Fragen und Antworten

Bahnhöfe & Architektur

Sind alle U-Bahnhöfe barrierefrei erreichbar?

Alle Bahnhöfe verfügen über Zugänge per Aufzug oder Rampen von der Oberfläche bis zum Bahnsteig. Einige der Rampen sind nach heutigen Kriterien allerdings nicht mehr vollständig barrierefrei, da sie z.B. zu steil für die heutigen Regularien sind. In der Regel ist der barrierefreie Zugang auch nur an einem Bahnsteigende möglich. Bei Modernisierungen wird die barrierefreie Erschließung nach und nach verbessert.

Weitere Informationen zur Barrierefreiheit der Bahnhöfe

Warum gibt es an manchen Bahnhöfen Mittelbahnsteige und an anderen Seitenbahnsteige?

Das hängt von der jeweiligen Streckenführung, dem verfügbaren Platz und dem Baukonzept des Bahnhofs ab. Mittelbahnsteige sind vor allem dort praktisch, wo zwei Gleise kompakt gebündelt werden können, während Seitenbahnsteige bei bestimmten Tunnel- oder Umsteigesituationen sinnvoller sind.

Mehr zum Thema Bahnsteige

Warum sehen viele ältere Bahnhöfe so ähnlich aus?

Die Bahnhöfe der ersten Eröffnungsphase (1971–1980) wurden bewusst in einem einheitlichen Stil gestaltet: klare Formen, Keramiksäulen und Faserzementtafeln nach Entwürfen von Paolo Nestler. Ab den 1980er Jahren wurde das Konzept erweitert – Bahnhöfe erhielten zunehmend individuelle Gestaltungen. Besonders bekannte Beispiele sind der Westfriedhof mit dem Lichtkunstwerk von Ingo Maurer oder der Marienplatz, entworfen von Alexander von Branca.

Bahnhofsarchitektur im Überblick

Was bedeuten die farbigen Bänder an den Bahnhofswänden?

Die farbigen Linienbänder zeigen ursprünglich an, welche Stammlinie an einem Bahnhof verkehrt. Bei Eröffnungen bis 1980 erhielt jeder Bahnhof die Farbe der dort verkehrenden Hauptlinie. Ab dem Bau der U1-Verlängerung zum Rotkreuzplatz wechselte man zu Liniengruppen: U1/U2 erhielten Rot, U3/U6 Blau und U4/U5 Gelb. Inzwischen gibt es von diesem Konzept einige Abweichungen, insbesondere an neueren und sanierten Bahnhöfen.

Übersicht Netz & Linienbänder

Welcher ist der tiefste Bahnhof und wo ist die längste Rolltreppe?

Der tiefste Bahnhof im Münchner U-Bahn-Netz ist der Karlsplatz (Stachus) der Linien U4 und U5 mit einer Tiefe von etwa 25 Metern. Dort befindet sich am Ausgang Lenbachplatz auch die längste Rolltreppe Münchens: Sie überwindet 247 Stufen, ist 56,5 Meter lang und hat eine Förderhöhe von 20,63 Metern. Die tiefste Stelle des gesamten Netzes wird mit rund 36 Metern allerdings erst auf dem Weg zum benachbarten Odeonsplatz erreicht, wo mit 52,8 Metern auch die zweitlängste Rolltreppe der Stadt liegt.

Linie U5 im Detail

Betrieb

Darf ich mein Fahrrad in der U-Bahn mitnehmen?

Ja, die Fahrradmitnahme ist in der Münchner U-Bahn grundsätzlich erlaubt, allerdings mit Einschränkungen: An Schultagen gelten werktags Sperrzeiten während der Hauptverkehrszeit am Morgen und am Nachmittag. Zudem wird für das Fahrrad eine eigene Fahrrad-Tageskarte benötigt. Die aktuellen Sperrzeiten und Tarife finden sich beim MVV. Klappräder gelten zusammengeklappt als Gepäck und dürfen jederzeit kostenlos mitgenommen werden.

Übersicht Betrieb

Fährt die Münchner U-Bahn fahrerlos?

Nein, alle Züge der Münchner U-Bahn werden von Fahrerinnen und Fahrern gesteuert – unterstützt durch die Linienzugbeeinflussung (LZB), die auf den meisten Strecken einen teilautomatisierten Betrieb ermöglicht: Der Zug fährt und bremst dabei automatisch, das Personal überwacht die Fahrt und übernimmt die Abfertigung. Ein vollautomatischer, fahrerloser Betrieb ist erstmals für die geplante U9 vorgesehen.

