt im 5- nur im 10-Minuten-Takt.

Von Mittwoch, 4. April bis Dienstag, 10. April fährt die U2 zwischen Königsplatz und Feldmoching ab ca. 22 Uhr nur alle 20 Minuten.

Vom 11. April bis 15. April kommt es ab Hohenzollernplatz in Richtung Feldmoching zu Verspätungen von ca. 5 Minuten.

U3

U3 Bus statt U-Bahn zwischen Münchner Freiheit und Olympiazentrum:

Zwischen Münchner Freiheit und Olympiazentrum wird der U-Bahnbetrieb für 16 Tage vom 31. März bis 15. April komplett eingestellt. Die U3 fährt weiterhin fahrplanmäßig zwischen Fürstenried West und Münchner Freiheit sowie im 10-Minuten-Takt zwischen Olympiazentrum und Moosach.

Die Stationen Bonner Platz, Scheidplatz und Petuelring können von der U3 nicht bedient werden. Deshalb wird zwischen Münchner Freiheit und Olympiazentrum ein Ersatzverkehr mit Bussen der Linie 103 eingerichtet. Hier verkehren zeitgleich bis zu 17 Busse im 2 bis 5-Minuten-Takt

Bitte planen Sie, bedingt durch das notwendige Umsteigen sowie die längere Fahrzeit der Busse, mehr Reisezeit ein. In den Bussen ist leider keine Fahrradbeförderung möglich.

Ausweichempfehlungen

  • Wer aus Moosach ins Stadtzentrum möchte, sollte am Olympia-Einkaufszentrumin die U1 oder in Hauptverkehrszeiten in die U7 umsteigen.
  • Ab Moosach erreichen Sie das Stadtzentrum außerdem auch mit der Tram 20 oder der S1.
  • Wer vom Scheidplatz aus in Richtung Stadtzentrum möchte, sollte die U2 Richtung Messestadt Ost nutzen.
  • Wer vom Petuelring aus in die Stadtmitte möchte, sollte die Tram 27 zum Karlsplatz (Stachus) und Sendlinger Tor nutzen.

Quelle & weitere Informationen

Informationsseite der MVG zur Baustelle

22. Juni 2011

U3 Nord: Pendelzugbetrieb wegen Bauarbeiten im Spätverkehr [aktualisiert]

Autor: Florian Schütz — Abgelegt unter: Betrieb,Störungen und Bauarbeiten — 22:54

Die Erneuerung des Stellwerks Scheidplatz geht in eine weitere Bauphase mit temporären Gleissperrungen. Aus diesem Grund werden im Nordabschnitt der U-Bahnlinie U3 im Spätverkehr ab 22 Uhr erneut Pendelzüge einsetzen. Damit kommt es von Sonntag, 26. Juni bis vsl. Donnerstag, 1. September, jeweils ab ca. 22 Uhr zu ähnlichen Einschränkungen wie bereits Anfang des Jahres.

U3 Wegen baustellenbedingter Gleissperrungen auf der U3 Nord müssen Fahrgäste an der Münchner Freiheit zur Weiterfahrt generell umsteigen. In Fahrtrichtung Moosach ist dies meist am gleichen Bahnsteig möglich; in Fahrtrichtung Fürstenried West muss teilweise von Gleis 3 – über das Sperrengeschoss – auf Gleis 2 gewechselt werden.

Auf der U3-Nord wird das Fahrplanangebot teilweise reduziert: Zwischen Münchner Freiheit und Moosach verkehrt alle 20 Minuten ein durchgehender Pendelzug. Zusätzlich fährt alle 20 Minuten ein Pendelzug zwischen Olympiazentrum und Moosach, um in diesem Abschnitt den gewohnten 10-Minuten-Takt herzustellen.

Wer am Scheidplatz zur U2 umsteigen möchte, muss sich ebenfalls auf Einschränkungen einstellen: Zur Weiterfahrt in Richtung Messestadt Ost ist der Bahnsteig zu wechseln. Der übliche zeitgleiche Anschluss kann wegen der geänderten U3-Fahrpläne stadteinwärts nicht gehalten werden.

