U5


» mehr Bilder

Die U5 beginnt im Westen von München am Laimer Platz und durchquert die Innenstadt, um im Südosten von München in Neuperlach zu enden. Eine Verlängerung im Westen zum Pasinger Bahnhof ist angedacht, die Realisierung zum derzeitigen Zeitpunkt aber nur im Stadium der Planungen. Mehrere Stadtratsbeschlüsse für eine Verlängerung lassen allerdings hoffen, dass diese Verlängerung eines der nächsten Bauprojekte ist.
Seit ihrer Vollendung 1988 hat die U5 eine Betriebslänge von 15,435 km mit 18 Bahnhöfen zwischen Laimer Platz und Neuperlach Süd.

Laimer Platz - Hauptbahnhof

Im Westen beginnt die U5 am Laimer Platz und führt über Friedenheimer Straße zu der Westendstraße, wo ebenfalls die U4 verkehrt. Anfangs verkehrte die U4 ebenfalls bis zum Laimer Platz, wurde dann aber wegen mangelnde Auslastung um zwei Stationen zurückgenommen.
U4 und U5 haben als einziges Linienpaar nur an einem Ende eine Aufgabelung der gemeinsamen Stammstrecke in zwei Strecken. Eine Aufgabelung ist zwar im Verkehrsentwicklungsplan vorgesehen, in den nächsten Jahrzehnten jedoch eher unwahrscheinlich.

Laimer Platz Laimer Platz Friedenheimer Straße Friedenheimer Straße Einfahrender A-Wagen im U-Bahnhof Westendstraße Westendstraße Heimeranplatz Heimeranplatz

Am Heimeranplatz besteht Anschluss zu den S-Bahnlinien S7, S20 und S27. Der folgende Bahnhof Schwanthalerhöhe hieß bis 1998 (Umzug der Münchner Messe nach Riem) "Messegelände". Kurz nach dem Bahnhof zweigt die einzige Betriebsstrecke der Münchner U-Bahn in die dreigleisige Betriebsanlage Theresienwiese ab.
Beim Bau der U4/U5 bestand außer über dieses Betriebsgleis und die dortige Abstellanlage keine Verbindung zum Restnetz der U-Bahn, vor allem nicht zur technischen Basis in Fröttmaning. Heute besteht am Innsbrucker Ring eine weitere Verbindung zum Restnetz.

Schwanthalerhöhe Schwanthalerhöhe Einfahrender B-Wagen an der Theresienwiese Theresienwiese

Der Bahnhof Theresienwiese ist als einer von zwei U-Bahnhöfe in München mit einer Aufsichtskanzel ausgestattet, um die Fahrgastmengen während des Oktoberfestes bewältigen zu können; bis zum Umbau des Bahnhofs Fröttmaning (2003-2005) war dies einzigartig im Münchner U-Bahnnetz. Der südliche Ausgang des Bahnhofs endet auch direkt auf der Festwiese.
Während der "Wiesn" wird hier auch grundsätzlich vom örtlichen Aufsichtspersonal und nicht vom Fahrer abgefertigt, wie es ansonsten der Fall ist. In der Hauptverkehrszeit beginnt jeder zweite Zug der U4 erst an der Theresienwiese, da im westlichen Abschnitt die Fahrgastzahlen keine derartige Bedienung rechtfertigen.

Hauptbahnhof - Max-Weber-Platz

Am Hauptbahnhof besteht Anschluss zu allen S-Bahnlinien und zur Stammstrecke der U1 und U2, die dort überquert wird. Nach Unterqueren der S-Bahn-Stammstrecke wird der Bahnhof Karlsplatz (Stachus) erreicht, bei dem erneut Anschluss zur S-Bahn besteht. Der U-Bahnhof hier ist der tiefste im Münchner U-Bahnnetz, die Fahrtreppe am Ausgang Lenbachplatz ist mit 247 Stufen, 56,5 Metern Länge und 20,63 Metern Förderhöhe die längste in München. Im weiteren Verlauf zum Odeonsplatz, wo Anschluss zur U3 und U6 besteht, wird mit etwa 36 Metern auch die tiefste Stelle des gesamten Netzes erreicht. Am Odeonsplatz befindet sich mit 52,8 Metern Länge die zweitlängste Fahrtreppe Münchens.

