Münchner U-Bahn-Blog

8. Dezember 2016

U3/U6: Behinderungen im Spätverkehr im Bahnhof Poccistraße

Autor: Florian Schütz — Abgelegt unter: Störungen und Bauarbeiten — 19:33

Wegen Bauarbeiten durchfahren die Züge der Linien U3 und U6 die Station Poccistraße am Montag, 12. Dezember sowie am Dienstag, 13. Dezember, jeweils ab ca. 22 Uhr ohne Halt. Dann können Fahrgäste dort also weder ein- noch aussteigen.

Ersatzweise richtet die MVG einen Schienenersatzverkehr (SEV) mit Bussen ein. Diese pendeln zwischen den Bahnhöfen Goetheplatz und Poccistraße und bedienen auch die Haltestellen Kapuzinerplatz und Tumblingerstraße. Alternativ können Fahrgäste zwischen Sendlinger Tor und Poccistraße den MetroBus 62 nutzen.

Poccistraße Durch die Bauarbeiten steht zwischen Goetheplatz und Implerstraße für den U-Bahnbetrieb nur ein Gleis zur Verfügung; dieses müssen sich beide Linien in alle Richtungen teilen. Daher kommt es nach 22 Uhr zusätzlich zu folgenden Einschränkungen beim Angebot:

Die U3 fährt auf ihrem gesamten Linienweg (Münchner FreiheitFürstenried West) nur alle 20 Minuten.
Die U6 verkehrt zwischen Goetheplatz und Klinikum Großhadern ebenfalls nur alle 20 Minuten. Zwischen Goetheplatz und Garching-Forschungszentrum bzw. Fröttmaning bleibt das Angebot unverändert.

Auch an den Bahnhöfen Harras, Implerstraße und Goetheplatz fahren die Züge teilweise von anderen Gleisen als gewohnt ab. Fahrgäste werden gebeten, die Zielanzeigen zu beachten!

Poccistraße Grund für die Einschränkungen sind Bauarbeiten auf dem Bahnsteig der U-Bahnstation. Am U-Bahnhof Poccistraße müssen an insgesamt vier Gewölben im Bahnsteigbereich Stützkonstruktionen eingebaut werden, da sich die Bahnsteigdecke um ein bisher nach Expertenaussage unbedenkliches Maß abgesenkt hat. Am 12./13. Dezember erfolgt der Einbau am ersten Gewölbe. Die Arbeiten an den anderen drei Stellen sind für Anfang 2017 geplant. Dann werden erneut Einschränkungen im Spätverkehr beider Linien erforderlich sein.

Hintergrund

Der Bahnhof wurde nachträglich zwischen den bereits bestehenden und in Betrieb befindlichen Tunneln eingebaut und am 28. Mai 1978, also knapp drei Jahre nach dem Rest der Strecke, eröffnet. Er konnte nicht sofort beim Bau der Strecke mitgebaut werden, da dort ursprünglich eine Stadtautobahn vorgesehen war1, deren Planung aber verworfen wurde, nachdem man sich im München vom verstärkten Straßenausbau verabschiedet hatte.
Der Endausbau des Bahnhofs musste daher unter laufendem Betrieb der U3 und U6 erfolgen, die mit verminderter Geschwindigkeit den Baustellenbereich passierten.

U-Bahnhof Poccistraße Der Bahnhof ist stark von den tragenden Säulen geprägt, die in zwei Reihen über den ganzen Bahnsteig gezogen sind und mit gelb-orangen Mosaikfliesen verkleidet sind. Dazwischen erhebt sich quer zur Fahrrichtung jeweils ein Gewölbe über dem Bahnsteigbereich. Auch die Lichtbänder sind quer zur Fahrtrichtung angebracht. Den Bahnsteigtunneln sieht man ihren Ursprung als normale Schildvortriebstunnel anhand der Form deutlich an.

