U4-Verlängerung nach Englschalking

Die rund 3 Kilometer lange Verlängerung der U4 vom bisherigen Endbahnhof Arabellapark nach Osten über Cosimapark bis zum S-Bahnhof Englschalking ist seit Jahren Bestandteil der Münchner U-Bahn-Planung. Im Zusammenhang mit der städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme SEM-Ost und der Bebauung des Münchner Nordostens gewinnt sie an Bedeutung. Das Entwicklungsgebiet umfasst über 600 Hektar und soll langfristig bis zu 30.000 neue Einwohner aufnehmen. Im Falle einer Olympia-Bewerbung Münchens könnte hier auch das Olympische Dorf entstehen.

Stationskonzept

Schematische Planung der U4-Verlängerung zwischen Englschalking (oben links) und Riem (unten rechts)
U4-Verlängerung durch die SEM-Ost

Wahrscheinlichste Variante ist eine Führung mit einem Unterwegsbahnhof Cosimapark (Cosimapark) bis zum S-Bahn-Anschluss am Bahnhof Englschalking. Der ursprünglich ebenfalls diskutierte Halt Fideliopark wurde zurückgestellt. Über Englschalking hinaus ist ein weiterer Bahnhof mit dem Arbeitstitel Pellegrinistraße sowie eine Abstell- und Wendeanlage geplant. Eine alternative Tramanbindung des Gebietes sowie der Verzicht auf einen Unterwegshalt werden weiterhin diskutiert.

Abhängigkeiten und weiterer Verlauf

Die Planung steht in enger Abhängigkeit vom geplanten viergleisigen Ausbau der S8 zwischen Daglfing und Johanneskirchen: Die noch offene Frage, ob dieser Ausbau oberirdisch oder unterirdisch erfolgt, beeinflusst direkt die Lage und Gestalt des künftigen U-Bahnhofs Englschalking.

Für den weiteren Verlauf der U4 wird im Rahmen der SEM-Planung diskutiert, über einen Zwischenhalt den S-Bahnhof Riem (S2) zu erreichen und von dort die Strecke weiter zum Messegelände zu verlängern. Hierfür ist ein Zeithorizont bis 2040 denkbar, aktuell aber noch nicht genauer absehbar. Ein möglicher Olympia-Zuschlag würde diese Planung vermutlich deutlich beschleunigen.