U-Bahn München Blog

14. April 2017

U3-Baustelle endet – genereller Sanierungsbedarf steigt

Autor: Florian Schütz — Abgelegt unter: Netz,Störungen und Bauarbeiten — 09:49

Über Ostern wird die Gleiserneuerung auf der seit Ende Oktober gesperrten U3 zwischen Scheidplatz und Münchner Freiheit abgeschlossen. Ab Dienstag, 18. April wird die U3 damit wieder auf ihrem angestammten Linienweg zwischen Moosach und Fürstenried West verkehren. Allerdings werden größere Baumaßnahmen in den kommenden Jahren häufiger werden.

U3-Tunnel am Bonner Platz nach der Sanierung 2017 Bis zum Ende der Osterferien werden die Züge der U3 allerdings auch nach Aufhebung der Sperrung den sanierte Tunnelabschnitt zunächst noch mit einer Maximalgeschwindigkeit von 50 km/h statt der sonst üblichen 80 km/h befahren, um Setzungen an den neu verlegten Gleisen Rechnung zu tragen. Dadurch können geringe Verspätungen auftreten, weswegen die MVG dazu rät, bei knappen Übergängen vorsichtshalber eine U3 vorher zu nehmen.

Insgesamt wurden bei der gut fünf Monate dauernden Baustelle etwa 7.500 Tonnen Schotter, 3.330 Gleisschwellen und 9 Kilometer Schienen ausgetauscht. Das Gleisbett wurde dazu bis auf die Betonschalen der Tunnel zunächst entfernt und gegen neue Komponenten getauscht.

Mehr Sanierungsbedarf in den kommenden Jahren

Schienenschleifzug der Firma Speno bei der Arbeit Da die ältesten Teile des Münchner U-Bahn-Netzes mittlerweile etwa 45 Jahre im Dauerbetrieb befahren werden, wird in den nächsten Jahren der Sanierungsbedarf weiter steigen. Wurden bisher vor allem in der nächtlichen Betriebsruhe oft bis zu 20 Einzelbau- und Instandhaltungsmaßnahmen durchgeführt, muss in den nächsten Jahren verstärkt mit Einschränkungen auch außerhalb der nächtlichen Stunden gerechnet werden. Vor allem die Weichenanlagen auf der U3 und U6 werden hierbei im Fokus stehen.

Am Kieferngarten werden ab Ende Mai sieben Weichen getauscht, weitere sieben Weichen stehen im Betriebshof Fröttmaning zum Wechsel an. Aus diesem Grund wird es auf der nördlichen U6 zeitweise zu Einschränkungen kommen:

  • Samstag, 27. Mai bis Freitag, 16. Juni: Der Bahnhof Fröttmaning wird montags bis freitags zu den Hauptverkehrszeiten nur alle 10 Minuten bedient. Die aus der Innenstadt kommenden Verstärkerzüge wenden bereits am Kieferngarten.
  • Samstag, 17. Juni bis Freitag, 23. Juli: Die U6 wird im Bf. Freimann in einen Nord- und Südast geteilt. Zur Weiterfahrt müssen Fahrgäste dort in beiden Fahrtrichtungen jeweils in den gegenüberstehenden Zug umsteigen.
  • Wochenende Freitag, 14. Juli (ca. 22 Uhr) bis Sonntag, 16. Juli: Die U6 wird zwischen den Bahnhöfen Studentenstadt und Kieferngarten unterbrochen und in diesem Abschnitt durch Busse ersetzt.

Weichenfeld der Abstellanlage Moosach In den nächsten fünf Jahren werden anschließend 51 weitere Weichen im Verlauf der U6 erneuert. Betroffen sind Weichen rings um die Bahnhöfe Alte Heide, Dietlindenstraße, Harras, Holzapfelkreuth, Implerstraße, Münchner Freiheit, Odeonsplatz, Scheidplatz und Sendlinger Tor. Hierbei wird es auch zu abschnittsweisen Sperrungen und Behinderungen kommen, die heute noch nicht im Detail feststehen und die auch von Großveranstaltungen z.B. in der Allianz Arena abhängen.
In den Fokus werden anschließend auch die wenig jüngeren Abschnitte der U2 und U5 fallen, die 1980 als U8 zwischen Scheidplatz und Neuperlach Süd eröffnet wurden.

Länger dauernde Totalsperrungen wie jetzt auf der U3 sind glücklicherweise aktuell nicht abzusehen. Im Zusammenhang mit der Erweiterung des Bahnhofs Sendlinger Tor wird jedoch immer wieder mit Sperrungen und Behinderungen zu rechnen sein.
Auf dem Sanierungsprogramm stehen allerdings weitere Betonsanierungen an den Tunnel- und Bahnhofsbauwerken, der Austausch von Stromschienen und Stellwerkstechnik, der Austausch auch von großen Rolltreppenanlagen wie am Marienplatz und Hauptbahnhof sowie Auswirkungen der Baumaßnahmen zur zweiten Stammstrecke, unter anderem am Hauptbahnhof.

