U-Bahnhof Gern (U1, U7)

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Kürzel: GE
Eröffnung: 23. Mai 1998
Koordinaten: 48.162802 °n.B., 11.529115 °ö.L.
Stationsschild Gern
Karte

Der U-Bahnhof Gern wurde vom Architektur­büro Claus + Forster und dem U-Bahn-Referat der Stadt München geplant.

Inmitten des Ortsteils Gern, der ab 1892 als Villenkolonie geplant und ausgebaut wurde, liegt der U-Bahnhof in einer ruhigen Wohngegend. 1899 gelangte das bereits im 11. Jahrhundert erwähnte Dorf schließlich als Teil von Nymphenburg zu München.

Aufgrund der beengten Verhältnisse an der Oberfläche sind die Außenwände schräg. Die Waisenhaus­straße, unter der sich der Bahnhof befindet, konnte während der Bauzeit nicht komplett gesperrt werden, weswegen immer auch Fahrbahnen für den Busverkehr freigehalten werden mussten.

An den blau lasierten Bahnsteig­wänden aus Sichtbeton sind Glasplatten mit Texten und Motiven aus der Stadt­teil­geschichte Gerns angebracht, die von Michael Zimmermann zusammengestellt wurden. Der Boden des Bahnsteigs ist mit hellem Granit ausgelegt, der die Beleuchtung aus den neun Lichtpyramiden leicht reflektiert.
Am westlichen und am östlichen Ende des Bahnsteigs befindet sich ein Lift zur Oberfläche und zum Sperren­geschoss, außerdem führen an beiden Bahnsteigenden Fahr- und Festtreppen über Sperrengeschosse zur Oberfläche.

Ursprünglich sollte der Bahnhof gemäß den 1989 beschlossenen Planungen etwa 185 Meter weiter südlich liegen, was jedoch zu erbitterten Protesten unter den Anwohnern führte, sowohl für als auch gegen die südlichere Lage.

Erst nach etwa einem Jahr entschied schließlich die Regierung von Oberbayern, dass der U-Bahnhof aufgrund aus­geglich­enerer Bahnhofs­abstände und besserer Fahrgastprognosen in Nordlage gebaut werden sollte. Die Baukosten erhöhten sich allerdings um etwa 3 Millionen DM, die Bauzeit um einige Monate.

Die neun trichterförmigen Lampen­schirme von der Kölner Firma Lichtdesign in der Decke wurden in die Zwischenräume der Aussteifungen des Bahnhofs­bauwerkes eingepasst und erwecken den Eindruck, als ob durch sie Tageslicht von oben einfallen würde. Sie sind über einen nicht genutzten Hohlraum über dem Bahnsteig zugänglich, von wo aus z.B. defekte Lampen getauscht werden können. Hohlräume dieser Art existieren in zahlreichen U-Bahnhöfen und sind durch das Schlitzwand-Deckel-Bauverfahren mit Aussteifungen bedingt.

Weitere Bilder

U-Bahnhof Gern U-Bahnhof Gern
Östliches Sperrengeschoss des U-Bahnhofs Gern Östliches Sperrengeschoss des U-Bahnhofs Gern
Nicht öffentliches Zwischengeschoss in Gern Nicht öffentliches Zwischengeschoss in Gern
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