Der U-Bahnhof Oberwiesenfeld erschließt Teile Milbertshofens sowie den nördlichen Olympiapark, außerdem dient er der Verkehrsanbindung der Industrie- und Gewerbeansiedlungen entlang der Moosacher Straße. Seinen Namen trägt er nach dem Oberwiesenfeld, das heute größtenteils vom Olympiapark und dem Olympischen Dorf eingenommen wird.
Aufbau
Die stützenlose Bahnsteigshalle liegt in Ost-West-Richtung unter der Moosacher Straße. Über 16 pyramidenförmige Lichtschächte, die südlich der Moosacher Straße liegen, wird er mit Tageslicht versorgt. Durch eines der Oberlichter führt ein Lift vom Bahnsteig direkt ins Freie, er ist an das östliche Sperrengeschoss über einen Steg angebunden. Ein weiterer Lift im Sperrengeschoss führt nördlich der Moosacher Straße an die Oberfläche.
Fahr- und Festtreppen verbinden den Bahnsteig mit den beiden Sperrengeschossen am Ost- und Westkopf des Bahnsteigs, auf beiden Seiten ist hier auch ein Kiosk bzw. Backshop vorhanden. Aufgänge beidseits der Moosacher Straße machen ihn einfach erreichbar. Auf der Südseite gibt es ferner eine "Kiss&Bye-Spur".
Der Bahnsteig liegt rund 11,5 Meter unter der Erdoberfläche, die Breite des Bauwerks liegt bei knapp 18 Metern zwischen den beiden 1,20 Meter breiten Schlitzwänden. Westlich des Bahnhofs schließt sich ein Wendegleis im Tunnel an. Im grundwasserführenden Abschnitt zwischen Lerchenauer Straße und Moosacher Straße wurde im Druckluftvortrieb gebaut — die Bautrupps unterlagen dabei einer Dekompressionspflicht von bis zu einer Stunde. Die Weichenstraße westlich des Bahnhofs hat einen Tunnelquerschnitt von fast 170 m², was seinerzeit den größten Münchner U-Bahntunnel im Vollausbruch darstellte.
Gestaltung
Für die Gestaltung des Kunstwerks "Ornament" an der Südseite zeichnet sich Rudolf Herz verantwortlich. Es basiert auf dem Anamorphose-Prinzip: Von vorne betrachtet wirken die schwarz-weißen Balken ungeordnet; erst aus dem Blickwinkel des einfahrenden Zuges fügen sie sich zu einem lang gestreckten Labyrinth zusammen. Die Nordwand ist mit orangenen Paneelen verkleidet, die an das orange der Olympialinie anknüpfen sollen.
Die Wände sind mit Aluminium-Paneelen verkleidet. Die Gesamtplanung des Bahnhofs lag bei Paul Kramer und Manfred Rossiwal-Jespersen vom städtischen Baureferat.
Sonstiges
Der Planungsname dieses Bahnhofs war "Olympiapark Nord". Auf Wunsch des örtlichen Bezirksausschusses wurde der Name jedoch noch vor der Eröffnung auf die historische Flurbezeichnung des Geländes des heutigen Olympiaparks geändert. Seit 1972 trug der U-Bahnhof Olympiazentrum den Zusatz "Oberwiesenfeld" an zwei Stellen an den Außenwänden des Bahnhofs.
Bilder vom Eröffnungstag
Bilder aus der Bauphase
2007
2004
Weitere Bilder des U-Bahnhofs Oberwiesenfeld