9. Februar 2017

Umbau Sendlinger Tor: Am Montag geht’s los

Autor: Frederik Buchleitner — Abgelegt unter: Störungen und Bauarbeiten,U-Bahnhöfe — 15:36

Der bayerischen Landeshauptstadt stehen in den kommenden Jahren zahlreiche Bauarbeiten und daraus bedingend natürlich auch Einschränkungen ins Haus. Nicht nur der Baubeginn bei der 2. S-Bahn-Stammstrecke in gut zwei Monaten und der daraus resultierende Komplettumbau des Hauptbahnhofs führt über Jahre für die Fahrgäste zu Beeinträchtigungen, auch der U-Bahn-Knotenpunkt am Sendlinger Tor wird in den kommenden fünf Jahren für rund 150 Millionen Euro saniert und für die Zukunft ertüchtigt.

Ab 2022 soll sich der U-Bahnhof Sendlinger Tor in neuen Farben und gerüstet für die Zukunft präsentieren. Bis dahin stehen zahlreiche Bauarbeiten und für den Fahrgast natürlich auch Einschränkungen an (Grafik: SWM/MVG)

Ab 2022 soll sich der U-Bahnhof Sendlinger Tor, wie hier auf der U3/6-Ebene in neuen Farben und gerüstet für die Zukunft präsentieren. Bis dahin stehen zahlreiche Bauarbeiten und für den Fahrgast natürlich auch Einschränkungen an (Grafik: SWM/MVG)

Am heutigen Donnerstag stellten Vertreter der SWM und MVG das Projekt im Rahmen einer Pressekonferenz vor und erläuterten die einzelnen Bauphasen, die dabei nötigen Verkehrseinschränkungen, aber auch die geplanten Maßnahmen zur künftigen Gestaltung und zur Entflechtung der Fahrgastströme. Am Montag starten die ersten Maßnahmen, die sich vorerst insbesondere an der Oberfläche bemerkbar machen werden. Ab den Osterferien, startend mit dem 9. April, kommt es dann auch zu konkreten Einschränkungen bei den U-Bahnen, Trambahnen und auch beim Individualverkehr.

Wie soll der Bahnhof zukünftig aussehen?

Wie bereits von den umgebauten Bahnhöfen Münchner Freiheit, Hauptbahnhof und Marienplatz bekannt, soll der U-Bahnhof Sendlinger Tor auch farblich und gestalterisch neue Akzente setzen. Die Bahnsteigbereiche werden sich ab 2022 zwar weiterhin betont blau (U3/U6) und gelb (U1/U2/U7/U8) zeigen, die neuen Wand-, Boden- und Deckenverkleidungen sollen das Erscheinungsbild modernisieren. Das Sperrengeschoss wird künftig in schwarzer Farbe mit großen weißen Deckenleuchten gehalten sein. Die bisher auf beiden Seiten vorhandenen Geschäfte werden auf die Ostseite umziehen. Statt einer engen Rampe mit Treppen auf beiden Seiten, ist künftig eine langgezogene Rampe im Bereich zwischen dem Abgang zur U1/2/7/8-Ebene und den Aufgängen zur Trambahn geplant. Die Bahnsteige werden übrigens ebenfalls barrierefrei gestaltet und daher um fünf Zentimeter angehoben, um einen höhengleichen Einstieg in die Fahrzeuge zu ermöglichen.

So zeigt sich die Ebene der U-Bahnlinien U3 und U6 bisher. Im Titelbild des Artikels zeigt eine Visualisierung des geplanten künftigen Erscheinungsbilds (Bild: SWM/MVG)

So zeigt sich die Ebene der U-Bahnlinien U3 und U6 bisher. Im Titelbild des Artikels zeigt eine Visualisierung des geplanten künftigen Erscheinungsbilds (Bild: SWM/MVG)

So zeigt sich die Ebene der U-Bahnlinien U3 und U6 bisher. Im Titelbild des Artikels zeigt eine Visualisierung des geplanten künftigen Erscheinungsbilds (Bild: SWM/MVG)

So zeigt sich die Ebene der U-Bahnlinien U3 und U6 bisher. Im Titelbild des Artikels zeigt eine Visualisierung des geplanten künftigen Erscheinungsbilds (Bild: SWM/MVG)

Neue Farben und 'geordnete' Flächen sollen das Zwischengeschoss künftig prägen. Die gelben Flächen sollen auf Auf- und Abgänge hinweisen (Grafik: SWM/MVG)

Neue Farben und ‘geordnete’ Flächen sollen das Zwischengeschoss künftig prägen. Die gelben Flächen sollen auf Auf- und Abgänge hinweisen (Grafik: SWM/MVG)

Der bisherige Umsteigebereich zur U3/6 auf der Ebene der Linien U1/U2/U7/U8 (Bild: SWM/MVG)

Der bisherige Umsteigebereich zur U3/6 auf der Ebene der Linien U1/U2/U7/U8 (Bild: SWM/MVG)