Zugsicherung im Detail

Fährt die U-Bahn auch nachts?

Seit Januar 2025 gibt es in den Nächten auf Samstag, Sonntag und auf Feiertage einen durchgängigen Halbstundentakt aller Linien im Münchner Stadtgebiet. Die Linien U2, U3 und U5 fahren jeweils im 30-Minuten-Takt und treffen sich an den zentralen Umsteigebahnhöfen (Hauptbahnhof, Odeonsplatz beziehungsweise Sendlinger Tor) sowie am Scheidplatz (U2/U3) und am Innsbrucker Ring (U2/U5). Die Linien U1, U4 und U6 fahren ebenfalls jeweils alle 30 Minuten – um 15 Minuten versetzt zu den Linien U2, U3 und U5, womit sich auf den gemeinsamen Abschnitten in der Innenstadt ein 15-Minuten-Takt ergibt.

Übersicht zum U-Bahn-Betrieb

Gibt es Handyempfang in den Tunneln?

Ja. Die Tunnelstrecken und Bahnhöfe der Münchner U-Bahn sind flächendeckend mit Mobilfunk versorgt – inzwischen auch mit LTE und 5G für alle Netzbetreiber. Die technische Infrastruktur dafür betreiben die Stadtwerke München in Kooperation mit den Mobilfunkanbietern. Telefonieren und Surfen funktioniert damit auch während der Fahrt im Tunnel weitgehend unterbrechungsfrei.

Übersicht Betrieb

Warum fahren manche Linien häufiger als andere?

Alle Linien verkehren grundsätzlich im 10-Minuten-Takt. In der Hauptverkehrszeit (ca. 7–9 Uhr und 15–19 Uhr) wird die Taktfolge auf den meisten Abschnitten etwa verdoppelt. Da jeweils zwei Linien eine gemeinsame Stammstrecke in der Innenstadt teilen – U1/U2, U3/U6 und U4/U5 – ergibt sich dort ein noch dichterer Takt. Die U2 und U5 auf kompletter Länge und die U6 auf ihren zentralen Abschnitten fahren sogar ganztägig zweimal je 10 Minuten.

Betrieb & Fahrzeugbedarf

Warum sind manche Züge kürzer als andere?

Im Münchner U-Bahn-Netz sind zwei verschiedene Zuglängen im Einsatz: Kurzzüge bestehen aus zwei einzelnen Doppeltriebwagen vom Typ A oder B (ca. 74 Meter), Langzüge aus drei Doppeltriebwagen oder einem sechsteiligen Gelenkzug vom Typ C1 oder C2 (ca. 114 Meter). Je nach Linie, Tageszeit und verfügbarem Fahrzeugbestand werden Kurz- oder Langzüge eingesetzt. Auf den meisten Linien sind in der Regel Langzüge unterwegs.

Fahrzeuge im Überblick

Was bedeuten Sonderlinien wie „U7“ oder Züge, die vorzeitig enden?

U7 und U8 sind sogenannte Verstärkerlinien, die nur zu bestimmten Zeiten verkehren (U7 nur wochentags, U8 nur samstags). Sie entlasten stark frequentierte Abschnitte der U1/U2-Stammstrecke, indem sie zusätzliche Fahrten zwischen OEZ bzw. Olympiazentrum und Neuperlach anbieten. Züge, die vorzeitig enden – etwa am Sendlinger Tor – werden zum Beispiel bei Betriebsstörungen oder Fahrzeugknappheit eingesetzt, um den Betrieb auf dem verbleibenden Teilabschnitt aufrechtzuerhalten.

Zugzielanzeiger erklärt

Wie lang ist das gesamte U-Bahn-Netz in München?

Das Münchner U-Bahn-Netz umfasst Gleisanlagen von insgesamt gut 100 Kilometern, verteilt auf sechs Stammlinien (U1–U6) und zwei Verstärkerlinien (U7 und U8).

Übersicht Netz

Wie schnell fährt die Münchner U-Bahn?