Hauptbahnhof Hauptbahnhof Karlsplatz (Stachus) Karlsplatz (Stachus) Odeonsplatz Odeonsplatz Lehel Lehel

Wie Odeonsplatz ist auch der folgende Bahnhof Lehel ein bergmännisch aufgefahrener Bahnhof mit zwei Einzelröhren, die durch Querschläge verbunden sind. Von der Westendstraße bis zum Lehel wurde in allen Bahnhöfen der Tunnelcharakter der Bahnhöfe durch die Bahnhofsarchitektur besonders betont, auch in Stationen mit ansonsten rechteckigem Querschnitt wurden durch gebogene Außenwandverkleidungen ein Tunnelcharakter erzeugt.

Die Strecke unterquert nun die Isar, um im dreigleisigen Verzweigungsbahnhof Max-Weber-Platz am bayerischen Landtag die gemeinsame U4/U5-Stammstrecke wieder zu verlassen. Einer der Ausgänge des U-Bahnhofs am Max-Weber-Platz ist in einem unter Denkmalschutz stehenden Trambahnpavillion untergebracht, das im Rahmen des U-Bahnbaus den Verkehrsträger gewechselt hat.

Max-Weber-Platz - Neuperlach Süd

Die U5 biegt nun nach Süden zum Ostbahnhof ab. Dort besteht Anschluss zur S-Bahn-Strammstrecke, die hier auch unterquert wird. Nach der mit 1602 Metern zweitlängsten innerstädtischen Strecke zwischen zwei Bahnhöfen folgt am Bahnhof Innsbrucker Ring direkte Anschlussmöglichkeit zur U2 Richtung Messestadt West am selben Bahnsteig gegenüber.

Innsbrucker Ring Innsbrucker Ring Einfahrender A-Wagen am Michaelibad Michaelibad Quiddestraße Gleis 2 Quiddestraße Neuperlach Zentrum Neuperlach Zentrum

Nach dem Bahnhof Michaelibad folgt mit 1708 Metern der längste innerstädtische Abschnitt zwischen zwei Bahnhöfen. Dabei verläuft die Strecke am Rande des Ostparks und erreicht den Bahnhof Quiddestraße. Als nächster Bahnhof folgt Neuperlach Zentrum, wie der Name schon sagt das Zentrum der seit den 1960er Jahren erbauten Neubaugroßsiedlung. Nach dem Bahnhof Therese-Giehse-Allee kommt die U5 schließlich an die Oberfläche, um im Bahnhof Neuperlach Süd zu enden. Den ähnlich der Berliner Hochbahnstrecken auf einer Brücke gelegenen Bahnhof erkennt man schon von weitem durch seine geschwungene Dachstruktur. Diese Strecke wurde ursprünglich von der U8, später von der U2 bedient und ist erst seit 1988 von der U5 erreicht worden.

U-Bahnhof Therese-Giehse-Allee Therese-Giehse-Allee Neuperlach Süd Neuperlach Süd Tunneleingang der U5 in Neuperlach Süd Tunneleingang der U5
in Neuperlach Süd

In Neuperlach Süd gibt es die Besonderheit, dass sich S-Bahn und U-Bahn einen Bahnsteig teilen, an einem Gleis verkehrt die S7, am anderen die U5. Es besteht also ein direkter Übergang zum anderen Verkehrsmittel. In Neuperlach Süd befindet sich außerdem eine größere Abstellanlage (Betriebsanlage Süd), in der zu Schwachlastzeiten und nachts viele Züge abgestellt werden, die nicht in Fröttmaning oder in Abstellanlagen im Netz verteilt abgestellt werden können.

Zu Anfang des Linienbetriebs der Münchner U-Bahn gab es eine kurzlebige Verstärkerlinie U5 zwischen Münchner Freiheit und Goetheplatz, siehe ehemalige Linien.