Ende der langsamen Einfahrt in Garching Hochbrück

2. Oktober 2006

Abfahrbereiter A-Wagen in Garching-Hochbrück Bahnhof Hochbrück Im Zuge der Vorbereitungen der Verlängerung der Linie U6 nach Garching-Forschungszentrum am 14. Oktober sind in Garching-Hochbrück inzwischen die Langsamfahrstellen weggefallen. Dadurch kann jetzt auf Gleis 2 (der Regelbahnsteig am Busbahnhof) statt mit bisher 15 km/h jetzt mit 40km/h (bedingt durch die im abzweigenden Strang befahrene Weiche) eingefahren werden, auf Gleis 1 wäre sogar eine Einfahrt ohne Beschränkung möglich.

Der Grund für die bisherigen Beschränkungen liegt in der Zugsicherung:
Für den Fall, dass der Fahrer den Zug wegen einer Unaufmerksamkeit nicht rechtzeitig bremst oder ein anderes Problem auftritt, sind Signale technisch so gesichert, dass der Zug bei Überfahren eines haltgebietenden Signals automatisch gebremst wird. Da der Zug bis zum Stillstand eine gewisse Strecke benötigt, muss hinter diesem Signal ein gewisser Sicherheitsabstand bis zur nächsten Gefahrenquelle gegeben sein, der sogenannte Durchrutschweg.

In Garching-Hochbrück war dieser Durchrutschweg bisher nicht vorhanden: Früher befand sich unmittelbar hinter dem Bahnsteig bereits der Prellbock, seit Anschluss der neuen Strecke an den bestehenden Bahnhof eine sogenannte Gleissperre, die ein Einfahren von Bauzügen aus der Neubaustrecke in die Bestandsstrecke verhindern sollte. Daher musste der Zug, um in der Nähe des Bahnsteigendes eine ausreichend geringe Geschwindigkeit zu haben, in der Anfahrt auf den Bahnsteig in Schritten auf 60 km/h, dann auf 40 km/h, schließlich sogar nur auf 15 km/h abgebremst werden (siehe Geschwindigkeitstafeln im Bild), was auch technisch überwacht wurde und im Falle eines Nichtbeachtens zu einer Zwangsbremsung geführt hätte.
Inzwischen wurden die Gleissperren demontiert, weswegen die Geschwindigkeitsbeschränkungen aufgehoben werden konnten.