In Nächten mit größeren Veranstaltungen im Olympiastadion verkehrt die U3 normal. Nach Veranstaltungen in der Olympiahalle werden die Besucher gebeten, zusätzlich die Verbindung über Olympia-Einkaufszentrum und U1 zur Innenstadt zu nutzen.

Weitere Informationen und Baufahrplan:

mvg-mobil.de

Quelle:

MVG-Pressemeldung vom 22. Juni 2011
MVG-Pressemeldung vom 2. August 2011

4. August 2010

Fraunhoferstraße und Hohenzollernplatz: Anstehende Bauarbeiten

Autor: Florian Schütz — Abgelegt unter: Störungen und Bauarbeiten,U-Bahnhöfe — 15:01

Neben der Erneuerung der Rolltreppen an vielen Bahnhöfen inklusive der zeitweiligen Sperrung des Bahnhofs Fraunhoferstraße müssen demnächst auch die Säulenverkleidungen am Hohenzollernplatz erneuert werden.

Viele der Münchner U-Bahnhöfe sind mittlerweile angesichts ihres Alters von 30 Jahren und mehr sanierungsbedürftig. Am Marienplatz wurde im Zuge des Neubaus der beiden parallelen Bahnsteigtunnel der restliche Bahnhof einer Grundsanierung unterzogen, an der Münchner Freiheit wurde dabei auch die Gestaltung gründlich überholt. Die oberirdischen Bahnhöfe der U6 sowie der U5-Bahnhof Neuperlach Süd mussten aufgrund ihrer Lage in Wind und Wetter zudem erneuert werden.

Erneuerung der Rolltreppen im U-Bahnhof Fraunhoferstraße

Fraunhoferstraße Im Bahnhof Fraunhoferstraße werden vom 9. bis zum 22. August 2010 die die beiden südöstlich gelegenen Fahrtreppen erneuert, die Züge der U1 und U2 durchfahren den Bahnhof ohne Halt. Eine An- und Ablieferung der Großbauteile über die regulären Zugänge ist aus Platzgründen nicht möglich, sie müssen daher per Zug antransportiert und auf dem Bahnsteig zwischengelagert werden. Angesichts dieser Ausgangslage ist die Schließung des gesamten Bahnhofs aus Sicherheitsgründen unumgänglich. Zum einen reicht die auf dem Bahnsteig verbleibende freie Fläche nicht aus, um Fahrgäste ein- und aussteigen zu lassen. Zum anderen stehen durch die baustellenbedingte Sperrung des südöstlichen Zugangs nicht mehr ausreichend Flucht- und Rettungswege etwa im Fall eines Brandes zur Verfügung.

Fraunhoferstraße: zu tauschende Fahrtreppe Die beiden betroffenen Rolltreppen können vom 2. August bis vsl. 10. September nicht genutzt werden. Sie sind länger gesperrt als der Bahnhof an sich, weil ein Teil der Arbeiten – etwa der Ausbau und Einbau von Treppenstufen – vor und nach der eigentlichen Demontage der Rolltreppen ohne großflächige Sperrungen erfolgen kann.
Voraussichtlich im Sommer 2011 werden die übrigen Rolltreppen ausgewechselt. Dafür wird erneut eine Sperrung notwendig sein. Eine gleichzeitige Erneuerung aller fünf Anlagen ist unter anderem aus Platzgründen nicht möglich.

Um das Gebiet um den U-Bahnhof Fraunhoferstraße während der Sperrung besser an das Nahverkehrsnetz anzuschließen, wird die Tramlinie 27 im Abschnitt Sendlinger Tor – St.-Martin-Platz zusätzlich verdichtet.

