U6 nach Garching-Forschungszentrum

14. Oktober 2006

Eröffnung der U-Bahn nach Garching-Forschungszentrum Offizielle Eröffnung Nach langen Jahren der Planung und Bauausführung erhielt die Stadt Garching bei München nun endlich auch im Stadtzentrum U-Bahn-Anschluss. Außerdem wird nun das Forschungszentrum im Garchinger Norden ebenfalls von der Linie U6 erschlossen, was insbesondere die Studenten und Mitarbeiter der Technischen Universität und der dortigen Forschungsinstitute freuen wird.

Als einzige größere Umlandgemeinde liegt Garching nicht an einer S-Bahnlinie, weshalb die Stadt im öffentliche Personennahverkehr bisher nur durch Busse an das benachbarte München angeschlossen war. Die U-Bahn-Eröffnung bis Garching-Hochbrück im Jahr 1995 verkürzte die Fahrzeit bereits deutlich, die jetzige Eröffnung wird die Fahrzeiten nochmals um rund 20 Minuten verkürzen.

Garching feiert die Eröffnung der U6 Am Eröffnungswochenende vom 13. bis 15. Oktober 2006 findet deswegen in Garching ein großes Fest mit Musik und Prominenz statt1. Am 14. Oktober um 11 Uhr begann der Festakt zur eigentlichen Eröffnung der U-Bahn-Neubaustrecke. Auf dem Maibaumplatz über dem neuen U-Bahnhof Garching sprachen dort unter anderem der Garchinger Bürgermeister Manfred Solbrig, der TU-Präsident Professor Wolfgang A. Herrmann, der Leiter des Max-Planck-Instituts für Plasmaphysik, Professor Alexander M. Bradshaw, der bayerische Forschungsminister Thomas Goppel, der Landrat des Landkreises München Heiner Janik und der Münchner Oberbürgermeister Christian Ude, ehe von Weihbischof Engelbert Siebler und dem stellvertretenden Dekan Rainer Kobilke der kirchliche Segen für die neue Strecke erteilt wurde. Anschließend erfolgte die Übergabe der Betriebserlaubnis für Bahnhöfe und Strecke durch Christoph Hillenbrand, den Präsidenten der Regierung von Oberbayern an Bürgermeister Manfred Solbrig sowie MVG-Chef Herbert König.
Den Startschuss zur ersten U-Bahn-Fahrt wurde vom Garchinger Altbürgermeister Helmut Karl gegeben, anschließend verkehrt die U6 das ganze Festwochenende über im 10-Minuten-Takt. Ab etwa 10:15 Uhr bot die MVG einen kostenlosen Bus-Shuttleverkehr von Hochbrück bis zum Maibaumplatz.
Am Sonntag findet außerdem ein Tag der offenen Tür in zahlreichen Forschungsinstituten statt.

Überblick über die neuen Bahnhöfe
Garching Gleis 1 Garching Einfahrender C-Zug im Bahnhof Garching Garching Garching-Forschungszentrum Garching- Forschungszentrum Garching-Forschungszentrum Garching- Forschungszentrum

C-Zug 610 wird am 16. Februar 2004 an die Stadt Garching übergeben Bereits 1995 beteiligte sich die Stadt Garching an der Beschaffung dreier U-Bahn-Wagen vom Typ B, die das Garchinger Stadtwappen tragen. Im Jahr 2004 finanzierte Garching im Hinblick auf die bevorstehende Eröffnung einen Zug vom Typ C, der seither ebenfalls das Garchinger Wappen durch den Münchner Untergrund befördert.
Das Münchner U-Bahnnetz vergrößert sich durch die Erweiterung auf 98,4 Kilometer Gesamtlänge sowie 96 U-Bahnhöfe.2

Die knapp 4,4 Kilometer lange Neubaustrecke verschwindet kurz nach dem Bahnhof Hochbrück in einer Rechtskurve im Tunnel, unterquert die B471 und hält am Bahnhof Garching im Herzen der Stadt unter dem Maibaumplatz. Der mit zwei Röhrenbahnsteigen und dazwischenliegende Querschlägen ausgeführte Bahnhof liegt etwa 17 Meter unter der Erdoberfläche.

Testfahrten zum Forschungszentrum Tunnelrampe Kurz nach dem Ortsende von Garching kommt die U6 in einer Linkskurve nochmals kurz an die Oberfläche, durchquert einige Felder und Wiesen und versinktkurz vor dem in einfacher Tiefenlage errichteten Bahnhof Garching-Forschungszentrum wieder im Untergrund.

Unter Garching selbst sowie im Bahnhof Forschungszentrum sind die Gleiströge auf einem Masse-Feder-System gelagert. Erschütterungen durch fahrende Bahnen werden dabei annähernd komplett von den 5-15 cm dicken Gummimatten absorbiert, auf denen die schweren Betontröge aufliegen. Besonders am neuen Endbahnhof ist dies angesichts der zahlreichen Forschungsinstitute mit empfindlichen Messgeräten wichtig.

U-Bahn-Eingang Garching-Forschungszentrum Forschungszentrum Die beiden neuen Bahnhöfe werden zukünftig in der Hauptverkehrszeit im 10-Minuten-Takt angefahren, zu den übrigen Betriebszeiten im 20-Minuten-Takt. Eine Fahrt vom Forschungszentrum zum Marienplatz dauert 25 Minuten, aus dem Garchinger Zentrum sind es 2 Minuten weniger. Mit der Eröffnung einher rund geht eine Neugestaltung des Garchinger Busnetzes, da die U-Bahn nun weite Teile der Stadt bestens erschließt.

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