Neuer Vorstoß zur Martinsried-Verlängerung

10. November 2008

Die Gemeinde Planegg beschloss unlängst die Finanzierung einer neuen Kosten-Nutzen-Analyse zur Verlängerung der U-Bahn-Linie U6 von Klinikum Großhadern bis nach Martinsried.

Wie der Münchner Merkur meldet, beschloss der Planegger Gemeinderat, eine aktualisierte Fassung der bereits 10 Jahre zurückliegenden Studie von 1998 mit 40.000 Euro zu finanzieren. Die damalige Studie attestierte der rund 1,3 Kilometer langen Streckenverlängerung einen deutlich positiven Kosten-Nutzen-Faktor, was zur Bewilligung von Fördergeldern durch Bundes- sowie Staatsregierung zwingend notwendig ist.

Die Planegger Bürgermeisterin hofft beim Bauvorhaben insbesondere auf Unterstützung durch den Wirtschafts- und Verkehrsminister Martin Zeil sowie Finanzminister Georg Fahrenschon, die beide aus dem Würmtal stammen, in dem auch Planegg liegt. Sobald die neue Studie vorliegt, soll zügig mit den Finanzierungsvereinbarungen begonnen werden, damit einer baldigen Umsetzung des Projekts nichts mehr im Wege steht. Insbesondere bei den Betriebskosten ist die Gemeinde Planegg auf staatliche Unterstützung angewiesen, da diese ähnlich wie in Garching nicht alleine von der Gemeinde zu schultern sind.

Hintergrund

Die Ballung von Forschungsinstituten der Münchner Universitäten in Martinsried hat schon seit Jahren zu Vorplanungen seitens der Gemeinde Planegg, zu der Martinsried gehört, geführt, diese 1,282 Kilometer lange Verlängerung der U6 mit einem Bahnhof in Angriff zu nehmen.

Ein konkretes Datum existiert hierzu jedoch nach wie vor nicht, dieses Projekt ist aber eine der wahrscheinlicheren U-Bahn-Verlängerungsoptionen. Sollte die Ludwig-Maximilians-Universität ihre Pläne umsetzen und ihre naturwissenschaftlichen Fächer komplett nach Großhadern/Martinsried verlagern, dürfte diese Planung deutlich beschleunigt werden.

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