Eröffnung der Bahnsteigerweiterung am Marienplatz

29. Mai 2006

Eröffnung am Marienplatz Offizielle Eröffnung Am Montag, den 29. Mai 2006 um kurz nach 12 Uhr fand die feierliche Eröffnung der Bahnsteigerweiterung am U-Bahnhof Marienplatz statt. Nach 3 Jahren Bauzeit gehen die Arbeiten kurz vor der WM zu Ende.

Der bayerische Verkehrsminister Erwin Huber eröffnete zusammen mit Oberbürgermeister Christian Ude, Baureferentin Rosemarie Hingerl und MVG-Chef Herbert König die beiden neuen Tunnelröhren, die die Kapazität des U-Bahnhofs erhöhen sollen und insbesonders zu Stoßzeiten die Engpässe lindern sollen.

Der von Alexander von Branca entworfenen Bahnhof Marienplatz ist der zentrale Knotenpunkt der wichtigsten U-Bahnlinien U3 und U6 mit der S-Bahn-Stammstrecke. Pro Stunde benutzen in der Hauptverkehrszeit über 30.000 Fahrgäste diesen Bahnhof.

Bahnsteigerweiterung Marienplatz Bauarbeiten zur
Bahnsteigerweiterung
Zwischen dem Baubeginn am 27. Mai 2003 und der feierlichen Eröffnung am 29. Mai 2006 wurden neben den bestehenden Bahnsteigen zwei jeweils etwa 100 Meter lange Fußgängertunnel in bergmännischem Vortrieb gegraben, die durch insgesamt 24 Mauerdurchbrüche galerieartig mit dem bisherigen Bahnsteig verbunden sind.

Am südlichen Ende münden sie in den Querbahnsteig, von wo aus sich die Aufgänge zur S-Bahn anschließen. Nach Fertigstellung der 2. S-Bahn-Stammstrecke (voraussichtlich 2011) sollen sie am nördlichen Ende in einen neuen S-Bahnhof Marienhof münden. Dort wird auch ein zusätzlicher Aufzug eingebaut.

Bahnsteigerweiterung Marienplatz Die Gestaltung des Bahnhofs wurde im Einverständnis mit dem Architekten Alexander von Branca weitgehend bewahrt, die neuen Tunnel wurden ins Farb- und Gestaltungskonzept des in orange gehaltenen Bahnsteigs eingepasst und mit den selben orangefarbenen Wandverkleidungen wie der bestehende Bahnhof gestaltet. Die verspiegelten Flächen an den Stützpfeilern sollen ihnen den Eindruck der Mächtigkeit nehmen und sie "leichter" aussehen lassen.