U-Bahn München Blog

Pressespiegel: Stadtrat bekennt sich zur U9 / U2 nach Feldkirchen bleibt unwahrscheinlich

25. November 2022

Autor: Florian Schütz — Abgelegt unter: Netz, U-Bahnhöfe — 11:38

Wie die Süddeutsche Zeitung heute berichtet, bekennt sich der Stadtrat zum Bau der U9 und will grünes Licht geben für den Bau des Vorhaltebauwerks am Hauptbahnhof, das zusammen mit den Bauarbeiten zur Zweiten S-Bahn-Stammstrecke errichtet werden soll. Die Kosten hierfür muss die Stadt vorerst alleine stemmen, da für die U9 zum einen noch keine finale Planung existiert und zum anderen deren Förderfähigkeit auch noch nicht zugesichert werden kann.

Zudem hätte sich der Zeitrahmen für den Stammstreckenbau weiter verzögert, wenn die Stadt nun von der U9-Planung abgewichen wäre. Die Bahn hätte die Planfeststellung für den Abschnitt am Hauptbahnhof dann nochmal neu aufrollen müssen, was mehrere Jahre in Anspruch genommen hätte.

Weitere Informationen: sueddeutsche.de: Stadtrat bekennt sich zum Bau der U9 vom 2. November 2022

Mehr zum Thema

Lageplan Hauptbahnhof (U9) aus der vertieften Machbarkeitsplanung U9 Lageplan U9-BahnhofDer U-Bahnhof Hauptbahnhof soll im Rahmen der Entlastungs­spange U9 unter dem Querbahnsteig des Haupt­bahnhofes als viergleisiger Bahnhof errichtet werden.

Die inneren beiden Gleise des ca. 39 Meter breiten Bahnhofs sind gemäß der Planung die Gleise der Entlastungs­spange U9, die äußeren beiden Gleise die von der U2 (Theresienstraße) kommende Verbindungs­strecke, die in der weiteren Zukunft in Richtung Süden verlängert werden könnte, um auch die U2 über eine neue Trasse über Goetheplatz-Baldeplatz-Kolumbusplatz führen zu können. Die beiden Bahnsteige sollen jeweils ca. 12,50 Meter breit sein.

U2 Richtung Feldkirchen rückt in weite Ferne

Einer Verlängerung der U2 von Messestadt Ost Richtung Feldkirchen und Heimstetten wurde hingegen vom Mobilitätsausschuss des Münchner Kreistags am Donnerstag eine Absage erteilt. Hier zeigen Untersuchungen des beauftragten Verkehrsplaners, das die hohen Kosten nicht durch ausreichenden Nutzen gerechtfertigt werden, selbst eine rein oberirdische Trassenführung kann hier nicht auf die nötigen Zahlen kommen. Die oberirdische Planung kam sogar schlechter weg in den Auswertungen des Planers, da sie die Siedlungsschwerpunkte nicht erreichen kann.

Landrat Göbel sagte, das Ergebnis der Studie zur Verlängerung der U 2 sei „nicht völlig außerhalb aller Erwartungen“. Daher sei es sinnvoll, das Projekt nicht weiter zu verfolgen. 

Weitere Informationen: sueddeutsche.de: Verlängerung der U 2 lohnt sich nicht vom 24. November 2022

C2-Züge jetzt auch auf den Linien U4 und U5 freigegeben

15. September 2022

Autor: Frederik Buchleitner — Abgelegt unter: Netz — 12:10

Am morgigen Freitag, den 16. September 2022 haben die C2-Züge ihre Einsatzpremiere auf der U-Bahnlinie U5: Pünktlich zum Wiesnbeginn darf die MVG die neuen U-Bahnzüge auch auf den Linien U4 und U5 einsetzen, die Technische Aufsichtsbehörde (TAB) hatte vor einigen Tagen – acht Jahre nach Auslieferung und sechs Jahre nach Inbetriebnahme der ersten C2-Serie – ihre Freigabe für die letzten beiden bisher fehlenden Linien des U-Bahnnetzes erteilt.

C2-Zug 735 als U5 im U-Bahnhof Theresienwiese C2-Zug auf der U5Anfangs sollen zunächst bis zu drei Züge auf der U-Bahnlinie U5 zwischen Laimer Platz und Neuperlach Süd zum Einsatz kommen. Bei Bedarf können die C2-Züge nun auch auf der Linie U4 zwischen Westendstraße und Arabellapark fahren, ein planmäßiger Einsatz ist aufgrund des überwiegenden Betriebs von vier- statt sechsteiligen Zügen derzeit noch nicht vorgesehen.

