{"id":168,"date":"2010-11-12T17:46:48","date_gmt":"2010-11-12T15:46:48","guid":{"rendered":"http:\/\/www.muenchnerubahn.de\/blog\/?p=168"},"modified":"2010-11-12T22:44:21","modified_gmt":"2010-11-12T20:44:21","slug":"geplante-bestellung-neuer-zuge-vom-typ-c2-11","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.u-bahn-muenchen.de\/blog\/2010\/11\/geplante-bestellung-neuer-zuge-vom-typ-c2-11\/","title":{"rendered":"Geplante Bestellung neuer Z\u00fcge vom Typ C2.11"},"content":{"rendered":"<p>Der Fahrzeugpark der U-Bahn wurde mit der Zeit immer wieder in kleinen Serien an den steigenden Bedarf angepasst und erweitert. Jetzt will die MVG mit der gr\u00f6\u00dften Fahrzeugbestellung seit Inbetriebnahme der U-Bahn eine gro\u00dfe Menge an baugleichen Fahrzeugen beschaffen.<\/p>\n<p>[img id=c2-simulation_mvg size=mittel align=right text=Fotomontage_des<br_>neuen_Zuges<br_\/>Bild:_SWM\/MVG]Erstmals sollen dabei U-Bahn-Wagen der ersten Generation im gro\u00dfem Stil ausgemustert werden: Die Bestellung sieht die Lieferung von 21 neuen Langz\u00fcgen vor, wovon sieben f\u00fcr <a href=\"\/blog\/2010\/09\/taktverdichtungen-im-u-bahnnetz-bis-2020-geplant\/\">Taktverdichtungen<\/a> vorgesehen sind, und 14 Z\u00fcge Altwagen vom Typ A ersetzen sollen. <\/p>\n<p>Mit dieser Lieferung w\u00e4re dann ein vollst\u00e4ndiger Ersatz der 1970 bis 1972 gebauten Z\u00fcge vom Typ A2.1 m\u00f6glich. Im Falle eines Einl\u00f6sens zweier ebenfalls in der Ausschreibung vereinbarter Optionen auf weitere 46 Z\u00fcge w\u00e4re dann ein vollst\u00e4ndiger Ersatz der bis 1984 gebauten A-Wagen m\u00f6glich.<\/p>\n<h3>Ablauf der Auftragsvergabe<\/h3>\n<p>Auf eine europaweite Ausschreibung der neuen Z\u00fcge Anfang 2010 wurden laut MVG von vier Bewerbern Angebote abgegeben, unter denen Siemens als wirtschaftlichster Anbieter ausgew\u00e4hlt wurde. Die Details der Bestellung stehen nun fest, so dass nun in einer Pressemitteilung \u00fcber die geplante Auftragsvergabe informiert wird:<br \/>\nDie Bestellung beinhaltet 21 Gliederz\u00fcge mit je 6 Wagen zu einem Preis von 185 Millionen Euro. Dar\u00fcber hinaus bestehen zwei Optionen auf je 23 weitere Z\u00fcge, so dass das Gesamtvolumen des Vertrages bis zu 550 Millionen Euro betr\u00e4gt. Diese Kosten m\u00fcssen zum gr\u00f6\u00dften Teil von der MVG selbst beglichen werden, eine F\u00f6rderung durch den Freistaat von 25% der Kosten ist allerdings bereits beantragt und grunds\u00e4tzlich durch den Verkehrsminister Zeil zugesagt.<\/p>\n<p>Die Lieferung der ersten 21 Z\u00fcge soll 2013 bis 2015 erfolgen, die beiden Optionen m\u00fcssen bis 2016 bzw. 2020 eingel\u00f6st werden, so dass die Auslieferung bis ca. 2025 abgeschlossen w\u00e4re.<\/p>\n<p>Dabei wurde die Ausschreibung gegen\u00fcber der urspr\u00fcnglichen Planung von 2012 auf 2010 vorgezogen. Auf diese Art konnte bedingt durch den zur Zeit g\u00fcnstigen Stahlpreis ein vergleichsweise preisg\u00fcnstiges Angebot erreicht werden.<\/p>\n<h3>Die neuen Z\u00fcge im Detail<\/h3>\n<p>Die neuen Z\u00fcge sollen weitgehend dem Konzept der existierenden <a href=\"\/fahrzeuge\/c\/\">C1-Z\u00fcge<\/a> folgen. Geplant ist hier ebenfalls ein auf ganzer L\u00e4nge begehbarer fest gekuppelter Zug mit sechs Wagen, auch die Gestaltung wird sich weitgehend am C1 orientieren. Neugestaltet wird allerdings die Front des Zuges, die auch wieder von dem M\u00fcnchner Designer A. Neumeister stammt.<\/p>\n<p>Auch im Innenraum sollen sich nur Details \u00e4ndern:<\/p>\n<ul>\n<li>Eine Umgestaltung der \u00dcbergangsbereiche zwischen den Wagen soll den Fahrgastflu\u00df verbessern und mehr Fahrg\u00e4sten Platz schaffen. Die Fahrgastkapazit\u00e4t erh\u00f6ht sich von 912 (C1-Zug) auf 940 Fahrg\u00e4ste.<\/li>\n<li>Der T\u00fcrschlie\u00dfvorgang soll mit Hilfe farbiger Lichtb\u00e4nder in den T\u00fcrkanten behinderten Fahrg\u00e4sten besser angek\u00fcndigt werden.<\/li>\n<li>Die Innenbeleuchtung soll k\u00fcnftig auf Basis von Leuchtdioden erfolgen.<\/li>\n<li>Der Zug wird bereits von Werk ab mit Video\u00fcberwachung, Fahrgastfernsehen und Brandschutzeinrichtungen ausgestattet.<\/li>\n<li>Wie heute \u00fcblich ist der Zug auf fahrerlosen Betrieb vorbereitet, insbesonderen k\u00f6nnte der Fahrerstand problemlos r\u00fcckgebaut werden.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Auch technisch gibt es Verbesserungen, so soll ein verbessertes Diagnosesystem die Instandhaltung erleichtern. Au\u00dferdem soll die H\u00f6chstgeschwindigkeit 90km\/h betragen &#8211; bisher ist das M\u00fcnchner U-Bahnnetz auf 80km\/h ausgelegt.<\/p>\n<h3>Weitere Informationen<\/h3>\n<p><a href=\"http:\/\/www.mvg-mobil.de\/presse\/2010-11-12_mvg-pressemeldung.pdf\">Pressemeldung der MVG<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Fahrzeugpark der U-Bahn wurde mit der Zeit immer wieder in kleinen Serien an den steigenden Bedarf angepasst und erweitert. Jetzt will die MVG mit der gr\u00f6\u00dften Fahrzeugbestellung seit Inbetriebnahme der U-Bahn eine gro\u00dfe Menge an baugleichen Fahrzeugen beschaffen. 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