Farblich zeigt sich diese Ebene auch künftig knallgelb (Grafik: SWM/MVG)

Farblich zeigt sich diese Ebene auch künftig knallgelb (Grafik: SWM/MVG)

Welche Maßnahmen sind zur Erweiterung der Kapazität geplant?:

Bypass: Bislang sind auf der Bahnsteigebene U1/2/7/8 neben den Rolltreppen zur U3/6-Ebene großräumige Betriebsräume vorhanden, auf der anderen Seite der Durchgang zur anderen Tunnelröhre, sowie zum Aufgang ins Sperrengeschoss. Künftig sollen die Betriebsräume verkleinert und am Rand beider Seiten angelegt werden und dafür ein zusätzlicher Durchgang im Bereich der derzeitigen Betriebsräume geschaffen werden.

Treppendreh: Für die größtmögliche Entzerrung der Fahrgastströme soll die neue Anordnung der Rolltreppen zwischen dem Umsteigebereich der U1/2/7/8-Ebene mit der darüberliegenden U3/6-Ebene sorgen. Bislang zentrieren sich die Rolltreppen auf beiden Bahnsteigen der unteren Ebene auf einen engen Bereich. Auf der U3/6-Ebene sind die hinunterführenden Rolltreppen nur in Bahnsteigmitte zu erreichen, was durch die ohnehin schmalen Bahnsteige täglich zu Kapazitätsproblemen führt. Durch die künftig unterschiedlich angeordneten Treppen sollen sich die gegensätzlich umsteigenden Fahrgäste nicht mehr ins Gehege kommen.

Der geplante Bypass, der Treppendreh und die neuen Zugangsbauwerke in der Übersicht (Grafik: SWM/MVG)

Der geplante Bypass, der Treppendreh und die neuen Zugangsbauwerke in der Übersicht (Grafik: SWM/MVG)

Erweiterungsbauwerke: Die bautechnisch größte Herausforderung ist die Ergänzung der U1/2/7/8-Ebene um zwei weitere Zugänge jeweils an den Bahnsteigenden. Auf der südöstlichen Seite wird ein direkter Aufgang zur Blumenstraße errichtet. Auf der nordwestlichen Seite wird unter der Sonnenstraße ein neuer Aufgang ins Sperrengeschoss geschaffen. Diese beiden Zugänge, die in offener Bauweise errichtet werden müssen, sollen primär die Ströme der Ein- und Aussteiger von den Umsteigern trennen.

Künftig gibt es am südöstlichen Bahnsteigende auf der U1/2/7/8-Ebene einen neuen direkten Ein- und Ausgang zur Blumenstraße und eine Verbindung zur anderen Tunnelröhre (Bild: SWM/MVG)

Künftig gibt es am südöstlichen Bahnsteigende auf der U1/2/7/8-Ebene einen neuen direkten Ein- und Ausgang zur Blumenstraße und eine Verbindung zur anderen Tunnelröhre (Bild: SWM/MVG)

Visualisierung des künftigen südöstlichen Bahnsteigendes (Grafik: SWM/MVG)

Visualisierung des künftigen südöstlichen Bahnsteigendes (Grafik: SWM/MVG)

Am anderen Bahnsteigende wird ein neuer Zugang ins Sperrengeschoss geschaffen (Grafik: SWM/MVG)

Am anderen Bahnsteigende wird ein neuer Zugang ins Sperrengeschoss geschaffen (Grafik: SWM/MVG)

Weitere Ergänzungen: Die Ausgänge Sendlinger Straße und Müllerstraße werden verbreitert, da hier nach Untersuchungen der MVG die meisten Ein- und Aussteiger das Bauwerk betreten und verlassen. Der neue Zugang von der Blumenstraße erhält zudem einen Aufzug. Zusätzlich werden die beiden bestehenden Aufzüge zur U1/2/7/8-Ebene bis an die Oberfläche verlängert.

Wie ist der Bauablauf?

Bereits seit 2015 liefen im Bereich der Erweiterungsbauwerke Spartenmaßnahmen, um Kabel, Leitungen und Kanäle rund um die benötigten Baufelder zu verlegen.

Offene Baugruben finden sich im Bereich der Sonnenstraße und an der Ecke Blumen-/Wallstraße zur Errichtung der neuen Erweiterungsbauwerke (Grafik: SWM/MVG)

Offene Baugruben finden sich im Bereich der Sonnenstraße und an der Ecke Blumen-/Wallstraße zur Errichtung der neuen Erweiterungsbauwerke (Grafik: SWM/MVG)

Ab Montag, 13. Februar wird im Bereich der Nußbaumstraße an der Verlegung der Sonnenstraße gearbeitet.
Ab 10. April wird die Sonnenstraße in Richtung Blumenstraße dann rund um die Trambahn-Brunnenschleife verlegt, um direkt neben der Trambahnhaltestelle der Linien 16-18 die Baugrube für das Erweiterungsbauwerk einzurichten. Für gut zwei Jahre wird der Autoverkehr dann am Fuße der Matthäuskirche vorbeigeleitet. Vereinzelt sind weniger Spuren für den Autoverkehr vorhanden. Der Ausgang zur Sonnenstraße muss gesperrt werden, solange an der Baugrube für das Erweiterungsbauwerk gearbeitet wird.
Zudem beginnt die Sanierung des Bauwerkdeckels, sowie der Fugen, die wie an vielen anderen U-Bahnhöfen durch eindringende Chloride in Mitleidenschaft gezogen wurden.
Bereits in diesem Jahr werden die Aufgänge zur Trambahn erneuert.