Die Höchstgeschwindigkeit auf den Liniengleisen beträgt 80 km/h und wird auf längeren Stationsabständen auch ausgefahren. Die neueste Fahrzeuggeneration C2 wäre technisch sogar für 90 km/h ausgelegt, was im Netz bislang aber nicht ausgenutzt wird. Die Reisegeschwindigkeit inklusive aller Halte liegt naturgemäß deutlich darunter.

Fahrzeuge im Überblick

Wie sind die Betriebszeiten der Münchner U-Bahn?

Die ersten Fahrten sind je nach Bahnhof und Strecke ab kurz nach 4 Uhr morgens, die letzten kurz nach 1 Uhr, am Wochenende und vor Feiertagen verkehren alle Linien durchgängig im 30-Minuten-Takt.

Fahrplanauskunft des MVV

Wie viele Bahnhöfe hat die Münchner U-Bahn?

Das Netz umfasst 96 U-Bahnhöfe. Vier davon sind sogenannte Kreuzungsbauwerke mit je zwei separaten Bahnhöfsebenen, was insgesamt 100 Bahnhöfe ergibt.

Liste aller Bahnhöfe

Wie viele Fahrgäste nutzen die Münchner U-Bahn pro Jahr?

Die Münchner U-Bahn befördert heute über 300 Millionen Fahrgäste pro Jahr. Zum Vergleich: Im ersten vollen Betriebsjahr 1973 waren es knapp 60 Millionen – bereits fast doppelt so viele wie die damaligen Prognosen vorhergesagt hatten. Mit dem Ausbau des Netzes stiegen die Zahlen stetig weiter.

Entwicklung der Fahrgastzahlen

Fahrzeuge

Warum dauerte es so lange, bis die neuen C2-Züge auf allen Linien fahren durften?

Durch veränderte Zulassungsverfahren der technischen Aufsichtsbehörde mussten für jeden einzelnen Streckenabschnitt ausführliche Nachweise zur Betriebstauglichkeit erbracht werden. Tunnel und Gleise mussten neu vermessen, teils auch Bahnsteige angepasst werden. Deshalb war der erste vollständige Linienbetrieb auf der U6 erst ab November 2016 möglich – obwohl die ersten C2-Züge bereits im Januar 2014 in Fröttmaning ankamen. Auf allen Linien verkehren die C2-Züge erst seit September 2022.

Fahrzeugtyp C2 im Detail

Was bedeuten Kurzzug und Langzug?

Grundeinheit ist der Doppeltriebwagen (DT), eine fest gekuppelte Einheit aus zwei Wagen. Heute bezeichnet die MVG einen Zug aus zwei DT (vier Wagen, ca. 74 Meter) als Kurzzug, einen Zug aus drei DT bzw. einen sechsteiligen C-Zug (ca. 115 Meter) als Langzug. Ursprünglich galt intern eine feinere Systematik: ein einzelner DT als Kurzzug (P2), zwei DT als Vollzug (P4) und drei DT als Langzug (P6). Da im Regelbetrieb seit einigen Jahren keine Ein-DT-Züge mehr fahren, hat sich die heutige Bedeutung durchgesetzt. Die modernen C-Züge verkehren zudem prinzipiell immer in voller Länge als Langzug.

Fahrzeuge im Überblick

Welche Fahrzeugtypen sind auf der Münchner U-Bahn im Einsatz?

Aktuell sind drei Fahrzeuggenerationen im Einsatz: Der Typ A (Baujahre 1967–1983) ist der älteste noch fahrende Typ und soll voraussichtlich bis Mitte 2026 vollständig ausgemustert werden. Der Typ B (1981–1994) ist ein modernisierter Kurzzug mit Drehstrommotoren. Die neueste und heute vorherrschende Generation ist der Typ C2 (ab 2014), ein sechsteiliger Langzug von Siemens Mobility – insgesamt wurden 85 Einheiten bestellt. Daneben sind noch 17 ältere C1-Langzüge aus den Jahren 2000–2005 im Einsatz.

Alle Fahrzeugtypen im Detail

Wie alt sind die ältesten noch fahrenden U-Bahn-Züge in München?

Die ersten Prototypen des Typs A wurden 1967 gebaut und sind damit über 55 Jahre alt. Bis Mitte 2026 soll die gesamte A-Wagen-Flotte abgestellt werden, da gestiegene Brandschutzanforderungen weitere Nachrüstungen nötig machen würden, die nach mehr als 50 Jahren Einsatzgeschichte wirtschaftlich nicht mehr sinnvoll sind. Ein Prototyp-Wagen (092) ist bereits im Verkehrszentrum des Deutschen Museums ausgestellt.

