U-Bahnhof Odeonsplatz (U3, U6)

 
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U3
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U6
Kürzel: OD
Eröffnung: 19. Oktober 1971
Koordinaten: 48.1432 °n.B., 11.577983 °ö.L.
Stationsschild Odeonsplatz

Der unter dem Odeonsplatz und der Ludwigstraße gelegene U-Bahnhof ist wie der gleichnamige Platz nach dem Odeon benannt, einem für Konzerte nach Plänen Leo von Klenzes erreichteten Bau, der im Zweiten Weltkrieg zerstört wurde. Einen Bahnhof gleichen Namens gibt es auf den Linien U4 und U5.

Odeonsplatz Odeonsplatz vom südlichen Sperrengeschoss aus gesehen Odeonsplatz mit ausfahrendem A-Wagen Odeonsplatz mit neuem Leitsystem

Der Bahnhof ist wie die meisten anderen 1971 eröffneten Bahnhöfe der U6 vom Architekten Paolo Nestler in Zusammenarbeit mit dem städtischen U-Bahn-Referat geplant worden. Graue Faserzementplatten an den Hintergleiswänden und mit Keramikplatten verkleidete Bahnsteigsäulen sind das "Markenzeichen dieser Bahnhöfe". Die Decken sind mit Querschürzen im Abstand der Säulen versehen, um die Blendwirkung der quer zur Fahrtrichtung angeordneten Leuchtstoffröhren zu mindern.

U-Bahnhof Odeonsplatz mit Bahnsteigkiosk Bahnsteigkiosk Er unterschied sich ursprünglich im wesentlichen nur durch seine mit roten Keramikfliesen verkleideten runden Säulen von den nördlich anschließenden Bahnhöfen Universität und Giselastraße. Ansonsten wich er von deren Form nur durch einen leicht gekrümmten Bahnsteig am südlichen Ende ab.
Im südlichen Bahnsteigdrittel befindet sich seit 2013 ein Kiosk auf dem Bahnsteig.

Mit dem Bau der Linien U5/U9 (heute U4/U5) musste am südlichen Ende des Bahnhofs eine Übergangsmöglichkeit zum darunter zu bauenden Bahnhof gefunden werden. Dazu wurde der ehemals symmetrische Aufbau der Treppenanlagen wie er z.B. am Bahnhof Giselastraße noch existiert aufgebrochen und dahinter ein für Münchner Verhältnisse sehr schmaler Durchgang mit Roll- und Festtreppen zum Bahnhof ein Stockwerk tiefer geschaffen.

Bei der ursprünglichen Planung im Jahr 1965 war leider noch nicht absehbar, dass hier eine andere Strecke mit einem Kreuzungsbahnhof kreuzen würde, sonst hätte man sicher großzügiger geplant, zumal der Odeonsplatz mit zu den am meisten genutzten Bahnhöfen im Münchner U-Bahn-Netz zählt.

Wandmosaik von Karl Knappe Im südlichen Sperrengeschoss befindet sich ein Wandmosaik des Künstlers Karl Knappe sowie eine mit Pflanzen besetzte Glasvitrine. Ansonsten wird im U-Bahnhof leider kein Bezug zu den an der Oberfläche liegenden Gebäuden genommen, dies wurde erst später am gleichnamigen Bahnhof der U4/U5 verwirklicht.
Aus dem Sperrengeschoss besteht auch nochmals eine Zugangsmöglichkeit zur U4/U5.

Odeonsplatz im Jahr 1974 mit altem Zugzielanzeiger Bild von 1974 Der Streckenabschnitt vom Odeonsplatz in Richtung Universität ist der am stärksten belastete Abschnitt des ganzen U-Bahnsystems in München. Besonders die südlichen Wägen sind durch die Konzentration der Fahrgastströme am Marienplatz, Odeonsplatz und der Universität häufig überfüllt.

Die südlich angrenzende Theatinerkirche St. Cajetan musste für die Tunnelbauarbeiten mit einer Wand aus 48 Betonbohrpfählen gesichert werden, da der Schildvortrieb mit 1-2 Metern äußerst knapp an den Fundamenten der Kirche entlang führt. Das Richtfest des Bahnhofs war im November 1968 nach 28-monatiger Bauzeit.

Betrieblich wird der Bahnhof zur Unterscheidung mit dem gleichnamigen Bahnhof der Linien U4 und U5 als "Odeonsplatz (oben)" bezeichnet.

Bahnsteigpanorama Odeonsplatz

Weitere Bilder

Aktivierte Notbeleuchtung während Stromausfall am Odeonsplatz Aktivierte Notbeleuchtung während Stromausfall am Odeonsplatz
Aktivierte Notbeleuchtung während Stromausfall am Odeonsplatz Aktivierte Notbeleuchtung während Stromausfall am Odeonsplatz
Aktivierte Notbeleuchtung während Stromausfall am Odeonsplatz Aktivierte Notbeleuchtung während Stromausfall am Odeonsplatz
Aktivierte Notbeleuchtung während Stromausfall am Odeonsplatz Aktivierte Notbeleuchtung während Stromausfall am Odeonsplatz



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