Weitere Informationen

www.mvg.de/dienste/betriebsaenderungen.html

Quelle: Pressemeldung der MVG

17. November 2016

Jetzt auch auf Instagram

Autor: Florian Schütz — Abgelegt unter: Über muenchnerubahn.de — 19:39

Nachdem es diese Website seit über 10 Jahren gibt und seit einiger Zeit auch auf Facebook und Twitter aktuelle Infos verfügbar sind, gibt es seit 16. November auch eine Präsenz auf Instagram: www.instagram.com/muenchnerubahn

Dort wird es eine Auswahl der schönsten Bilder aus der Münchner U-Bahn, aktuelle Infos und ab und an auch mal den Blick über den Tellerrand geben.

Schaut daher gerne mal auf Instagram vorbei, hier schon mal ein paar Impressionen:

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4. November 2016

C2-Fahrgasteinsatz bis Großhadern

Autor: Frederik Buchleitner — Abgelegt unter: Fahrzeuge — 23:11

Mit der Genehmigung für den Fahrgastbetrieb der C2-Züge auf der gesamten Strecke der Linie U6 konnte heute ein wichtiger Meilenstein erreicht werden. Die derzeit drei üblicherweise eingesetzten Züge 701, 702 und 713 sind seit dem heutigen Freitagnachmittag im Planbetrieb zwischen Garching-Forschungszentrum und Klinikum Großhadern im Einsatz.

Erster Fahrgasteinsatz im Stadtzentrum: C2-Zug 713 erreicht auf der Fahrt nach Garching den U-Bahnhof Sendlinger Tor (Bild: Frederik Buchleitner)
Erster Fahrgasteinsatz im Stadtzentrum: C2-Zug 713 erreicht auf der Fahrt nach Garching den U-Bahnhof Sendlinger Tor (Bild: Frederik Buchleitner)

Im August konnte bereits das erste Teilstück südlich des Kieferngartens bis zur Münchner Freiheit zugelassen werden. Seit heute können die Züge nun fahrplanmäßig auf normalen Kursen eingesetzt werden, der Probebetrieb zwischen den Kursen ist damit beendet. Der neue MVG-Geschäftsführer Ingo Wortmann hat bei seiner Vorstellung bereits angekündigt, alle Kräfte auf eine möglichst rasche Zulassung der C2-Züge zu setzen, um insbesondere aufgrund des erhöhten Fahrzeugbedarfs im Rahmen der U3-Sperrung die neuen Züge endlich auch im regulären Betrieb einsetzen zu können. Nun steht neben der Zulassung für weitere Linien an vorderster Stelle natürlich die Anlieferung und die Zulassung weiterer Garnituren.

C2-Zug 701 fährt in den U-Bahnhof Marienplatz (Bild: Frederik Buchleitner)
C2-Zug 701 fährt in den U-Bahnhof Marienplatz (Bild: Frederik Buchleitner)

C2-Zug 713 an der Implerstraße auf der Fahrt nach Großhadern (Bild: Frederik Buchleitner)
C2-Zug 713 an der Implerstraße auf der Fahrt nach Großhadern (Bild: Frederik Buchleitner)

C2-Zug 701 am Sendlinger Tor (Bild: Frederik Buchleitner)
C2-Zug 701 am Sendlinger Tor (Bild: Frederik Buchleitner)

19. Juni 2015

Neuer U-Bahnbetriebshof in Neuperlach geplant

Autor: Frederik Buchleitner — Abgelegt unter: Betrieb,Störungen und Bauarbeiten — 20:14

Die SWM/MVG planen die U-Bahn-Abstellanlage Neuperlach Süd zu einem eigenständigen Betriebshof zu erweitern. Bis Mitte Juli läuft aktuell eine EU-weite Ausschreibung der Projektsteuerung; die Bauzeit ist zwischen 2019 und 2022 terminiert.

B-Wagen 506 in der Betriebsanlage Süd B-Wagen in der heutigenDie Ausschreibung sieht vor, eine dreigleisige Werkstatthalle zu bauen, welche künftig auch um ein zusätzliches Gleis erweiterbar bleiben soll; auch eine Waschanlage zur Außenreinigung ist geplant. Dazu soll eine Fläche jenseits der Arnold-Sommerfeld-Straße genutzt werden, an der heute die Abstellanlage Neuperlach Süd endet.

