U-Bahn München Blog

2. Juli 2020

MVG bestellt weitere 22 Züge des Typs C2

Autor: Florian Schütz — Abgelegt unter: Fahrzeuge,Technik — 21:31

Die Erneuerung der Münchner U-Bahn-Flotte wird konsequent fortgesetzt: aus der zweiten Option der ursprünglichen C2-Bestellung werden bei Siemens weitere 22 Züge des Typs C2 abgerufen. Die neuen Fahrzeuge lösen zwischen 2022 und 2024 alte Züge vom Typ A ab.

C2-Zug Präsentation im U-Bahnhof Georg-Brauchle-Ring Vorstellung 2014Die 22 neuen C2-Züge ergänzen die bereits 2014 vorgestellten und seit 2016 betriebenen 21 C2-Züge aus dem Hauptauftrag von 2010 sowie die 24 Züge aus der ersten Option, die derzeit ausgeliefert und sukzessive in Betrieb genommen werden. Sechs Fahrzeuge aus der aktuellen Lieferung werden bereits auf der U3 und U6 eingesetzt, künftig sollen die Züge auch auf der U2 eingesetzt werden.

Durch den Abruf der zweiten Option erhöht sich die Gesamtzahl der modernen C2-Züge im MVG-Netz bis 2024 auf insgesamt 67. Das Auftragsvolumen für die Nachbestellung beläuft sich auf mehr als 200 Millionen Euro.

C2-Zug 702 bei der Einfahrt zum U-Bahnhof Studentenstadt

In den C2-Zügen profitieren die Fahrgäste der MVG von etwa zehn Prozent mehr Platz als in den Altfahrzeugen. Sie fassen rund 940 Fahrgäste (220 Sitzplätze). Wie die bereits vorhandenen C2-Züge werden auch die nachbestellten Fahrzeuge komplett durchgängig und mit Fahrgast-TV und Videoüberwachung ausgestattet sein. Jeder Zug hat 4.500 PS.

Sabrina Soussan, CEO Siemens Mobility:

„Wir sind stolz, dass die Stadtwerke München und die Münchner Verkehrsgesellschaft sich entschlossen haben die zweite und letzte Option dieses Großauftrags abzurufen. Einschließlich dieser Züge haben wir dann insgesamt 67 Züge mit 402 Wagen an die Stadtwerke München geliefert. Die neuen C2-Züge tragen zu einer nachhaltigen Wertsteigerung über den gesamten Lebenszyklus und zu verbessertem Fahrgastkomfort bei. Damit sind wir an der Entwicklung des öffentlichen Nahverkehrs in unserer Heimatstadt maßgeblich beteiligt.“

Maria Els, Regierungspräsidentin von Oberbayern:
C-Zug 714 im U-Bahnhof Fröttmaning

„Die Technische Aufsichtsbehörde der Regierung von Oberbayern wird die Zulassung der neuen Münchner U-Bahnzüge in bewährter Weise konstruktiv begleiten. Durch die Nachbestellung eines bereits vorhandenen Zugtyps ist das Zulassungsverfahren zügig durchführbar. Ich freue mich, dass wir gemeinsam mit Siemens, den SWM und der MVG erneut einen wichtigen Beitrag für die Verkehrswende leisten.“

Ingo Wortmann, MVG-Chef und SWM Geschäftsführer Mobilität:

„Mit den neuen C2-Zügen setzen wir die Verjüngung unserer U-Bahn-Flotte konsequent fort. Für unsere Fahrgäste bedeutet das vor allem mehr Platz und mehr Komfort. Über die nächsten zehn Jahre wollen wir alle alten A- und B-Wagen ausmustern und unsere U-Bahn künftig ausnahmslos mit modernen Hochleistungszügen betreiben. Damit bringen wir bereits ohne weitere Taktverdichtungen rund 5.000 Plätze mehr auf die Schiene.“

Quelle:

MVG Pressemeldung vom 2. Juli 2020

6. Mai 2020

Zweite C2-Serie darf in den Fahrgastbetrieb

Autor: Frederik Buchleitner — Abgelegt unter: Fahrzeuge — 11:08

Am gestrigen Dienstag, den 5. Mai 2020 genehmigte die Technische Aufsichtsbehörde (TAB) der Regierung von Oberbayern den Einsatz zusätzlicher U-Bahnen. Die insgesamt 24 zusätzlichen Garnituren der Serie C 2.12 riefen die Stadtwerke im Jahr 2016 aus bestehenden Optionen bei Siemens Mobility ab, der erste sechsteilige Zug 722 traf im Juni 2019 in München ein. Ab Donnerstag soll Zug 722 in den Einsatz auf der Linie U6, drei weitere Züge (723-725) sollen in den nächsten Tagen folgen.

C2 (Inbetriebnahme 2020) neben dem dienstältesten A-Wagen (Inbetriebnahme 1970).

Die ersten vier Fahrzeuge sind nun eigentlich pünktlich zur Erweiterung des ganztägigen Fünf-Minuten-Takts auf dem Nordast der Linie U2 nach Feldmoching und auf der Linie U5 unbefristet freigegeben worden, beide Taktverdichtungen verschob die MVG aufgrund der Corona-Pandemie bis zum Fahrplanwechsel im Dezember. Dann soll der Fünf-Minuten-Takt, der perspektivisch tagsüber auf allen Münchner U-Bahnlinien gelten soll, auch auf die Teile der Linie U6 auf Münchner Stadtgebiet ausgedehnt werden. Zudem ist mit den zusätzlichen Zügen der von Garching bestellte Fünf-Minuten-Takt in der Hauptverkehrszeit möglich. Entgegen der Ankündigung der MVG zur Auslieferung des ersten Zugs der neuen Serie im Juni 2019, sollen 13 statt nur sechs Züge die Flotte vergrößern und die restlichen elf Züge bis 2022 alte Doppeltriebwagen der A-Serie entbehrlich machen.

Auch wenn die MVG den ersten Zug der C2-Serie schon im Frühjahr 2014 präsentierte und dann (erst) ab Sommer 2016 in den Fahrgastbetrieb schicken durfte, ist ihr Einsatz derzeit immer noch auf die Linien U3 und U6 beschränkt.
Die MVG erwartet im Laufe des Jahre die Freigabe auch auf der Strecke der Linie U2.

3. November 2019

Sendlinger Tor: der Umbau nimmt Gestalt an

Autor: Florian Schütz — Abgelegt unter: Störungen und Bauarbeiten,U-Bahnhöfe — 20:10

Seit dem Jahr 2017 wird der U-Bahnhof am Sendlinger Tor umgebaut und erweitert. Bisher waren für Fahrgäste der U-Bahn und alle, die gleich mit welchem Verkehrsmittel irgendwie am Sendlinger Tor vorbei mussten, primär die Einschränkungen und Baustellenflächen sichtbar. Allmählich ändert sich das.

Zugzielanzeiger am Sendlinger Tor: Pendelbetrieb wegen Bauarbeiten Seit einigen Tagen kann man bereits am Bahnsteig der U1/U2 in Richtung Kolumbusplatz sehen, dass hier der Durchbruch zum neuen Zugangsbauwerk in der Sonnenstraße nicht mehr von einer Rigipswand verborgen ist. Der Rohbau dahinter ist mittlerweile fertiggestellt, die vereisten Erdschichten 10 Meter unterhalb des Grundwasserspiegels abgetaut und die dicken Betonwände zum bisherigen Bahnsteig durchgebrochen. Mit dem Einbau der Fahrtreppen und des weiteren Innenausbaus beginnen in den kommenden Tagen die letzten Arbeiten an diesem Bauabschnitt. Hier führen künftig Fahr- und Festtreppen sowie ein Aufzug ins heute schon bestehende Zwischengeschoss des Bahnhofs.

