Fahrzeuge

Die Münchner U-Bahn setzt Triebfahrzeuge aus drei Fahrzeuggenerationen ein. Alle drei können auf dem gesamten Netz eingesetzt werden und haben als Langzug eine Länge von knapp 115 Metern, die Wagenkästen sind jeweils 2,90 Meter breit und zählen damit zusammen mit den Nürnberger Fahrzeugen zu den breitesten U-Bahnfahrzeugen in Deutschland. Sie erreichen eine Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h und werden über eine Stromschiene rechts bzw. links der Gleise mit einer Nennspannung von 750 Volt Gleichstrom versorgt.

Neben den Fahrgastzügen existiert noch eine Vielzahl an Arbeitsfahrzeugen, die teils von einem Dieselmotor, teils auch elektrisch angetrieben sind.

Typ A

A-Wagen 177 in Freimann

Typ B

B-Wagen 517 in Freimann

Typ C

C-Zug 610 in Garching-Hochbrück

Arbeitsfahrzeuge

Akkulok 8952 mit Profilmesswagen Tunneleinfahrt Garching Hochbrück

Die einzelnen Baureihen sind im Fahrgastbetrieb nicht untereinander kuppelbar, zum Abschleppen von liegengebliebenen Zügen können sie jedoch rein mechanisch gekuppelt gezogen/geschoben werden.

Zuglängen

Grundeinheit ist bei der U-Bahn der sogenannte "Doppeltriebwagen" (kurz DT), eine fest gekuppelte Einheit aus zwei Wagen. Insgesamt drei dieser Doppeltriebwagen, also sechs Einzelwagen, ergeben dann den längstmöglichen Zug, den Langzug, intern als "P6" bezeichnet. Zwei Doppeltriebwagen ergeben dann den Vollzug, intern "P4", ein einzelner Doppeltriebwagen wird Kurzzug, intern "P2" genannt. Beim C-Zug gibt es im Regelfall nur den "P6", da eine vollständige Garnitur der neuesten Generation immer aus sechs Wagen besteht.

Seit einigen Jahren verkehren regulär keine "P2"-Kurzzüge mehr, weshalb die MVG auch 4-Wagen-Züge mittlerweile als "Kurzzug" bezeichnet und entsprechend ausschildert.

Wagennummern

Kenn-
ziffer
Fahrzeugart
0, 1 nicht vergeben
2 Trambahntriebwagen
3 Trambahnbeiwagen
4 Omnibus
5 Gelenkomnibus
6 U-Bahn-Nordwagen
7 U-Bahn-Südwagen
8 Angetriebenes
Arbeitsfahrzeug U-Bahn /
C-Zug-Mittelwagen
9 Nicht angetriebenes
Arbeitsfahrzeug U-Bahn

Die Fahrzeuge der Stadtwerke sind alle mit einer vierstelligen Nummer bezeichnet. Die erste Ziffer gibt dabei jeweils den Typ des Fahrzeuges an, die drei folgenden Nummern sind teils willkürlich, teils fortlaufend vergeben.

Nord- und Südwagen

Eine Besonderheit ist bei den U-Bahnfahrzeugen die Unterscheidung zwischen Nordwagen und Südwagen. Das Münchner U-Bahn-Netz ist "dreiecksfrei", das heißt, dass es nicht möglich ist, einen Zug im Netz zu drehen. Ein Wagenende, der an einem bestimmten U-Bahnhof Richtung Norden zeigt, wird dort immer Richtung Norden zeigen. Daher werden die beiden fest gekuppelten Einzelwagen eines Triebwagens nach den Himmelsrichtungen benannt, in die sie im Betriebshof Nord zeigen: Als Nordwagen und als Südwagen, was jeweils die erste Ziffer der Wagennummer angibt.

Fortlaufende Nummerierung

Die folgenden drei Ziffern sind bei den beiden Einzelwagen eines Doppeltriebwagens identisch, und sind in Blöcken jeweils nach den Bauserien und innerhalb dieser Blöcke meist in der Reihenfolge der Auslieferung durchnummeriert.

Da der Doppeltriebwagen eine in sich fest gekuppelte Einheit ist, wird häufig bei der Benennung die führende Ziffer weggelassen, und nur die letzten drei Ziffern angegeben.