U3 zum OEZ wird eröffnet

25. Oktober 2007

Ab Sonntag, 28. Oktober hat die U3 zwei neue Bahnhöfe: Oberwiesenfeld und Olympia-Einkaufszentrum. Rund drei Jahre nach der Verlängerung der U1 bis zum OEZ erreicht nun auch die U3 den neuen U-Bahnhof.

Die Feierlichkeiten zur Eröffnung beginnen am Sonntag, 28. Oktober ab 11 Uhr an der Oberfläche des U-Bahnhofs Oberwiesenfeld in der Moosacher Straße. Bis zum Betriebsbeginn gegen 13 Uhr verkehren zwischen Olympiazentrum und Olympia-Einkaufszentrum Pendelbusse der MVG. Bis 16 Uhr wird vor Ort ein buntes Programm angeboten, ab 13 Uhr zusätzlich auch in der Pelkovenstraße am OEZ. Von 13 Uhr bis Betriebsschluss gilt auf der U3 ab Münchner Freiheit dann frei Fahrt für alle - die Fahrt zu den neuen U-Bahnhöfen ist kostenlos.

Die rund 2,2 Kilometer lange Strecke wurde größtenteils im bergmännischen Verfahren gebaut, lediglich die beiden Bahnhöfe wurden in Schlitzwand-Deckelbauweise erstellt. Sie ist die erste Erweiterung der U3 in nördlicher Richtung seit ihrer Eröffnung 1972. Mit dieser Verlängerung erreicht das U-Bahnnetz erstmals eine Länge von mehr als 100 Kilometern bei 98 Bahnhöfen.

Olympia-Einkaufszentrum (U3) im Bau Bahnhof OEZ kurz
vor der Fertigstellung
Die Bahnsteighalle des Bahnhofs Olympia-Einkaufszentrum der U3 liegt unter der Pelkovenstraße östlich der Hanauer Straße und ist nach dem zur Olympia-Zeit eröffneten Einkaufszentrum benannt.
Am östlichen Ende ist der Bahnsteig über zwei Fahrtreppen sowie eine Festtreppe mit einem Sperrengeschoss unter der Pelkovenstraße verbunden, von wo aus die Oberfläche am Südeingang des OEZ erreicht werden kann. Kurz vor dem westlichen Bahnsteigende führen lange Fahrtreppen zum Sperrengeschoss unter der Kreuzung Pelkoven-/Hanauer Straße.
Vom Sperrengeschoss aus kann man hier direkt bis zur Bahnsteigebene blicken.

Olympia-Einkaufszentrum im Bau, Blick vom Sperrengeschoss Blick vom
Sperrengeschoss
Am westlichen Bahnsteigende führen zwei Fahr- und Festtreppenkombination zu den Bahnsteigen der U1, der westlichste davon noch über ein kleines Zwischengeschoss direkt zum stadteinwärtigen Bahnsteig. Aufzüge führen ebenfalls direkt zu den Bahnsteigen sowie zum Sperrengeschoss.

Die Hintergleiswände sind mit pyramidenförmigen Metallelementen versehen, die das auf sie treffende Licht reflektieren. An der Decke sind ellipsoid geformte Verstrebungen auf halber Höhe angebracht, an denen die Bahnsteigbeleuchtung angebracht ist. Darüber liegen blau gestrichene und beleuchtete Wände und Decken. Die Gesamtplanung lag in den Händen von Paul Kramer und Otto Vogel vom Baureferat in Zusammenarbeit mit Betz Architekten.

Oberwiesenfeld im Rohbau Oberwiesenfeld
im Rohbau
Die säulenlose Bahnsteigshalle des Bahnhofs Oberwiesenfeld liegt in Ost-West-Richtung unter der Moosacher Straße. Über 16 Oberlichter, die südlich der Moosacher Straße liegen, wird er mit Tageslicht versorgt. Durch eines der Oberlichter führt ein Lift vom Bahnsteig direkt ins Freie, er ist an das östliche Sperrengeschoss über einen Steg angebunden. Ein weiterer Lift im Sperrengeschoss führt nördlich der Moosacher Straße an die Oberfläche.

Fahr- und Festtreppen verbinden den Bahnsteig mit den beiden Sperrengeschossen am Ost- und Westkopf des Bahnsteigs, auf beiden Seiten ist hier auch ein Kiosk vorgesehen. Aufgänge beidseits der Moosacher Straße machen ihn einfach erreichbar. Auf der Südseite wird ferner eine "Kiss&Bye-Spur" angelegt.

Die Wände sollen bis zur Eröffnung mit Metallblechen verkleidet werden. Für die Gestaltung des an der Südseite aufgebrachten Bildes "Ornament" zeichnet sich Rudolf Herz verantwortlich. Es zeigt feine geometrische Muster. Die Gesamtplanung des Bahnhofs lag bei Paul Kramer und Manfred Rossiwal-Jespersen vom städtischen Baureferat.

Beide neuen Bahnhöfe werden tagsüber im 10-Minuten-Takt angefahren und sind mit dem neuen Leit- und Informationssystem ausgestattet, das schon am Marienplatz und Odeonsplatz eingeführt wurde (siehe Neues Leit- und Informationssystem am Odeonsplatz). Dieses vom Münchner Designbüro Frank & Flath erdachte System soll die Orientierung in den U-Bahnanlagen erleichtern und eine einfache Erfassbarkeit und optimierte Lesbarkeit der Informationen bieten.

Bis Herbst 2010 soll die bereits im Bau befindliche Weiterführung der U3 bis Moosach fertiggestellt sein, bis dahin enden die beiden Gleise im Bahnhof OEZ an Prellböcken wenige Meter hinter den Bahnsteigen.

Weitere Bilder

U-Bahnhof Olympia-Einkaufszentrum (U3) OEZ (2004)
Bahnhof Oberwiesenfeld im Rohbau, im Hintergrund Schildvortrieb Richtung Olympiazentrum Oberwiesenfeld
(2004)
U-Bahnhof Oberwiesenfeld im Rohbau Oberwiesenfeld
(2004)
Schalung zur Betonierung der Innenschale des Tunnels Oberwiesenfeld-OEZ Schalung des
Streckentunnel (2004)
Tunnel zwischen Oberwiesenfeld und OEZ im Rohbau Streckentunnel zwischen
Oberwiesenfeld
und OEZ (2004)
U-Bahnhof Olympia-Einkaufszentrum (U3) OEZ (Anfang 2007)
Seitengang über dem U-Bahnhof Olympia-Einkaufszentrum (U3) Seitengang über dem
U-Bahnhof OEZ
Blick vom östlichen Sperrengeschoss des U-Bahnhofs Oberwiesenfeld auf den Bahnsteig Oberwiesenfeld
(Anfang 2007)


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