Geänderte Verkehrsführung ab den Osterferien: Zwischen Brunnenschleife und Matthäuskirche wird der Autoverkehr der Sonnenstraße provisorisch nach Süden geführt (Grafik: SWM/MVG)

Geänderte Verkehrsführung ab den Osterferien: Zwischen Brunnenschleife und Matthäuskirche wird der Autoverkehr der Sonnenstraße provisorisch nach Süden geführt (Grafik: SWM/MVG)

Ab 2018 geht es mit dem Rohbau der Erweiterungsbauwerke weiter. Außerdem wird der Aufzug in der Trambahnschleife erneuert. Zeitgleich werden im Herbst die Trambahnschienen über die Lindwurmstraße ausgetauscht. Im Sperrengeschoß und auf den Bahnsteigebenen werden ab 2018 nach und nach die Verkleidungen mittels Wanderbaustelle ausgetauscht. Auf der U1/2/7/8-Ebene werden 2018 die neuen Zugänge angebunden.

Sobald 2019 das neue Erweiterungsbauwerk ins Sperrengeschoss fertiggestellt ist und auch der Bypass in Betrieb genommen werden kann, starten die Arbeiten an der Treppenanlage. Weitere Aufgänge müssen zwischen 2019 und 2020 während ihrer Erneuerung gesperrt werden, der Aufgang zur Sonnenstraße wird wieder geöffnet. Der bestehende Aufzug zur Kreissparkasse wird zusätzlich ausgetauscht.

In den Jahren 2021 und 2022 wird das Erweiterungsbauwerk zur Blumenstraße in Betrieb genommen und die beiden Aufzüge von der U1/2/7/8-Ebene auf den Sendlinger-Tor-Platz verlängert.
Außerdem werden die neuen Ladenflächen eingerichtet und der Treppendreh abgeschlossen.

Ab April wird ein Infocontainer für die Fahrgäste eingerichtet, in dem man sich über Details zum Bauablauf, aber auch den Bautechniken informieren kann.

Gibt es Einschränkungen beim U-Bahn-Betrieb?

Auch wenn die Arbeiten unter rollendem Rad stattfinden und auch aus diesem Grund so viel Zeit in Anspruch nehmen, wird die Baustelle nicht nur zu verlängerten Umsteigewegen führen. Mittels eingleisigem Betrieb zu bestimmten Zeiten bleibt der U-Bahnhof weiter erreichbar, führt aber zu Einschränkungen im Intervall der Linien.
Ab 9. April verkehren die U-Bahnlinien U1 und U2 abends ab 22 Uhr nur im 20-Minuten-Takt. Ab Juli werden diese Einschränkungen auch auf die Wochenenden ausgeweitet. Allerdings soll abseits des Sendlinger Tors ein normaler Takt angeboten werden, diese Züge sollen dann vorzeitig wenden.

Wie wirkt sich der Umbau auf den Betrieb der Trambahn aus?

Die Brunnenschleife wird ab den Osterferien erneuert, im Sommer folgen dann die Durchfahrtsgleise. Allerdings wird die Anlage nicht erweitert (Bild: Marian Hergesell)
Die Brunnenschleife wird ab den Osterferien erneuert, im Sommer folgen dann die Durchfahrtsgleise. Allerdings wird die Anlage nicht erweitert (Bild: Marian Hergesell)

Ab Montag, 10. April wird die ohnehin sanierungsbedürftige Brunnenschleife der Linien 27/28 bis Mitte Juni im Bestand erneuert. Wie bereits im vergangenen Jahr plant man, die beiden Linien mit den Tramlinien 20 und 21 zu verbinden. Ab Juni bis zum Ende der Sommerferien sind dann die Schienen im Bereich der Haltestelle zum Austausch vorgesehen. Zwar kann weiter eine Verbindung in die Müllerstraße durch die Fahrt über die Brunnenschleife angeboten werden, es sollen jedoch nicht alle drei Linien über die Schleife geführt werden.
Im Herbst 2018 wird die Überfahrt Lindwurmstraße erneuert und dabei eine Vollsperrung der Strecken zum Ostfriedhof und zum Isartor bedingen.