Desweiteren ist auch ein Verwaltungs- und Sozialtrakt mit Büros, Aufenthaltsräumen und Umkleiden vorgesehen. 
Auf dem Betriebshof sollen bis zu 180 Wagen abgestellt werden können; das ergibt eine Gesamtgleislänge von etwa neun Kilometern, die von einem neu zu bauenden Stellwerk überwacht und gesteuert werden. 
Auch ein Gleisbauhof mit Ladegleis, Lagerfläche und einem Portalkran ist geplant. Ein etwa 900 Meter langes Bremsgleis für Probe- und Abnahmefahrten soll auch zum Betriebshof gehören.

Im Rahmen der Bauarbeiten sollen auch zwei Bahnübergänge im Umfeld beseitigt und durch Brücken ersetzt werden.

Quellen

1. Februar 2015

Vor 50 Jahren: Baustart für die Münchner U-Bahn

Autor: Frederik Buchleitner — Abgelegt unter: Geschichte — 23:10

Heute vor 50 Jahren begann in München der U-Bahnbau. Ohne den Bau der U-Bahn wäre München heute sicherlich im Verkehrschaos erstickt. Über 380 Millionen Fahrgäste transportieren die acht Linien derzeit jährlich.

Vor exakt 50 Jahren erfolgte der Rammstoß am heutigen U-Bahnhof Nordfriedhof. Der damalige Oberbürgermeister Hans-Jochen Vogel begleitet das Ereignis (Archiv: FMTM e.V.)

Vor exakt 50 Jahren erfolgte der Rammstoß am heutigen U-Bahnhof Nordfriedhof. Der damalige Oberbürgermeister Hans-Jochen Vogel begleitet das Ereignis (Archiv: FMTM e.V.)

Am 1. Februar 1965 setzten der damalige Oberbürgermeister Hans-Jochen Vogel und der bayerische Ministerpräsident Alfons Goppel den ersten Spatenstich am U-Bahnhof Schenkendorfstraße, heute Nordfriedhof. Die Vergabe der Olympischen Sommerspiele 1972 nach München gaben den Bautätigkeiten noch einen zusätzlichen Schub. Bereits ab 1967 fanden zwischen Studentenstadt und Alte Heide die ersten Probefahrten statt, bevor am 19. Oktober 1971 die U6 zwischen Kieferngarten und Goetheplatz feierlich eröffnet wurde.

Im Juli 1965 wird an der Kreuzung Ungerer-/Schenkendorfstraße schon kräftig gebaut. Die Trambahn wird über eine provisorische Trasse zum Betriebshof 4 und weiter zur Johann-Fichte-Straße umgeleitet (Archiv: FMTM e.V.)

Im Juli 1965 wird an der Kreuzung Ungerer-/Schenkendorfstraße schon kräftig gebaut. Die Trambahn wird über eine provisorische Trasse zum Betriebshof 4 und weiter zur Johann-Fichte-Straße umgeleitet (Archiv: FMTM e.V.)

Im März 1966 laufen die Bauarbeiten an der Schenkendorfstraße bereits auf Hochtouren. Immerhin sollte bereits eineinhalb Jahre später der erste öffentliche Probebetrieb starten. Wir sehen den M5-Wagen 977 auf der Fahrt zur nahegelegenen Schleife am Nordfriedhof (Bild: Peter Wagner/Archiv: FMTM e.V.)

Im März 1966 laufen die Bauarbeiten an der Schenkendorfstraße bereits auf Hochtouren. Immerhin sollte bereits eineinhalb Jahre später der erste öffentliche Probebetrieb starten. Wir sehen den M5-Wagen 977 auf der Fahrt zur nahegelegenen Schleife am Nordfriedhof (Bild: Peter Wagner/Archiv: FMTM e.V.)