Pünktlich zum Start des Oktoberfests und dem damit erhöhten Fahrgastandrang auf die U-Bahnlinien U4 und U5, hat die MVG die Freigabe für den Einsatz der C2-Züge auf beiden Linien erhalten. Ab dem morgigen Freitag möchte die MVG die ersten drei Züge auf der U5 zwischen Laimer Platz und Neuperlach Süd einsetzen

Wir können unsere neueste Zuggeneration jetzt im gesamten Münchner U-Bahnnetz einsetzen. Ich möchte der Aufsichtsbehörde für die konstruktive Zusammenarbeit danken. Mit der Zulassung sind wir nun flexibler in der Disposition unserer Fahrzeuge

MVG-Geschäftsführer Ingo Wortmann

C2-Zug 735 als U5 im U-Bahnhof Michaelibad C2-Zug im U-Bahnhof MichaelibadDie Siemens-Züge C2 stellen künftig die Mehrheit der Münchner U-Bahnflotte dar. Mittlerweile sind 45 Garnituren der ersten beiden Lieferserien C2.11 (701 bis 722) und C2.12 (722-745) im Einsatz, zwei weitere Serien sind in Auslieferung (C2.13, 746-767) oder bestellt (C2.14, 768-785). Die ersten Züge der dritten Serie sind seit April in München, ihnen fehlt aber bisher noch die Freigabe der TAB.

Planung aus einer Hand für künftige U- und S-Bahnstation in Englschalking

28. Februar 2022

Autor: Florian Schütz — Abgelegt unter: Netz, U-Bahnhöfe — 19:11

Die DB Netz AG bindet in ihre laufende Planung für den viergleisigen Ausbau zwischen Daglfing und Johanneskirchen ab sofort die Planung für ein gemeinsames Kreuzungsbauwerk der S-Bahnlinie S8 und der U-Bahnlinie U4 in Englschalking ein. Das haben die Stadt München als zuständiger Vorhabenträger für den U-Bahn-Bau und die DB Netz AG als Vorhabenträger für den Ausbau der S-Bahn am 10.1.2022 vertraglich vereinbart. Die Planung wird beide Varianten der Feinvariantenuntersuchung berücksichtigen: einen ebenerdigen Ausbau der S-Bahn-Trasse sowie die von der Stadt München geforderte Tunnelstrecke.

Das Kreuzungsbauwerk ist notwendig, da geplant ist, die Linie U4 von der heutigen Endstation Arabellapark nach Englschalking und darüber hinaus in Richtung Nordosten zu verlängern. Hier plant die Landeshauptstadt München östlich von Daglfing, Englschalking und Johanneskirchen.
Mehr zum neuen Münchner Nordosten unter www.muenchen.de/nordosten

Geplante Erweiterung der U4 im Nordosten Münchens Geplante U4-Erweiterung„Durch diese frühe Planung aus einer Hand ist sichergestellt, dass es für die Fahrgäste in Englschalking später optimale Umsteigemöglichkeiten zwischen S- und U-Bahn geben wird, wenn der viergleisige Ausbau zwischen Daglfing und Johanneskirchen – egal in welcher Variante – realisiert sein wird“, erklärt DB Netz Projektleiter Norbert Barth. Die frühzeitige Abstimmung reduziere das Risiko aufwändiger Umplanungen oder Verzögerungen in späteren Planungsphasen.

Die erweiterte Machbarkeitsstudie soll u.a. die Lage, Höhe und rohbaurelevanten Abmessungen des Kreuzungsbauwerks definieren. Sie soll gemeinsam mit der laufenden Feinvariantenuntersuchung für die Tunnelvariante und den ebenerdigen Ausbau der DB-Gleise Ende 2022 vorliegen.

Quelle:

bahnausbau-muenchen.de

Betriebshof Süd: Änderung des Flächennutzungsplans beschlossen

7. Juli 2021

Autor: Florian Schütz — Abgelegt unter: Betrieb, Netz, Technik — 15:25

Wie die heutige Rathausumschau meldet, hat der Ausschuss für Stadtplanung und Bauordnung dem Antrag auf Änderung des Flächennutzungsplans zugestimmt. Damit ist ein wichtiger Schritt zur Erlangung des Baurechts für den geplanten Betriebshof Süd absolviert.

Betriebshof Süd – Visualisierung des Projektes Auf einem zirka sieben Hektar großen Gebiet am Stadtrand von München in Ramersdorf-Perlach soll zukünftig ein zweiter U-Bahn-Betriebshof errichtet werden. Der Ausschuss für Stadtplanung und Bauordnung des Stadtrats hat dafür die Änderung des Flächennutzungsplans mit integrierter Landschaftsplanung vorbehaltlich der Bestätigung durch die Vollversammlung gebilligt.

Als Auflage wurde dabei ein größtmöglicher Lärm- und Lichtschutz sowie eine möglichst bahnsteiggleiche Umsteigebeziehung auch bei einer viergleisig ausgebauten S-Bahnstrecke am Bahnhof Neuperlach Süd gemacht. Ebenso soll ein Gestaltungswettbewerb für die hohen Lärmschutzwände ausgelobt werden.

