U-Bahnhof Münchner Freiheit (U3, U6)

 
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U3
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U6
Kürzel: MU
Eröffnung: 19. Oktober 1971
Koordinaten: 48.1616 °n.B., 11.586414 °ö.L.
Stationsschild Münchner Freiheit - U3-Seite

Der U-Bahnhof Münchner Freiheit liegt am gleichnamigen Verkehrsknotenpunkt im Herzen von Schwabing unter der Leopoldstraße auf Höhe der Herzog-/Feilitzschstraße.
Der mit als erstes eröffnete viergleisige U-Bahnhof wurde wie die meisten Bahnhöfe, die 1971 in Betrieb gingen, von Paolo Nestler in Zusammenarbeit mit dem städtischen U-Bahn-Referat geplant. In den Jahren 2008 und 2009 wurde der Bahnhof jedoch vom Baureferat in Zusammenarbeit mit dem Lichtdesigner Ingo Maurer umgestaltet.

Ursprüngliche Gestaltung

Die Grundelemente seiner Gestaltung von 1971 finden sich auch in den anderen Bahnhöfen der U6 wieder: Faserzementplatten an den Wänden, Keramikfliesen an den Säulen. Aufgrund seiner Gestaltung erhielt er vom Bund Deutscher Architekten eine Auszeichnung.1

Münchner Freiheit Münchner Freiheit Münchner Freiheit Münchner Freiheit Gleis 2

An der Münchner Freiheit ist blau die Farbe aller Säulen, die Wänder sind in neutralem hellgrau gehalten, die Decken ebenso. Im nördlichen Bahnsteigteil liegt darüber das Sperrengeschoss, im Süden erstreckt sich die Bahnsteighalle dagegen deutlich höher.

Umbau 2008/2009

In den Jahren 2008 und 2009 wurde der U-Bahnhof grundsaniert und umgestaltet werden. Insbesondere das neue Farb- und Lichtkonzept von Ingo Maurer ließen den Bahnhof zur Eröffnung der neuen Tramlinie 23 in neuem Glanz erstrahlen. Während die bestehende Architektur weitgehend erhalten blieb, wurde das sichtbar in die Tage gekommene Erscheinungsbild der viergleisigen U-Bahnstation vollständig überarbeitet.

Münchner Freiheit, Gleis 4 vorher Münchner Freiheit nach dem Umbau nachher Münchner Freiheit vorher Münchner Freiheit nach der Neugestaltung nachher

Im sichtbaren Bahnsteigbereich wurde nahezu alles erneuert, was sich auf den Bahnsteigen befindet: Bahnsteigbelag, Bahnsteigmöblierung, Wandverkleidungen, Beleuchtung und Bahnhofsdecke. Zudem wurden die Bahnsteige um wenige Zentimeter erhöht sowie ein durchgängiges taktiles Leitsystem installiert.

Das Ergebnis wertet den U-Bahnhof sichtbar auf: Gelbe Wände, blau illuminierte Säulen und Spiegel als Deckenverkleidung sorgen für ein attraktives Erscheinungsbild, das auf Helligkeit, Transparenz und Lebendigkeit abzielt.

Münchner Freiheit nach der Neugestaltung Münchner Freiheit nach der Neugestaltung Münchner Freiheit nach der Neugestaltung Sperrengeschoss Münchner Freiheit - Zugänge zu Gleis 2/4

Ebenfalls völlig neu gestaltet wurde auch das Ladenangebot im Zwischengeschoß der Münchner Freiheit. Dieses wurde bisher neben einer Apotheke und einem Bäcker von einem Ableger eines Kaufhauses dominiert. Im Zuge der Arbeiten wurde die Ladenaufteilung kleinräumiger gestaltet und die Ladenflächen erweitert, die Verkehrsflächen wurden zudem großzügiger und übersichtlicher umgebaut.

