U-Bahnhof Odeonsplatz (U4, U5)

 
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U4
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U5
Kürzel: OU
Eröffnung: 1. März 1986
Koordinaten: 48.142803 °n.B., 11.576385 °ö.L.
Stationsschild Odeonsplatz

Der unter der Brienner Straße gelegene U-Bahnhof Odeonsplatz ist wie der gleichnamige Platz nach dem Odeon benannt, einem für Konzerte nach Plänen Leo von Klenzes erreichteten Bau, der im Zweiten Weltkrieg zerstört wurde. Einen Bahnhof gleichen Namens gibt es auf den Linien U3 und U6.

Wie sein westlicher Nachbarbahnhof ist der Bahnhof Odeonsplatz vom U-Bahn-Referat zusammen mit dem Büro Brückner geplant und mit Wandbildern von Volker Sander gestaltet.

Odeonsplatz A-Wagen am Odeonsplatz Odeonsplatz Bild des Odeonsaals im U-Bahnhof Odeonsplatz

Der Bahnhof ist in zwei einzelnen Tunnelröhren aufgeführt, die durch drei Querschläge verbunden sind. Am westlichen Ende befindet sich der Aufgang zur Brienner Straße, etwa in der Mitte ein Aufgang zum Sperrengeschoss am Platz vor der Feldherrnhalle und am östlichen Ende schließlich der Zugang zum Bahnhof der Linien U3 und U6.

Verbindungstunnel zur U3/U6 am Odeonsplatz Durch einen Verbindungstunnel und eine daran anschließende Treppenanlage sind die beiden Bahnhöfe miteinander verbunden. Die Kapazität diese Durchgangs ist allerdings für das hohe Fahrgastaufkommen zu den Stoßzeiten etwas unter­dimensioniert, was darauf zurückzuführen ist, dass diese Umsteigemöglichkeit in den Planungen des 1971 fertiggestellten Bahnhofs der U3 und U6 nicht vorgesehen war. Nach den damaligen Plänen hätte die Stammstrecke der U5/U9 weiter südlich Anschluss zur U3 und U6 gefunden: am nördlichen Ende des Bahnhofs Marienplatz, wo mittlerweile die zweite S-Bahn-Stammstrecke entstehen soll.
Für die Umstände ist die Umsteigemöglichkeit jedoch relativ gut und mit kurzen Wegen gelöst.

Weiß, grün und gelb sind die Leitfarben der Bahnhofsgestaltung: Weiß sind alle Wandteile im unteren Bereich, grün die Decken und gelb schließlich das Linienband der U4/U5. Die laubgrün gestrichenen Betondecken sind noch Gitterpaneelen angebracht, die ein wenig an Ranksysteme in Gärten erinnern und somit eine Beziehung zum angrenzenden Hofgarten herstellen. Sie verleihen dem Bahnhof eine gewisse Leichtigkeit.

Odeonsplatz Ausgang Brienner Straße Odeonsplatz mittlerer Querschlag mit Aufgang zum Sperrengeschoss U-Bahnhof Odeonsplatz Odeonsplatz

Dies stellt den ersten Versuch dar, eine Form des "veredelten Rohbaus" in die Bahnhofsgestaltung einzubeziehen, also den nackten Beton zu zeigen, was in späteren Jahren zum Standard vieler Bahnhofsgestaltungen zählen sollte.

Die Hintergleiswände schmücken außerdem noch einige Darstellungen der Monumentalbauten der Umgebung, die dezent an die Geschichte Münchens als Residenzstadt der bayrischen Herzöge und Könige erinnern.

Am Odeonsplatz befindet sich mit 52,8 Metern Länge die zweitlängste Fahrtreppe Münchens.

Betrieblich wird der Bahnhof zur Unterscheidung mit dem gleichnamigen Bahnhof der Linien U3 und U6 als "Odeonsplatz (unten)" bezeichnet.




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