Stationsschild U-Bahnhof Candidplatz

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Candidplatz
5254153N43N44X204X30
Eröffnung
9. November 1997 (vor 28 Jahren)
Gestaltung
U-Bahn-Referat München / Egon Konrad
Karte

Der U-Bahnhof Candidplatz wurde vom U-Bahn-Referat der Stadt München zusammen mit dem Architektur­­büro Egon Konrad geplant. Er liegt unter der Pilgersheimer Straße und im südlichen Bereich unter der Candidbrücke. Damit erschließt er einen dicht besiedelten Teil Unter­giesings.

Der Bahnhof ist nach dem Maler und Bildhauer Pieter de Witte, genannt Pietro Candid benannt, der um 1548 in Brügge geboren wurde und lange am Münchner Hof lebte. Er schuf mehrere Säle der Residenz sowie zahlreiche Altarbilder für Kirchen in München und Umgebung; nach ihm sind auch die Candidstraße, die Candidbrücke und der Candidtunnel benannt.

Der in einer Kurve liegende Bahnsteig ist mit einer mittigen Stützenreihe versehen, um den Erd- und Verkehrsdruck der darüber­liegenden Ober­flächen­bauten aufzunehmen, unter anderem kreuzt die Candidbrücke des Mittleren Rings den Bahnhof.

Bauweise

Der Bahnhof wurde in Bohrpfahl-Deckelbauweise mit einer Beton-Innenschale errichtet. Die Mittelstützenreihe war aufgrund der Last der Candidbrücke am Mittleren Ring statisch notwendig. Die hutartige Profilierung der Decke erklärt sich durch einen darunter verlaufenden Hauptabwasserkanal; weil dieser nicht verlegt werden konnte, musste der Deckenquerschnitt entsprechend angepasst werden. Aus Symmetriegründen wurde die charakteristische Form auf beiden Seiten gleich ausgeführt, obwohl sie streng genommen nur auf einer Seite erforderlich gewesen wäre.

Gestaltung

Der gesamte Bahnsteig­bereich, also Wände, Stützen und Decken, ist in einem regen­bogen­artigen Farbverlauf bemalt. Am Nordende beginnt es mit violett und geht über rot, gelb und grün bis dunkelblau am südlichen Bahnsteigsende, wo über eine Rampe ein Sperren­geschoss erreicht wird. Die Farbgebung stammt vom Farbkünstler Alfons Wagner, der für ihre Umsetzung die sogenannte Chiron-Technik einsetzte: Dabei wird Farbe in kleinsten Portionen in den Luftstrom des Spritzgeräts eingeträufelt, was besonders feine Farbverläufe ermöglicht. Als persönliche Signatur hat Wagner seinen charakteristischen Schmetterling an einer der Wände des Bahnhofs versteckt.

Die Mittelstützen sind mit mattiertem Glas verkleidet, um eine Verschmutzung der Stützen selbst zu verhindern und die Farbflächen zu gliedern.

Am Bahnhof Candidplatz begann der bergmännische Tunnelvortrieb für den Bau des südlichen Linienastes der U1 vom Kolumbusplatz zum Mangfallplatz.

Weitere Bilder des U-Bahnhofs Candidplatz

Zugangsrampe zum U-Bahnhof Candidplatz
Zugangsrampe zum U-Bahnhof Candidplatz
U-Bahnhof Candidplatz
U-Bahnhof Candidplatz
U-Bahnhof Candidplatz
U-Bahnhof Candidplatz
B-Wagen 551 als U1 im U-Bahnhof Candidplatz
B-Wagen 551 als U1 im U-Bahnhof Candidplatz
Oberfläche am U-Bahnhof Candidplatz
Oberfläche am U-Bahnhof Candidplatz
U-Bahnhof Candidplatz
U-Bahnhof Candidplatz
U-Bahnhof Candidplatz
U-Bahnhof Candidplatz
C2-Zug 721 als U1 im U-Bahnhof Candidplatz
C2-Zug 721 als U1 im U-Bahnhof Candidplatz
Nördliches Sperrengeschoss im U-Bahnhof Candidplatz
Nördliches Sperrengeschoss im U-Bahnhof Candidplatz
Schmetterling an der Bahnhofswand im U-Bahnhof Candidplatz
Schmetterling an der Bahnhofswand im U-Bahnhof Candidplatz
Alter Zugzielanzeiger im U-Bahnhof Candidplatz
Alter Zugzielanzeiger im U-Bahnhof Candidplatz
U-Bahnhof Candidplatz mit einfahrendem A-Wagen
U-Bahnhof Candidplatz mit einfahrendem A-Wagen
U-Bahnhof Candidplatz
U-Bahnhof Candidplatz
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