Allgemeines

Einfahrender A-Wagen an der Münchner Freiheit An den inneren Gleisen der U6 sind die Linienbänder mit dem Bahnhofsnamen im U6-typischen blau gehalten, an den beiden äußeren Gleisen im U3-typischen orange. An der südlichen Wandseite über den Tunneleingängen erstreckt sich ein Wandfries von Jürgen Reipka, was die Gestaltung des ansonsten sehr sachlich gehaltenen Bahnhofs etwas auflockert.

Im nördlichen Bereich der beiden Bahnsteige wurden in den 1990er Jahren Aufzüge nachgerüstet, ansonsten sind die beiden Bahnsteige über jeweils zwei Rolltreppen und eine Festtreppe an das Sperrengeschoss angebunden.

Durch seine Lage als Verzweigungsbahnhof zwischen U3 und U6 im Norden waren zwei Gleise zu wenig, da das Einfädeln in die gemeinsame Stammstrecke sonst oft zu Problemen geführt hätte. Da über ihn aber auch sämtliche Fahrten von und zur Technischen Basis in Fröttmaning abgewickelt werden, wurde er sogar mit vier Bahnsteigkanten ausgestattet, die meisten anderen Verzweigungsbahnhöfe haben nur drei. Südlich des Bahnhofs befindet sich eine Wendeanlage, nördlich davon auf zwei Gleisen eine Hinterstellmöglichkeit für drei Langzüge sowie eine Wendemöglichkeit für einen Langzug. Für gewöhnlich sind hier ein oder mehrere Reservezüge stationiert.

Trambahnhof an der Münchner Freiheit An der Oberfläche besteht Anschluss an zahlreiche Buslinien sowie die Tramlinie 23, die den Münchner Norden feinerschließen. Im Zuge des Neubaus der Tramlinie in Richtung Parkstadt Schwabing / Schwabing Nord wurde auch die Oberfläche umgestaltet. Hierzu wurde ein auf 18 filigranen Stützkonstruktionen sitzendes Stahldach aus weißen und lindgrünen Elementen gebaut, unter dem Platz für eine Tram- sowie zwei Bushaltestellen vorhanden ist. Die grüne Dachgestaltung ist nicht unumstritten und hat auch bereits zu Klagen seitens der Anwohner gesorgt.

Von Norden her ist ein ebenerdiger Zugang zum Sperrengeschoss über den abgesenkten Platz an der Münchner Freiheit möglich.

Wie der Platz wurde der Bahnhof im Laufe der Zeit umbenannt: aus Münchener Freiheit wurde Münchner Freiheit, an einzelnen Stellen ist die alte Beschriftung mit dem zusätzlichen e bis heute sichtbar.

Siehe auch:

» Vorstellung Bahnhofsumbau Münchner Freiheit
» Sanierung und Neugestaltung U-Bahnhof Münchner Freiheit.

Weitere Bilder

Münchner Freiheit nach der Neugestaltung Münchner Freiheit nach der Neugestaltung
Ungewöhnlicher Betrieb an der Münchner Freiheit im Jahr 1972 Ungewöhnlicher Betrieb an der Münchner Freiheit im Jahr 1972
Einfahrender B-Wagen am Gleis 1 der Münchner Freiheit Einfahrender B-Wagen am Gleis 1 der Münchner Freiheit
Münchner Freiheit Münchner Freiheit
Fotomontage der Neugestaltung Fotomontage der Neugestaltung
U-Bahn-Baustelle an der Münchner Freiheit 1969 U-Bahn-Baustelle an der Münchner Freiheit 1969
Ingo Maurer an der Münchner Freiheit Ingo Maurer an der Münchner Freiheit
Münchner Freiheit nach der Neugestaltung Münchner Freiheit nach der Neugestaltung
Neues Wandelement an der Münchner Freiheit Neues Wandelement an der Münchner Freiheit



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Quellen

  1. Zimniok (1980), S. 71