Übrigens wird der Umbau entgegen anfänglicher Planungen nicht genutzt, um die überlasteten Haltestellen der Trambahnen, sowie ihre Zugangsbauwerke zum U-Bahnhof zu erweitern, sondern werden nur wie bestehend erneuert. Erhöhte oder verlängerte Bahnsteige, vorbereitet für den Einsatz längerer oder im dichteren Takt verkehrender Trambahnen, sind also nicht zu erwarten. Auch kann die Anlage damit nicht barrierefrei ausgestaltet werden.

8. Dezember 2016

U3/U6: Behinderungen im Spätverkehr im Bahnhof Poccistraße

Autor: Florian Schütz — Abgelegt unter: Störungen und Bauarbeiten — 19:33

Wegen Bauarbeiten durchfahren die Züge der Linien U3 und U6 die Station Poccistraße am Montag, 12. Dezember sowie am Dienstag, 13. Dezember, jeweils ab ca. 22 Uhr ohne Halt. Dann können Fahrgäste dort also weder ein- noch aussteigen.

Ersatzweise richtet die MVG einen Schienenersatzverkehr (SEV) mit Bussen ein. Diese pendeln zwischen den Bahnhöfen Goetheplatz und Poccistraße und bedienen auch die Haltestellen Kapuzinerplatz und Tumblingerstraße. Alternativ können Fahrgäste zwischen Sendlinger Tor und Poccistraße den MetroBus 62 nutzen.

Poccistraße Durch die Bauarbeiten steht zwischen Goetheplatz und Implerstraße für den U-Bahnbetrieb nur ein Gleis zur Verfügung; dieses müssen sich beide Linien in alle Richtungen teilen. Daher kommt es nach 22 Uhr zusätzlich zu folgenden Einschränkungen beim Angebot:

Die U3 fährt auf ihrem gesamten Linienweg (Münchner FreiheitFürstenried West) nur alle 20 Minuten.
Die U6 verkehrt zwischen Goetheplatz und Klinikum Großhadern ebenfalls nur alle 20 Minuten. Zwischen Goetheplatz und Garching-Forschungszentrum bzw. Fröttmaning bleibt das Angebot unverändert.

Auch an den Bahnhöfen Harras, Implerstraße und Goetheplatz fahren die Züge teilweise von anderen Gleisen als gewohnt ab. Fahrgäste werden gebeten, die Zielanzeigen zu beachten!

Poccistraße Grund für die Einschränkungen sind Bauarbeiten auf dem Bahnsteig der U-Bahnstation. Am U-Bahnhof Poccistraße müssen an insgesamt vier Gewölben im Bahnsteigbereich Stützkonstruktionen eingebaut werden, da sich die Bahnsteigdecke um ein bisher nach Expertenaussage unbedenkliches Maß abgesenkt hat. Am 12./13. Dezember erfolgt der Einbau am ersten Gewölbe. Die Arbeiten an den anderen drei Stellen sind für Anfang 2017 geplant. Dann werden erneut Einschränkungen im Spätverkehr beider Linien erforderlich sein.

Hintergrund

Der Bahnhof wurde nachträglich zwischen den bereits bestehenden und in Betrieb befindlichen Tunneln eingebaut und am 28. Mai 1978, also knapp drei Jahre nach dem Rest der Strecke, eröffnet. Er konnte nicht sofort beim Bau der Strecke mitgebaut werden, da dort ursprünglich eine Stadtautobahn vorgesehen war1, deren Planung aber verworfen wurde, nachdem man sich im München vom verstärkten Straßenausbau verabschiedet hatte.
Der Endausbau des Bahnhofs musste daher unter laufendem Betrieb der U3 und U6 erfolgen, die mit verminderter Geschwindigkeit den Baustellenbereich passierten.

U-Bahnhof Poccistraße Der Bahnhof ist stark von den tragenden Säulen geprägt, die in zwei Reihen über den ganzen Bahnsteig gezogen sind und mit gelb-orangen Mosaikfliesen verkleidet sind. Dazwischen erhebt sich quer zur Fahrrichtung jeweils ein Gewölbe über dem Bahnsteigbereich. Auch die Lichtbänder sind quer zur Fahrtrichtung angebracht. Den Bahnsteigtunneln sieht man ihren Ursprung als normale Schildvortriebstunnel anhand der Form deutlich an.

Weitere Informationen

www.mvg.de/dienste/betriebsaenderungen.html

Quelle: Pressemeldung der MVG

19. Juni 2015

Neuer U-Bahnbetriebshof in Neuperlach geplant

Autor: Frederik Buchleitner — Abgelegt unter: Betrieb,Störungen und Bauarbeiten — 20:14

Die SWM/MVG planen die U-Bahn-Abstellanlage Neuperlach Süd zu einem eigenständigen Betriebshof zu erweitern. Bis Mitte Juli läuft aktuell eine EU-weite Ausschreibung der Projektsteuerung; die Bauzeit ist zwischen 2019 und 2022 terminiert.