Sendlinger Tor: neues Zugangsbauwerk Sonnenstraße, Blick Richtung Gleis 1 Sendlinger Tor: neues Zugangsbauwerk Sonnenstraße, Blick Richtung Gleis 2 Sendlinger Tor: neues Zugangsbauwerk Sonnenstraße Sendlinger Tor: neues Zugangsbauwerk Sonnenstraße

Das ist auch gut so, da ab Frühjahr der Zentralbereich zwischen U3/U6 und U1/U2 zum Teil gesperrt wird, damit hier mit den Hauptarbeiten begonnen werden kann. Ab dann wird das neue, nördlicher gelegene, Zugangsbauwerk auch dringend benötigt: Umsteiger von der unteren Ebene (U1/U2/U7/U8) zur oberen Ebene (U3/U6) müssen dann den Umweg über das Sperrengeschoss nehmen, da die heutigen Verbindungstreppen zwischen den Bahnsteigen dann zum Teil rückgebaut werden, um den „Treppendreh“ beginnen zu können. In umgekehrter Richtung (von U3/U6 zur U1/U2/U7/U8) wird das zunächst weiter möglich sein.
Die Betriebsräume unterhalb und hinter den Rolltreppen wurden zwischenzeitlich schon nahezu komplett zurückgebaut, um hier künftig deutlich mehr Platz für die steigenden Fahrgastmengen zur Verfügung zu haben. Aktuell wird dieser Bereich noch von einer Wand vom Rest des Querbahnsteiges getrennt, diese wird im kommenden Jahr aber fallen.

Sendlinger Tor: neuer Bahnsteigbelag wird verlegt Im Bereich des Bahnsteigs der U3 und U6 wurde an diesem Wochenende begonnen, den neuen Bodenbelag aus spanischem Granit aufzubringen. Die großen Granitplatten müssen in Millimeterarbeit verlegt werden, da die Bahnsteige eine leichte Wölbung aufweisen. Zudem werden die Bahnsteige künftig 5 Zentimeter höher sein, was ein barrierefreies Einsteigen in die U-Bahnen ermöglicht und temporär angebrachte Rampen an den Bahnsteigenden überflüssig macht. Insgesamt werden 6700 Quadratmeter neuer Bodenbelag im gesamten U-Bahnhof verlegt, auch alle Wandflächen (insgesamt etwa 4700 Quadratmeter) werden neu verkleidet.

Sendlinger Tor: Bauarbeiten und eingleisiger Pendelbetrieb Aktuell stellen sich die Bahnsteigebenen eher in „urbanem Beton-Brutalismus“ dar, nachdem alle bisherigen Wandverkleidungen nach und nach entfernt wurden. Nach Abschluss der Bauarbeiten wird das vom Architekturbüro Raupach und Bohn entworfene Design die untere Ebene wie bisher auch in gelbem Farbgewand erstrahlen lassen, die U3/U6-Ebene in Blau. Das Lichtkonzept stammt vom kürzlich verstorbenen Münchner Lichtdesigner Ingo Maurer, der auch an anderen Bahnhöfen wie Münchner Freiheit und Westfriedhof die Lichtgestaltung entworfen hat.

Der ursprünglich geplante Fertigstellungstermin aller Bauarbeiten Ende 2022 scheint indes nicht mehr haltbar. Bei den bisherigen Arbeiten sind die Bauarbeiter auf Relikte aus den U-Bahn-Bauarbeiten der 1960er und 1970er Jahre gestoßen: Metallverankerungen der alten U-Bahn-Bauwerke und andere, in den Plänen nicht verzeichnete Altlasten haben zu einer Bauverzögerung um einige Monate geführt, die aufgrund der zahlreichen Abhängigkeiten eines Baus im Bestand nicht mehr ausgeglichen können, wie Bauleiter Christoph Schaller berichten musste.