Fahrzeugtyp A im Detail

Geschichte

In welcher Reihenfolge wurden die Münchner U-Bahnstrecken eröffnet?

Als erstes ging 1971 die U6 in Betrieb, 1972 folgte die U3. Im Jahr 1980 wurde die heutige U1 und U2 eröffnet, im Jahr 1984 folgte die U5 und schließlich die U4.

Zeittafel der Münchner U-Bahn

Wann wurde die Münchner U-Bahn eröffnet?

Am 19. Oktober 1971 wurde der Betrieb der ersten Münchner U-Bahnlinie U6 zwischen Kieferngarten und Goetheplatz auf einer Länge von 12 km aufgenommen.

Geschichte der U-Bahn

Welche Strecke wurde für die Olympischen Spiele 1972 gebaut?

Für die Olympischen Sommerspiele wurde am 8. Mai 1972 – nur wenige Wochen vor der Eröffnungsfeier – die vier Kilometer lange Olympialinie U3 von der Münchner Freiheit zum Olympiazentrum in Betrieb genommen. Der Bahnhof Olympiazentrum wurde wegen des erwarteten Andrangs gleich viergleisig gebaut. Die Spiele gaben dem gesamten Münchner U-Bahn-Bau enormen Schub: Ohne den Zeitdruck der Olympia-Bewerbung wäre auch die 1971 eröffnete erste Strecke wohl später fertig geworden.

Geschichte des Netzausbaus

Welche U-Bahnlinie ist die älteste Münchner Strecke?

Seit 19. Oktober 1971 verkehrt die U-Bahnlinie U6 zwischen Kieferngarten und Goetheplatz.

Beschreibung der U6

Netz & Planung

Warum fährt keine U-Bahn zum Flughafen?

Der Flughafen München liegt rund 30 Kilometer nordöstlich der Innenstadt im Erdinger Moos – für eine U-Bahn, die als innerstädtisches Verkehrsmittel mit dichten Stationsabständen konzipiert ist, wäre das eine untypisch lange Strecke. Die Anbindung übernehmen daher die S-Bahn-Linien S1 und S8. Ein geplanter Transrapid vom Hauptbahnhof zum Flughafen wurde 2008 aus Kostengründen aufgegeben. Diskutiert werden seither Express-S-Bahnen und Regionalzugverbindungen, eine U-Bahn zum Flughafen war jedoch nie ernsthaft Teil der Planungen. Eine Verbindung von Garching bis zur S1 wurde verschiedentlich diskutiert, jedoch bisher nicht umgesetzt.

Übersicht Netz

Warum gibt es keine Bahnsteigtüren?

Bahnsteigtüren erfordern, dass alle Züge exakt an derselben Position halten und die Türanordnung aller Fahrzeugtypen identisch ist. Im Münchner Netz sind aber verschiedene Fahrzeuggenerationen mit unterschiedlichen Türpositionen im Mischbetrieb unterwegs, zudem wäre die Nachrüstung von 96 Bestandsbahnhöfen extrem aufwendig. Erstmals ernsthaft geprüft werden Bahnsteigtüren für die geplante U9, die von Beginn an automatisiert betrieben werden soll.

Projekt U9 im Detail

Warum trägt die älteste Linie die Nummer U6 und nicht U1?

Die Liniennummern leiten sich nicht aus der Reihenfolge der Eröffnung ab, sondern gehen auf die früheren Straßenbahnlinien zurück, die auf ähnlichen Trassen fuhren. Die erste U-Bahn-Linie übernahm die Nummer der Tram 6, die die Stadt von Nord nach Süd durchquerte. 1989 wurde zur Vermeidung von Lücken in der Nummerierung die damalige U8 in U2 umbenannt.

Geschichte der Liniennummerierung

Was ist der Unterschied zwischen U-Bahn und S-Bahn in München?