B-Wagen 506 in der Betriebsanlage Süd B-Wagen in der heutigen Abstellanlage Neuperlach Süd
Die Ausschreibung sieht vor, eine dreigleisige Werkstatthalle zu bauen, welche künftig auch um ein zusätzliches Gleis erweiterbar bleiben soll; auch eine Waschanlage zur Außenreinigung ist geplant. Dazu soll eine Fläche jenseits der Arnold-Sommerfeld-Straße genutzt werden, an der heute die Abstellanlage Neuperlach Süd endet.

Desweiteren ist auch ein Verwaltungs- und Sozialtrakt mit Büros, Aufenthaltsräumen und Umkleiden vorgesehen. 
Auf dem Betriebshof sollen bis zu 180 Wagen abgestellt werden können; das ergibt eine Gesamtgleislänge von etwa neun Kilometern, die von einem neu zu bauenden Stellwerk überwacht und gesteuert werden. 
Auch ein Gleisbauhof mit Ladegleis, Lagerfläche und einem Portalkran ist geplant. Ein etwa 900 Meter langes Bremsgleis für Probe- und Abnahmefahrten soll auch zum Betriebshof gehören.

Im Rahmen der Bauarbeiten sollen auch zwei Bahnübergänge im Umfeld beseitigt und durch Brücken ersetzt werden.

Quellen

11. April 2012

Machbarkeitsstudie Erweiterung U-Bahnhof Sendlinger Tor

Autor: Boris Merath — Abgelegt unter: Störungen und Bauarbeiten,U-Bahnhöfe — 16:39

Aufgrund von Schäden am Bauwerk sowie Kapazitätsengpässen im zentralen Umsteigebereich soll der Bahnhof Sendlinger Tor saniert und umfassend durch neue Treppenanlagen erweitert werden. In einem Pressegespräch gab die MVG heute die Ergebnisse einer Machbarkeitsstudie zur Kapazitätserweiterung bekannt.

Der U-Bahnhof Sendlinger Tor ist mit fünf U-Bahn-Linien, 145000 Fahrgästen, die dort täglich Ein-, Aus- und Umsteigen und 1350 Zugabfahrten täglich einer der am stärksten belasteten Bahnhöfe des Münchner U-Bahnnetzes. Nach der Eröffnung 1971 wurde der Bahnhof 1980 zum Kreuzungsbahnhof zwischen der Strecke der U3/6 und der Strecke der U1/2/7 erweitert – seit dieser Erweiterung haben sich die Fahrgastzahlen mehr als verdreifacht. Damit erfüllt der Bahnhof nicht mehr die Anforderungen, die durch die hohe Belastung an ihn gestellt werden. Gleichzeitig sind durch den Streusalzeinsatz an der Oberfläche Schäden an der Bauwerkssubstanz entstanden, die ohnehin eine umfassende Sanierung des Bahnhofs nötig machen. In diesem Rahmen ist auch eine Verbesserung der Barrierefreiheit sowie des Brandschutzes nötig.
Bei dieser Gelegenheit sollen daher die Umsteigebeziehungen zwischen den beiden U-Bahn-Strecken optimiert sowie die Fahrgastströme über zusätzliche Verbindungen von der U1/2-Ebene zum Sperrengeschoss beziehungsweise zur Oberfläche entzerrt werden.

Dies soll mit drei Maßnahmen erfolgen:

  • Abbruch von Betriebsräumen auf Ebene der U1/2 für mehr Platz im Gang zwischen den beiden Bahnsteigen
  • Anderung der Anordnung und Erhöhung der Zahl der Treppen und Rolltreppen zwischen dem Bahnsteig der U1/2 und dem Bahnsteig der U3/6
  • Bau einer neuen Treppenanlage vom Nordende des U1/2-Bahnsteigs zum Sperrengeschoss sowie einer weiteren Treppenanlage vom Südende des Bahnsteigs direkt an die Oberfläche

Umbau Sendlinger Tor - Fotomontage Planung Rolltreppenanlage auf Ebene der U1/2
Quelle: SWM/MVG

Außerdem wird das Sperrengeschoss vollständig neu gestaltet und die Verkaufsflächen werden neu angeordnet und erweitert.

Die Detailplanungen werden nun einige Jahren in Anspruch nehmen, unter anderem ist wegen dem großen Umfang der Bauarbeiten ein Planfeststellungsverfahren nötig. Damit ist ein Baubeginn frühestens im Jahr 2015 möglich, und die Bauarbeiten werden wegen der hohen Komplexität voraussichtlich mindestens vier Jahre dauern. Für den Bau werden Kosten in der Höhe von 80 Millionen Euro erwartet, die voraussichtlich im wesentlichen von den Stadtwerken getragen werden müssen.

Erweiterung der Leistungsfähigkeit und Entzerrung der Fahrgastströme

Am Sendlinger Tor gibt es zwei besonders problematische Bereiche: Einmal auf der Ebene der U1/2 vor den Rolltreppen die zur U3/6 hinaufführen, und zum anderen am anderen Ende dieser Rolltreppen auf Ebene der U3/6. Hier überkreuzen sich die Wege der umsteigenden Fahrgäste von unten nach oben mit denen von oben nach unten, und auf Ebene der U1/2 müssen sogar die Fahrgäste, die zur Oberfläche möchten, ebenfalls an der Engstelle vorbei.