Geplante Bauwerke im Betriebshof Süd Das prognostizierte Bevölkerungswachstum der Stadt München führt zu einem steigenden Fahrgastaufkommen und erfordert Angebotsausweitungen im Öffentlichen Personennahverkehr durch Netzerweiterungen und Taktverdichtungen. Die daraus resultierende Vergrößerung des Fahrzeugparks bedarf entsprechender Abstell- und Werkstattkapazitäten. Um diesen Anforderungen zukünftig gerecht werden zu können, ist in Neuperlach Süd die Einrichtung eines zweiten U-Bahn-Betriebshofs zusätzlich zum bestehenden in Fröttmaning geplant. Mit der vorliegenden Änderung des Flächennutzungsplans werden die planungsrechtlichen Grundlagen für das Projekt geschaffen. Zu diesem Zweck soll die Fläche zukünftig im Flächennutzungsplan als „Sondergebiet gewerblicher Gemeinbedarf“ dargestellt werden. Gleichzeitig wird der Erhalt und Ausbau der Wegeverbindungen für den Fuß- und Radverkehr angestrebt. Eingriffe in den stadtbedeutsamen Grünzug „Im Gefilde“ finden nicht statt.

Weitere Informationen zum Thema

Quelle:

Rathaus-Umschau vom 7. Juli 2021

U5 Pasing: Bund sagt Fördergelder zu

29. Juni 2021

Autor: Florian Schütz — Abgelegt unter: Netz — 15:04

Die Verlängerung der U5 vom Laimer Platz nach Pasing ist einen Schritt näher am Baubeginn: Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur hat mit Schreiben vom 28. Juni an Oberbürgermeister Dieter Reiter Fördermittel des Bundes für die Verlängerung der U-Bahn-Linie U5 vom Laimer Platz bis Pasing zugesagt. 

Nachdem seit 2010 keine U-Bahnstrecke mehr im Bau ist, scheinen sich dieses Jahr neben der Verlängerung der U6 nach Martinsried auch für die U5 in Richtung Pasing die Zeichen zu drehen.

Zwar laufen seit 2008 Vorplanungen für die Verlängerung der U5 nach Pasing wieder auf Sparflamme, aber erst nach der Kommunalwahl im Frühjahr 2014 verpflichtete sich die damalige schwarz-rote Stadtregierung das Projekt im Zweifel auch ohne Bundeszuschüsse umzusetzen und die mindestens 600 Millionen Euro Baukosten notfalls komplett aus dem Stadtsäckel zu zahlen, was ein Novum im Münchner U-Bahn-Bau gewesen wäre. Üblicherweise beträgt die Fördersumme im ÖPNV 50% und mehr der Investitionssumme.

Spätestens mit der Corona-Pandemie seit 2020 war an diese Zusage aber nicht mehr ganz zu glauben, da die Kassen der Stadt sich zunehmend leeren und eine derartige Investition aus Bilanz der Stadt kaum alleine zu stemmen gewesen wäre. Durch die aktuellen Maßstäbe des Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetzes (GVFG) sind Strecken, die kaum neue Gebiete erschließen, nur sehr schwer über den relevanten Wert von 1,0 in der Kosten-Nutzen-Analyse zu bekommen. Im aktuellen Fall der Strecke nach Pasing wurden schon verschiedentlich Rolltreppen eingespart, um möglichst wenig Kosten zu verursachen. Eine Novelle des GVFG ist allerdings für den Herbst angekündigt, die hier auch Aspekte der Verkehrswende und Entlastung bestehender Infrastruktur stärker betrachten soll.

In der heutigen Rathausumschau äußert sich Oberbürgermeister Dieter Reiter sehr erfreut über die erhaltene Zusage:

Vor dem Hintergrund der pandemiebedingten Haushaltslage kann aus meiner Sicht eine positive Entscheidung für das Projekt nur getroffen werden, sofern eine Förderung aus Bundesmitteln erfolgt. Ich hatte deshalb im Mai dem Bundesverkehrsminister geschrieben und um eine baldige Zusage des Bundesministeriums gebeten, dass die Verlängerung der U5 vom Laimer Platz nach Pasing seitens des Bundes dem Grunde nach gefördert werden kann. Ich freue mich nun sehr über die Zusage des Bundesministeriums. Sie ist ein wichtiges Signal für den Ausbau des ÖPNV in München und gibt uns Planungssicherheit für das Großprojekt der Verlängerung der U5 nach Westen mit den neuen U-Bahnstationen Willibaldstraße, Am Knie und Pasing.

Oberbürgermeister Dieter Reiter

Vorgesehene Bahnhöfe

U5

Willibaldstraße (geplant)

2028

Der U-Bahnhof Willibaldstraße ist ein im Rahmen der Verlängerung der U5 geplanter U-Bahnhof an der Kreuzung Gotthard­straße / Willibaldstraße. » mehr

Lageplan des geplanten U-Bahnhofs Willibaldstraße
U5

Am Knie (geplant)

2028

Der Bahnhof Am Knie ist ein im Rahmen der Verlängerung der U5 geplanter U-Bahnhof. Er soll unter dem Straßenzug "Am Knie" errichtet werden. » mehr

Lageplan des geplanten U-Bahnhofs Am Knie
U5

Pasing (geplant)

2028

Der Bahnhof Pasing ist ein geplanter U-Bahnhof unter dem gleichnamigen DB-Bahnhof. Er soll bei seiner Fertigstellung der westliche Endbahnhof der U5 sein. » mehr

Lageplan des geplanten U-Bahnhofs Pasing
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