U-Bahnhof Königsplatz (U2, U8)

 
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U2
Kürzel: KN
Eröffnung: 18. Oktober 1980
Koordinaten: 48.144903 °n.B., 11.563259 °ö.L.
Stationsschild Königsplatz

Der Bahnhof Königsplatz erschließt nicht nur die südlichen Teile der Technischen Universität und das nördliche Bahnhofsviertel, sondern vor allem das Kunstareal Münchens mit einer beeindruckenden Dichte an Galerien und Museen auf vergleichsweise engem Raum.

U-Bahnhof Königsplatz U-Bahnhof Königsplatz U-Bahnhof Königsplatz U-Bahnhof Königsplatz

Seinen Namen erhielt der Königsplatz im Jahr 1808 als Erinnerung an die 1806 erlangte Königswürde der bayerischen Herrscher. Ursprünglich trug die ihn durchquerende Brienner Straße auch den Namen "Königstraße".

Direkt über dem Bahnsteig wurde 1994 in einem bis dahin weitgehend ungenutztem Hohlraum mit dem "Kunstbau" ein Kunstmuseum geschaffen, das aus dem Sperrengeschoss des Bahnhofs erreicht werden kann und mit einer Lichtinstallation von Dan Flavin ausgerüstet wurde. die 110 Meter lange, 14 Meter breite und 5 Meter hohe Halle wird von wechselnden Ausstellungen des Lenbachhauses genutzt.
In fußläufiger Entfernung befinden sich zahllose weitere Museen, darunter die drei Pinakotheken, die Glypothek, die Staatliche Antikensammlung und das Lenbachhaus.

Königsplatz Zugang zum Kunstbau aus dem Sperrengeschoss des U-Bahnhofs Königsplatz U-Bahnhof Königsplatz Einfahrender A-Wagen am Königsplatz

Die Gestaltung des Bahnhofs wurde von Professor Josef Wiedemann zusammen mit Johannes Segieth geplant, es sollte damit ein Bezug zu den umliegenden Museen und Galerien hergestellt. 32 teilweise bis zu vier Meter hohe Faksimiles weltbekannter Kunstwerke zieren auf emaillierten Wandverkleidungen die Hintergleiswände des Bahnhofs. Die zu acht Bildgruppen zusammengefassten Motive beziehen sich jeweils auf ein Museum an der Oberfläche.

In die Stützsäulen des Bahnhofs in der Bahnsteigmitte sind Vitrinen eingelassen, in denen Kleinexponate gezeigt werden können. Der Fußboden ist im Gegensatz zu den gleichzeitig eröffneten Bahnhöfen aus großformatigen, graublauen Azul-Granitplatten ausgelegt, weiß eingelegte mythologische Figuren lockern die Flächen auf. In der Grundidee der Gestaltung gleicht der Bahnhof zwar den anderen 1980 eröffneten U-Bahnhöfen der damaligen U8, in der Ausgestaltung ragt er in Gestaltung und Farbgebung ganz klar heraus, die Mehrzahl der anderen Bahnhöfe sind vergleichsweise sparsam gestaltet während am Königsplatz Form- und Farbvielfalt dominiert.

U-Bahnhof Königsplatz Königsplatz U-Bahnhof Königsplatz Einfahrender B-Wagen am Königsplatz

Die Vitrinen in Bahnsteigsmitte wurden erst 1990 aufgestellt und sollen den Charakter des Bahnhofs im umgebenden Kunstareal weiter betonen. In ihnen befinden sich Repliken von Kunstwerken der angrenzenden Glyptothek und der Staatlichen Antikensammlung.

Der Planungsname dieses Bahnhofs lautete "Brienner Straße", diese kreuzt den Streckentunnel der U2 kurz nördlich des Bahnhofs am Königsplatz.

Weitere Bilder

U-Bahnhof Königsplatz, Gleis 1 U-Bahnhof Königsplatz, Gleis 1
Königsplatz mit Kunstbau darüber Königsplatz mit Kunstbau darüber
Bodenmosaik am Königsplatz Bodenmosaik am Königsplatz
Südliches Sperrengeschoss am Königsplatz Südliches Sperrengeschoss am Königsplatz
Südzugang am U-Bahnhof Königsplatz Südzugang am U-Bahnhof Königsplatz



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