Ideen für die Einrichtung einer U-Bahn gab es bereits Anfang des 20. Jahrhunderts, diese gingen jedoch nie über das Planungsstadium hinaus.
1935 verlieh das NS-Regime München den Titel ‚Hauptstadt der Bewegung‘; gleichzeitig wurden Pläne geschmiedet die ‚antiquierte‘ Trambahn durch S-Bahnen zu ersetzen. Drei Jahre später erfolgte in der Lindwurmstraße der erste Spatenstich. Der Zweite Weltkrieg machte den Plänen einen Strich durch die Rechnung und der Tunnel verfiel in einen Dornröschenschlaf. Dieses Tunnelstück ist heute ein Strekenabschnitt der U-Bahn-Linien U3/6.
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden die Planungen wieder aufgenommen, allerdings entbrannte ein Streit darüber ob die Bundesbahn (S-Bahn) oder die Stadt München (U-Bahn) die sogenannte ‚klassische Trasse‘ zwischen Haupt- und Ostbahnhof bauen und betreiben darf. Nachdem sich abzeichnete, dass eine Tarifgemeinschaft (MVV) gegründet wird, wurde diese Strecke an die Bahn abgegeben.

Rechtzeitig zu den XX. Olympischen Sommerspielen kam im Mai 1972 die U3 zum Olympiazentrum hinzu. 1980 wurde die zweite U-Bahn-Stammstrecke der U1/8 eröffnet. Die U8 wurde später in U2 umbenannt. 1984 gesellten sich die Ost-West-Linien U5/9 und damit die dritte Stammstrecke hinzu. Noch vor der Eröffnung der geplanten U9 wurde sie in U4 umbenannt; somit waren alle Liniennummern zwischen U1 und U6 vergeben.
Das U-Bahnnetz dehnte sich nach und nach weiter aus; 1995 wurde die Stadtgrenze überquert und die Stadt Garching erhielt Anschluss ans Netz. Mit der Verlängerung der U3 vom Olympia-Einkaufszentrum nach Moosach wurde der U-Bahn-Bau vorläufig abgeschlossen.

Aktuell besitzt das 95 Kilometer lange Netz genau 100 Bahnhöfe; 564 U-Bahn-Wagen sind auf acht U-Bahnlinien unterwegs. Zuwachs bekommt der Wagenpark derzeit durch 21 neue Züge des Typs C2, welche sich allerdings noch in der Zulassung und Inbetriebnahme befinden. Neben den Verlängerungen nach Pasing (U5) und Martinsried (U6) gibt es Pläne für eine als U9 bezeichnete ‚Innenstadtspange‘.
Oberbürgermeister Dieter Reiter dazu: “Ohne die U-Bahn würde München nicht funktionieren. Sie bildet heute das Rückgrat unseres Verkehrssystems. Der weitere Ausbau hat daher für die Stadt oberste Priorität.

Am 19. Oktober 1968 durften die Münchnerinnen und Münchner erstmals die neue U-Bahn 'beschnuppern' (Archiv: FMTM e.V.)

Am 19. Oktober 1968 durften die Münchnerinnen und Münchner erstmals die neue U-Bahn ‚beschnuppern‘ (Archiv: FMTM e.V.)

Im Pendelbetrieb fuhr der erste Langzug, bestehend aus den Wagennummern 6001a+b/6002a+b/6003a+b (später 6091/7091/6092/7092/6093/7093) zwischen Nordfriedhof und Studentenstadt (Archiv: FMTM e.V.)

Im Pendelbetrieb fuhr der erste Langzug, bestehend aus den Wagennummern 6001a+b/6002a+b/6003a+b (später 6091/7091/6092/7092/6093/7093) zwischen Nordfriedhof und Studentenstadt (Archiv: FMTM e.V.)

Noch heute erinnert an der Oberfläche des U-Bahnhofs Nordfriedhof ein Denkmal an den Baubeginn

Noch heute erinnert an der Oberfläche des U-Bahnhofs Nordfriedhof ein Denkmal an den Baubeginn (Bild: Frederik Buchleitner)

Auf Youtube findet sich ein hochinteressanter Film aus der Bauzeit der Münchner U-Bahn.


Mit freundlicher Unterstützung von Tramreport.de und den Freunden des Münchner Trambahnmuseums e.V.

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