17. Juni 2019

C2: Auslieferung der zweiten Bauserie beginnt

Autor: Florian Schütz — Abgelegt unter: Betrieb,Fahrzeuge — 19:41

Die erste von insgesamt 24 neuen U-Bahnen für München ist da: Siemens hat den Zug vom Typ C2 mit der Wagennummer 722 in der vergangenen Woche in die Technische Basis der U-Bahn in Fröttmaning überführt. Dort wird der Zug nun betriebsbereit gemacht, umfangreichen Tests unterzogen und schließlich zugelassen. Er soll Anfang 2020 in Betrieb gehen.

MVG-Chef Ingo Wortmann und Sabrina Soussan, Geschäftsführerin Siemens Mobility mit dem ersten C2-Zug der neuen Lieferung Die 23 weiteren C2-Züge werden nach heutiger Planung zwischen Herbst 2019 und Anfang 2022 ausgeliefert. Sie sollen ab Frühjahr 2020 nach und nach im Fahrgastbetrieb auf der U3/U6 sowie bis dann auch auf der U2 eingesetzt werden. Die Stadtwerke München haben die neuen Züge bei Siemens Mobility im Jahr 2016 aus bestehenden Optionen abgerufen. Die Investitionskosten liegen bei über 250 Millionen Euro. Bisher betreibt die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) 21 U-Bahnen vom Typ C2 der ersten Generation, die bisher nur auf den Linien U3 und U6 verkehren.

Die Züge werden im Wiener Siemens-Mobility-Werk gebaut. Von dort kommt ein Teil der Fahrzeuge in das herstellereigene Prüf- und Validationcenter Wegberg-Wildenrath in Nordrhein-Westfalen, wo sie ein umfangreiches Testprogramm durchlaufen. Anschließend erfolgt die Überführung nach München. 18 der 24 neuen Züge werden ältere Fahrzeuge ersetzen, sechs vergrößern die Flotte und ermöglichen damit auch Angebotsverbesserungen. Die C2-Züge bieten rund 940 Fahrgästen Platz. Das entspricht einer Steigerung von knapp zehn Prozent gegenüber den Altfahrzeugen vom Typ A und B.

„Wir sind zuversichtlich, dass die ersten neuen Züge Anfang 2020 zugelassen werden können, weil sie sich nur unwesentlich von den bereits im Einsatz befindlichen Bahnen unterscheiden“, so Ingo Wortmann, Vorsitzender der Geschäftsführung der MVG und SWM Geschäftsführer Mobilität. „Erfahrungen aus dem Betrieb der 21 Züge der ersten C2-Generation und die daraus resultierenden technischen Optimierungen wurden bei den 24 neuen Fahrzeugen von Lieferanten Siemens berücksichtigt. Wir setzen daher darauf, dass sich die 24 neuen Münchner von Anfang an gut im Fahrgastbetrieb bewähren.“

Quelle: MVG Pressemeldung

14. Juni 2018

C2-Fahrgasteinsatz jetzt auch auf der U3

Autor: Frederik Buchleitner — Abgelegt unter: Betrieb,Fahrzeuge — 21:49

C2-Zug 716 am ersten offziellen Betriebstag auf der U3 Lange versprochen, viel länger hat es dann doch gedauert: Seit heute werden auf der U-Bahnlinie U3 auch Züge des Typs C 2.11 eingesetzt. Zwischenzeitlich werden – seit dem ersten Linieneinsatz im Juni 2016 – auf der U6 häufig mehr als die Hälfte aller Kurse mit der modernsten Münchner U-Bahngeneration besetzt. Von 16 gelieferten Zügen befinden sich 14 im Einsatz. Im Siemens-Werk in Wien läuft aktuell bereits die Rohbau-Fertigung der nächsten Serie auf Hochtouren, insgesamt 24 Garnituren werden ab 2019 in München erwartet.

Am ersten Betriebstag auf der U3 war lediglich die Garnitur 716 auf der neu zugelassenen Strecke unterwegs. Am Nachmittag fuhr er auf einem Verstärkerkurs bis Olympiazentrum, abends wurde er dann auch weiter bis Moosach eingesetzt, hier stadteinwärts am Oberwiesenfeld.

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