Bis Ende 2014 erneuern die Stadtwerke München (SWM) weitere 125 bis zu 35 Jahre alte Rolltreppen in 20 U-Bahnhöfen. Damit wird das Erneuerungsprogramm fortgesetzt, in dessen Rahmen von 2008 bis Ende 2009 bereits 111 Anlagen gegen neue ausgetauscht wurden. Die Gesamtinvestitionen betragen rund 27,5 Millionen Euro. Bis Ende des laufenden Jahres werden nach jetzigem Planungsstand – neben der U-Bahnstation Fraunhoferstraße – folgende Bahnhöfe teilweise mit neuen Treppen ausgestattet: Giesing (Bahnhof), Hohenzollernplatz, Ostbahnhof, Silberhornstraße, Hauptbahnhof, Maillingerstraße und Therese-Giehse-Allee. Von 2011 bis Ende 2014 stehen pro Jahr rund 25 Erneuerungen in folgenden Stationen an: Fraunhoferstraße, Giesing (Bahnhof), Hohenzollernplatz, Josephsplatz, Königsplatz, Kolumbusplatz, Karl-Preis-Platz, Maillingerstraße, Neuperlach Zentrum, Ostbahnhof, Rotkreuzplatz, Silberhornstraße, Stiglmaierplatz, Scheidplatz, Sendlinger Tor, Theresienstraße und Untersbergstraße.

Die Münchner Verkehrsgesellschaft als Betreiber der Münchner U-Bahn zählt zu den größten Rolltreppenbetreibern Deutschlands. Im U-Bahn-Netz gibt es 761 Anlagen mit mehr als 60.000 Stufen. Bis zu 6.500 Fahrgäste sind pro Stunde auf einer Rolltreppe unterwegs. Eine Stufe fährt in ihrem Leben – je nach Anlage – fast bis zum Mond (350.000 km). Die längste Rolltreppe befindet sich im U-Bahnhof Karlsplatz (Stachus) (Ausgang zum Lenbachplatz): Sie hat 247 Stufen und ist knapp 57 Meter lang. Jeder U-Bahnhof verfügt zudem über mindestens einen Aufzug ab Bahnsteigebene. Insgesamt existieren zurzeit 169 Anlagen. Aktuelle Informationen über den Betriebszustand von Rolltreppen und Aufzügen finden sich unter: www.mvg-zoom.de.

Erneuerung der Säulenverkleidung am U-Bahnhof Hohenzollernplatz

Hohenzollernplatz Die Säulen in Bahnsteigmitte am Hohenzollernplatz werden in den kommenden Wochen von ihrer Keramikverkleidung befreit. Viele der Fliesen sind bereits lose und drohen sich zu lösen, daher hat sich die MVG zu einer vollständigen Ersetzung der Verkleidung entschlossen, ähnlich wie es in den Bahnhöfen Maillingerstraße und Stiglmaierplatz bereits vorgenommen worde. Mitte 2008 wurden dort die Verkleidung an den Säulen entfernt. Die Säulen waren anschließend in nackter Betonoptik zu sehen, ehe ab Oktober 2009 weiße Verblendungen angebracht wurden.

23. Januar 2007

Fahrzeugstörungen

Autor: Boris Merath — Abgelegt unter: Störungen und Bauarbeiten — 11:20

„Wegen Fahrzeugstörungen entfallen die Züge der Linie U6 ab Fröttmaning Abfahrt ab 6:46, 8:06, 9:20 Uhr sowie ab Klinikum Großhadern – Abfahrt 7:28 und 8:48“

Das meldeten heute morgen die Zugzielanzeiger entlang der U6.
Der genaue Grund dafür ist nicht bekannt, allerdings kann man sich einige Spekulationen erlauben: Anhand der Uhrzeigen lässt sich feststellen, dass wohl ein Umlauf der U6 momentan ohne Fahrzeug ist. Dabei scheint es sich um ein größeres Problem zu handeln, wenn dieser Kurs über mehrere Stunden ausfällt – im Regelfall sollte es möglich sein, etwas schneller Ersatz zu beschaffen.

Da bisher noch nichts davon bekannt ist, dass ein Teil der momentan abgestellten 10 C1.9-Züge wieder im Einsatz wäre (Siehe Meldung vom 27. 12. 2006),
wäre ein momentaner allgemeiner Fahrzeugmangel (wie er von der MVG in einer Pressemitteilung zum Ausfall der 10 Züge schon als möglich angekündigt wurde) bei der U-Bahn denkbar.

Solange keine offizielle Begründung vorliegt, sind das allerdings reine Vermutungen.

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