Stationsschild U-Bahnhof Messestadt Ost

Messestadt Ost
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Eröffnung
29. Mai 1999 (vor 27 Jahren)
Gestaltung
Architekturbüro von Busse und Partner
Künstler
Blasius Gerg
Kunstwerk
Sonnenuhrenhof
Karte

Der U-Bahnhof Messestadt Ost ist der östliche Endbahnhof der Linie U2. Er erschließt die östlichen Messehallen sowie die östlichen Teile des Neubaugebietes in der Messestadt. Er wurde in offener Bauweise vom Büro von Busse & Partner geplant, das Lichtkonzept stammt vom Büro Lingnau.

Aufbau

Der Bahnhof liegt in West-Ost-Richtung unter dem östlichen Ende der Willy-Brandt-Allee. Im Norden liegt ein großes Park+Ride-Parkhaus und der Osteingang des Messegeländes, südlich schließt sich das Neubaugebiet der Messestadt Riem mit dem dortigen Schulzentrum an der Astrid-Lindgren-Straße an. Bis zur Stadtgrenze sind es nur wenige hundert Meter.

Gestaltung

Den hohen Bahnsteig überspannt ein großer Baldachin aus Aluminium mit einer doppelten Reflektorkonstruktion, die das Licht der beiden "Lichtrohre" gleichmäßig über den ganzen Bahnsteig verteilt. Der ausgesparte Mittelbereich des Baldachins gibt den Blick auf die Decke frei, die wie die oberen Wandteile in Sichtbeton ausgeführt ist.

Die Hintergleiswände und auch die Wände in den Sperrengeschossen sind teilweise mit einer Aluminiumkonstruktion verkleidet, die in ihrer Gestaltung an den früheren Zweck des Geländes angelehnt ist: wie die Flugzeuge, die hier ehedem landeten, sind sie im gewellten Profil legendärer Flugzeugtypen aus der Frühzeit der Luftfahrt gestaltet. Die einzelnen Elemente sind zudem nicht rechtwinklig geschnitten sondern drücken durch ihren Winkel die Dynamik und Geschwindigkeit aus, die sowohl ein Messestandort als auch ein Flughafen haben muss.

Der Bahnsteig ist mit grauen Granitplatten belegt, die von schmalen Streifen quer zur Fahrtrichtung durchzogen sind. Diese Streifen greifen das rot der Linie auf und gliedern den Bahnsteigbereich in einzelne Segmente.

Im östlichen Sperrengeschoss befinden sich Aufnahmen aus der Bauzeit des Bahnhofs. Am Ausgang zur Messe hin befindet sich hier außerdem eine Besonderheit: die Eingangshalle ist hier eine von Blasius Gerg gestaltete Sonnenuhr, die trichterförmig von der Oberfläche Sonnenlicht nach unten führt. Die Uhrzeit ist über den Schatten an der Außenwand ablesbar. In der westlichen Schalterhalle ist zudem der Grundriss des ehemaligen Flughafengeländes Riem in den Boden eingelassen.

Planung

Im Rahmen des SWM-Brandschutzprogramms BSKOMI (siehe Baustellenreport) ist am Aufgang West eine Rauchschürze vorgesehen. Am Aufgang Ost auf Bahnsteigebene entsteht eine raumabschließende, feuerhemmende Einhausung mit selbstschließenden Türen, ergänzt durch eine durchgehende Trennwand mit Türanlagen im östlichen Sperrengeschoss.

Sonstiges

In den ersten Jahren war der Bahnhof außerhalb der Messezeiten nur schwach besucht, erst mit der fortschreitenden Wohn- und Gewerbebebauung der östlichen Bauabschnitte der Messestadt änderte sich dies allmählich.

Der Planungsname dieses Bahnhofs war "Riem Ost" oder auch "Neu-Riem Ost".

Weitere Bilder des U-Bahnhofs Messestadt Ost

U-Bahnhof Messestadt Ost
U-Bahnhof Messestadt Ost
U-Bahnhof Messestadt Ost
U-Bahnhof Messestadt Ost
U-Bahnhof Messestadt Ost
U-Bahnhof Messestadt Ost
A-Wagen 332 als U2 im U-Bahnhof Messestadt Ost
A-Wagen 332 als U2 im U-Bahnhof Messestadt Ost
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