Die U-Bahn (betrieben von der MVG) ist ein rein städtisches Schnellbahnsystem, das fast vollständig unterirdisch fährt und ausschließlich im Münchner Stadtgebiet und direkten Umland mit einer Strecke nach Garching verkehrt. Die S-Bahn (betrieben von der DB) ist ein regionaler Schienenverkehr, der München mit dem gesamten Großraum verbindet und über eine eigene, von der U-Bahn getrennte Stammstrecke durch die Innenstadt verfügt. Beide Systeme sind in den MVV integriert und an zentralen Knotenpunkten wie Hauptbahnhof, Marienplatz und Ostbahnhof miteinander verknüpft.

Übersicht Netz

Was ist die U9 und wann wird sie eröffnet?

Die U9 ist eine geplante 10,5 km lange Entlastungsstrecke, die die gemeinsame Stammstrecke von U3 und U6 auflösen soll. Neue Bahnhöfe sind unter anderem am Elisabethplatz, an den Pinakotheken, am Hauptbahnhof (viergleisig), am Esperantoplatz sowie ein doppelstöckiger Bahnhof Impler-/Poccistraße geplant. Die U9 soll als erste Münchner U-Bahn-Linie automatisiert betrieben werden. Eine Fertigstellung wird nicht vor Ende der 2030er Jahre erwartet. Im Februar 2024 begann die Vorplanung des Südabschnitts.

Projekt U9 im Detail

Was ist eine Stammstrecke und warum gibt es sie in München?

Im Münchner U-Bahn-Netz teilen sich jeweils zwei Linien einen gemeinsamen Innenstadtabschnitt: U3 und U6 zwischen Münchner Freiheit und Implerstraße, U1 und U2 zwischen Hauptbahnhof und Kolumbusplatz sowie U4 und U5 zwischen Westendstraße und Max-Weber-Platz. Diese Stammstrecken ermöglichen einen dichteren Takt in der Innenstadt, da sich die Fahrpläne der beiden Linien gegenseitig ergänzen. Ein Nachteil ist, dass Verspätungen einer Linie die andere beeinflussen können.

Netz & Stammstreckenkonzept

Welche U-Bahnhöfe liegen oberirdisch?

Das Münchner U-Bahn-Netz verläuft fast vollständig unterirdisch. Es gibt nur zwei Ausnahmen: Im Süden kommt die U5 am Endbahnhof Neuperlach Süd an die Oberfläche, wo sie sich sogar einen Bahnsteig mit der S-Bahn-Linie S5 teilt. Im Norden liegt die U6 zwischen Studentenstadt und Garching-Hochbrück oberirdisch; im Stadtgebiet von Garching taucht sie für die beiden dortigen Bahnhöfe nochmals ab und kommt im unbebauten Gebiet dazwischen erneut an die Oberfläche.

Übersicht Netz

Wie wird ein U-Bahn-Tunnel gebaut?

In München kamen und kommen im Wesentlichen drei Bauweisen zum Einsatz: Bei der offenen Bauweise wird eine Baugrube ausgehoben und der Tunnel darin errichtet. Bei der Deckelbauweise wird zunächst der Tunneldeckel hergestellt, sodass der Verkehr an der Oberfläche schnell wieder rollen kann, während darunter ausgehoben wird – so entsteht aktuell etwa der Tunnel der U5-Verlängerung nach Pasing. In größerer Tiefe oder unter Bebauung wird bergmännisch vorgetrieben, heute meist mit Tunnelbohrmaschinen im Schildvortrieb.

Baustellenreport

Wird das Münchner U-Bahn-Netz aktuell ausgebaut?

Ja. Aktuell im Bau ist die Verlängerung der U6 von Klinikum Großhadern nach Martinsried (Gemeinde Planegg), für die im Februar 2023 der Spatenstich stattfand. Ebenfalls im Bau ist die Verlängerung der U5 vom Laimer Platz nach Pasing. Langfristig ist außerdem der Bau der U9 geplant, deren Fertigstellung frühestens Ende der 2030er Jahre erwartet wird.

Weitere Ausbaupläne

Wo liegen die Bahnhöfe am dichtesten beieinander – und am weitesten auseinander?

Der kürzeste Abstand zwischen zwei Bahnhöfen beträgt nur 513 Meter und liegt zwischen Josephsplatz und Theresienstraße auf der U2 in der dicht bebauten Maxvorstadt. Der mit Abstand längste Stationsabstand ist die 4,1 Kilometer lange oberirdische Fahrt der U6 zwischen Fröttmaning und Garching-Hochbrück, die über die Stadtgrenze hinausführt.

Alle Stationsabstände