Ideal wäre hier natürlich eine Verbreiterung des Bahnsteigs der U3/6, oder aber sogar Bahnsteige auf beiden Seiten des Gleises. Allerdings ist der Bahnsteig zwischen den Kellern der Nachbarhäuser eingezwängt, so dass dies nicht möglich ist.

„Der Bypass“

Auf der Ebene der U1/2 befinden sich neben dem Durchgang zwischen den beiden Bahnsteigen eine Vielzahl von Betriebsräumen. Ein großer Teil der Betriebsräume kann an andere Orte verlagert werden, nur einige wenige technische Anlagen müssen zwingend an dieser Stelle verbleiben. Da die technischen Anlagen im Rahmen der Sanierung sowieso erneuert werden müssen, ist diese Verlagerung ohne großen zusätzlichen Aufwand möglich.

Auf diese Art wird der Verbindungsgang zwischen den beiden Bahnsteigen deutlich verbreitert und Platz für neue Fahrgastströme geschaffen.

„Der Treppen-Dreh“

Das Freiwenden der Flächen von den Betriebsräumen ermöglicht eine verbesserte Anordnung der Treppen zwischen U1/2 und U3/6. Bisher führen auf der einen Seite zwei Rolltreppen nach oben und eine nach unten, auf der anderen Seite ist eine Rolltreppe durch eine Festtreppe ersetzt. Künftig sollen von jedem Bahnsteig der U1/2 je zwei Rolltreppen direkt nach oben zum U3/6-Bahnsteig führen. Die Treppen nach unten dagegen werden gedreht angeordnet. Das verlängert zwar die Wege beim Umstieg von der U3/6 zur U1/2, entzerrt allerdings die Fahrgastströme und ermöglicht eine Erhöhung der Treppenzahl, so dass künftig von der U3/6 zu jedem Bahnsteig der U1/2 je zwei Treppen nach unten führen sollen:
Überblick über den Umbau am Sendlinger Tor Überblick über die Umbaumaßnahmen
Quelle: SWM/MVG

Durch die Drehung werden die Treppen so angeordnet, dass die Fahrgäste von der U3/6 die Rolltreppen erreichen können, ohne die von unten kommenden Fahrgastströme zu überkreuzen.
Dabei sollen möglichst viele der acht Treppen als Rolltreppen ausgeführt werden, da nur auf diese Art dafür gesorgt werden kann, dass alle Treppen nur in eine Richtung genutzt werden. Allerdings muss noch abgeklärt werden, in wie weit ein Teil der Treppen aus Brandschutzgründen als Festtreppen ausgeführt werden muss.

Da die Abgänge von der U3/6 zur U1/2 sich über einen Teil des Bahnsteiges verteilen, erhofft sich die MVG außerdem eine bessere Verteilung der Fahrgäste über die ganze Zuglänge und damit eine Beschleunigung der Umsteigevorgänge bei den Zügen der U3/6.

„Die neuen Ausgänge“

Als zusätzliche Entlastung des zentralen Treppenbereichs der U1/2-Ebene sollen die Bahnsteige über zwei weitere Treppenanlagen angebunden werden.

Nördliche Treppenanlage

Vom nördlichen Ende des Bahnsteigs soll eine Festtreppe und zwei Rolltreppen direkt in das Sperrengeschoss führen. Die Festtreppe trifft dabei direkt am Aufgang beim Sendlinger Tor an das bestehende Sperrengeschoss, die beiden Rolltreppen dagegen links neben den bestehenden Aufgängen von der U1/2.
Im oberen Bereich des dafür nötigen Bauschachtes soll ein Teil der Technikräume, die sich bisher auf der U1/2-Ebene befunden haben, untergebracht werden.

Zugang Blumenstraße

Am Südende des Bahnsteigs wird ein neuer Zugang direkt an die Oberfläche errichtet. Dieser soll ungefähr im Bereich der S-Kurve an der Blumenstraße an die Oberfläche treten – die genaue Lage muss noch mit der Stadt München abgestimmt werden, da hier die Verschwenkung der Straße schon seit einiger Zeit im Gespräch ist.


Umbau Sendlinger Tor auf einer größeren Karte anzeigen

  • Blau: Möglicher Bereich für den neuen direkten Zugang zur U1/2 von der Blumenstraße aus.
  • Rot: Bereich für einen möglichen Startschacht für die neue Verbindung vom nördlichen Ende des U1/2-Bahnsteigs zum Sperrengeschoss.

Weitere Umbauten

Bauwerkssanierungen

Einer der Gründe für die Umbauten sind Bauwerksschäden durch Korrosion, die durch Streusalze ausgelöst wurde. Dafür müssen an vielen Stellen Bauwerksteile und Fugen freigelegt und saniert werden. Teilweise muss dazu auch die Decke des U-Bahn-Bauwerks von oben freigelegt werden.

In diesem Rahmen soll auch die architektonische Gestaltung und das Beleuchtungskonzept erneuert und modernisiert werden. Die Planungen dazu werden allerdings erst zu einen späteren Zeitpunkt durchgeführt – die Gestaltung auf den Computersimulationen ist nur zur Veranschaulichung, und sagt nichts uber das endgültige Gestaltungskonzept aus.

Außerdem sollen auch alle technischen Anlagen, die inzwischen in die Jahre gekommen sind, erneuert werden.

Barrierefreie Erschließung

Im Rahmen des Umbaus soll auch die barrierefreie Erschließung verbessert werden. Dazu wird direkt am Sendlinger Tor ein neuer Aufzug zum Sperrengeschoss eingebaut – Gehbehinderte und Personen mit Kinderwagen müssen hier also die Sonnenstraße nicht mehr überqueren, um zur U-Bahn zu gelangen.
Außerdem wird, wie bei anderen Bahnhofssanierungen auch schon, der Bahnsteig um 5 cm erhöht, um so einen beinahe ebenen Einstieg in die Züge zu ermöglichen.

Brandschutz

Aber auch der Brandschutz wird an die heutigen Standards angepasst. Ein wichtiges Thema sind dabei die Fluchtwege, die dank der beiden zusätzlichen Bahnsteigzugänge deutlich verbessert werden.

Umbau Sperrengeschoss

Die Raumaufteilung des Sperrengeschoss soll überarbeitet werden. Dabei soll die Zahl der Einzelhandelsflächen deutlich erhöht werden, was zum einen für den Fahrgast verbesserte Einkaufsmöglichkeiten, zum anderen aber auch erhöhte Einnahmen zur Kostenreduzierung des U-Bahn-Betriebes bringen soll. Insbesondere soll dabei der große Bereich hinter dem Infopoint der MVG, der bisher nur von wenigen Fahrgästen genutzt wird, zur Ladenfläche umgebaut werden.
Darüber hinaus soll die bestehende Treppe mit schmaler Rampe in der Mitte des Sperrengeschosses durch eine langgezogene Rampe, die über die gesamte Breite des Sperrengeschosses geht, ersetzt werden. Die Einzelhandelsflächen in diesem Bereich werden etwas verbreitert, dafür entfallen aber die Warenauslagen, die bisher den Durchgang stark verschmälern.

Zeitplan und Kosten

Nächste Woche soll der Bauausschuß des Stadtrats der Stadt München über die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie informiert werden.
Die Machbarkeitsstudie gibt nur die groben Rahmenbedingungen für den Umbau vor – diese Rahmenbedingungen müssen jetzt detaillierte Baupläne umgesetzt werden. Aufgrund der Bauarbeiten an der Oberfläche sowie des neuen Zugangs an der Blumenstraße ist sogar ein Planfeststellungsverfahren nötig. Auch der Bauablauf wird kompliziert – der U-Bahnhof muss trotz der beengten Platzverhältnisse natürlich jederzeit weiterhin für die Fahrgäste nutzbar sein. All dies braucht seine Zeit, so dass ein Baubeginn frühestens 2015 möglich ist, und die Bauarbeiten mindestens vier Jahre dauern werden, eine Fertigstellung ist damit frühestens 2019 denkbar.
Die Baukosten von 80 Millionen Euro werden die Stadtwerke München wohl größtenteils selber bezahlen müssen, allerdings sollen Zuschüsse nach dem Gemeindeverkehrs- und Finanzierungsgesetz für Verbesserungen bei der barrierefreien Zugänglichkeit sowie für den zusätzlichen Zugang von der Blumenstraße aus beantragt werden. Zum Vergleich: Die Bauarbeiten an der Münchner Freiheit, wo ebenfalls der Beton saniert sowie die Wandverkleidungen und die Technik erneuert wurden, allerdings keine neuen Zugänge errichtet wurden, haben ca. 20 Millionen Euro gekostet.

Die beiden Treppenhäuser zu dem Bahnsteig der U1/2 hinab werden wahrscheinlich in einer offenen Baugrube errichtet werden müssen, genauere Details muss aber erst die Detailplanung zeigen. Wahrscheinlich muss dafür die Sonnenstraße zeitweise um mindestens eine Fahrspur reduziert werden. Außerdem muss ein Teil der Sanierung der Fugen und des Betons von der Oberfläche aus erfolgen – da das Bauwerk direkt unter der Straße, die im Winter mit Salz gestreut wird, besonders angegriffen ist, sind auch hier Einschränkungen im Oberflächenverkehr sehr wahrscheinlich.

Quelle & weitere Informationen

Pressemitteilung der SWM und MVG vom 11.4.2012
Animation zur Verdeutlichung der Umbaumaßnahmen
O-Töne von Herbert König, Vorsitzender der MVG-Geschäftsführung und Gunnar Heipp, Leiter Strategische Planungsprojekte

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